Allgemeine Berichte | 04.09.2020

Ausstellungseröffnung im Gemeindesaal der Neuwieder Marktkirche eingeladen

„Diagnose, Hoffnung und Zuversicht“

Ausstellung mit Bildern von Friedhelm Apollinar Kurtenbach, dem Zeichner, Architekten und Maler aus Roßbach

Zahlreiche Besucher-innen waren zur Ausstellungseröffnung in den Gemeindesaal der Marktkirchengemeinde gekommen.Fotos: Jürgen Grab

Neuwied. Zumeist in Acryl- hin und wieder auch in Aquarell , zudem mit Mischtechniken wie zum Beispiel Acryl/Tusche, malt und gestaltet Friedhelm Apollinar Kurtenbach seine zumeist farbenfrohen, emotional berührenden Bilder. Bis zu 27 Kunstwerke in Form von größeren und kleineren Bildern unterschiedlicher Techniken , Kunstdrucken und Zeichnungen sind bei dieser Ausstellung zu sehen, die durchaus einer besonderen Aufmerksamkeit wert sind. Pfarrer Werner Zupp konnte bei der Ausstellungseröffnung neben dem Künstlerehepaar Kurtenbach trotz unsicherer Coronazeiten eine Vielzahl von interessierten Besuchern/Besucherinnen, unter anderem die bekannte Künstlerin Beate Heinen sowie der städtische Beigeordnete Ralf Seemann, begrüßen, wobei der Theologe zweifellos die persönlichen Eigenschaften des zeitweise durch eine Krebserkrankung seelisch wie körperlich leidenden Menschen Friedhelm Kurtenbach einfühlsam zu benennen wusste. Zupp hatte bald nach dem Kennenlernen dieses ungewöhnlichen Menschen dessen verinnerlichte Persönlichkeit sowie dessen kreative Schaffenskraft dieses Mannes erkannt und ihn gebeten eine Ausstellung in den kirchlichen Räumlichkeiten zusammenzustellen. Mit seinen Kunstwerken bietet Kurtenbach den Betrachtern nicht nur ein eindrucksvolles Bild seiner künstlerischen Begabung, sondern gibt auch deutliche Hinweise auf seine gefühlsmäßig-seelisch-beeinflusste Darstellungsweise, die mannigfaltige Überraschungen bereithält. Es sind zweifellos varianten- und darstellungsreiche Erlebnisse, Erkenntnisse und Fähigkeiten, die Kurtenbach den kunstinteressierten Menschen zu vermitteln weiß. „Sie, lieber Herr Kurtenbach, haben uns eine ganz neue Seite künstlerischen Verständnisses geöffnet. Es ist zweifellos eine sehr existenzielle Art von der Sie sich bei Ihrem Schaffen leiten lassen. Ihre Kunst ist wohl auch der Versuch, all das darzustellen, was Sie im Innersten bewegt und stellt somit eine Ausdrucksform dar, die sich nicht so leicht in Worte fassen lässt“, betonte Werner Zupp in seinem Dank an den Künstler , der nach seiner schweren Erkrankung und den erfahrenen gesundheitlichen Problemen sowie dem Erleben von Ängsten, Hilflosigkeit und Ungewissheiten eine bewegende Basis für sein späteres künstlerisches Schaffen gelegt hat. Wie Kurtenbach selbst erläuterte, hat er mit der Malerei, dem künstlerischen Schaffen überhaupt, einen Weg zu seiner Genesung gefunden. Dabei ist es ihm wichtig, nicht nur den Körper zu betrachten, sondern diesen mit Geist und Seele zu einer Einheit zusammenzuführen. Und so setzt er sich in seinen Bildern, die er auch als intuitive Malerei bezeichnet, mit beschreibenden Texten zu den jeweiligen Exponaten mit seiner ganzen seelischen und emotionalen Begeisterungsfähigkeit in Szene, die ebenso eindrucksvoll sind wie seine Kunstwerke selbst. So heißt es zum Beispiel zu seinem Bild „Ewigkeit“: „Wo kommen wir her, wo gehen wir hin, was ist das Leben...?“ Und zum wunderschönen Bild „Blumenland“ schreibt der Künstler: „Dann verwandelt sich die ganze Welt in ein strahlendes Paradies mit einer wunderbaren Ansammlung von herrlich leuchtenden Märchenfarben...“ Schließlich zitiert Kurtenbach zum Acrylbild „Wurzeln“ Dr. Ebo Rau: „Und wenn du noch tiefer schaust, dann kannst du unter den Wurzeln für einen Augenblick das Leben und die Liebe entdecken...“ „Das Malen und die Meditation sind zu meinen persönlichen Eigenschaften geworden, die mir ausreichend Zeit und Muse zum schöpferischen Tun geben.

In einer chaotischen Zeit wird durch Kunst und Kontemplation die Suche nach einer neuen, gesunden Lebensvision gelassener und durch die Motivation der Selbstheilungskräfte öffnen sich unbedingt die Farben und der Reichtum wirklichen Lebens. Nach einer Krebsgeschichte vor ein paar Jahren habe ich die Malerei entdeckt und beschäftige mich seitdem auch intensiv mit einem spirituellen Lebensweg. Im Chaos dieser Zeit, mit ihren Ängsten, Komplikationen und Ungewissheiten verspüre ich die Botschaft, mich mit der „Ganzheitlichen Medizin“ zu beschäftigen und einen neuen, spirituellen Lebensweg als Krebsnachsorge und zur Prävention zu suchen. In dieser Zeit bin ich dann auf die Kunst gestoßen und habe mich ihr mit Leib und Seele verschrieben.“, berichtet Friedhelm Kurtenbach über sein „neues Leben“. Von Kantor Thomas Schmidt und der Violonistin Silke Link hatte sich Kurtenbach für diese Ausstellungseröffnung fröhliche, lebensbejahende Melodien gewünscht, wobei Pianist und Geigerin gerne diesem Wunsch mit Melodien der Comedian Harmonists und aus diversen Musicals nachkamen. Die Ausstellung ist jeweils in den Öffnungszeiten des Café Auszeit bis zum 30. September geöffnet. jg

Pfarrer Werner Zupp (2. v.li) begrüßte nicht nur den ausstellenden Künstler und seine Ehefrau (re.) sondern auch den städtischen Beigeordneten Ralf Seemann.

Pfarrer Werner Zupp (2. v.li) begrüßte nicht nur den ausstellenden Künstler und seine Ehefrau (re.) sondern auch den städtischen Beigeordneten Ralf Seemann.

Zahlreiche Besucher-innen waren zur Ausstellungseröffnung in den Gemeindesaal der Marktkirchengemeinde gekommen.Fotos: Jürgen Grab

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Bertram: Das ist mittlerweile der 4. Bus der von dieser Marke vollkommen ausbrennt. Des Weiteren berichte die Rhein Zeitung darüber, dass der VREM 37. Busse der ersten Generation vorsichtshalber außer betrieb...
  • Fabian F: Nichts Neues gefühlt ein Bus pro Woche
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
Dauerauftrag Imageanzeige
Wir helfen im Trauerfall
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606 // Wohnträume MYK
Blütenfest
Leiter/in (w/m/d)
Anzeige Radiologie & Nuklearmedizin
10 Jahre Bella Vita Frauenfitness
Empfohlene Artikel
Immer wieder ein Hingucker waren auch die Aufführungen der „CheerForceThunder“ aus Koblenz. Foto: Aktionsgemeinschaft Andernach Attraktiv e.V.
23

Andernach. Die „A-Town-Academy“ brachte am vergangenen „First Friday“ den Frühling in die Läden und Einkaufsmeilen. Mit pulsierenden Beats, stimmungsvollen Ideen und frischer Leichtigkeit verzauberte das „Spring Break Shopping“ die City in eine Oase von Glücksgefühlen.

Weiterlesen

6

Andernach. Die Mitglieder der Andernacher Karnevalsgesellschaft Fidelitas 1893 „Blaue Funken“ treffen sich am Freitag, 24. April, um 19.00 Uhr, in der Funkenhalle, Füllscheuer 22, zur diesjährigen Jahreshauptversammlung. Dabei gilt es unter anderem, Bilanz der zurückliegenden Session zu ziehen sowie einen ersten Ausblick auf das nächste Jahr zu bekommen, Ihre jeweiligen Berichte werden der Geschäftsführer, der Schatzmeister sowie die Kassenprüfer vortragen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die umgehend eingeleiteten Löscharbeiten zeigten schnelle Wirkung.  Foto: Feuerwehr VG Puderbach
3

Von einem angrenzenden Gewächshaus bliebt nur das Stahlgerippe übrig:

Kreis Neuwied: Heftiger Heckenbrand fordert Feuerwehr

Urbach. Am Donnerstag, dem 9. April schrillten gegen 16.40 Uhr die Melder bei den Kameraden der Feuerwehren Dernbach und Puderbach. Gemeldet wurde ein Heckenbrand in Urbach-Kirchdorf. Die zuerst eintreffenden Kräfte konnten einen Vollbrand einer Thujahecke bestätigen. Ein nahes geparktes Wohnmobil konnte noch rechtzeitig entfernt werden.

Weiterlesen

Im Enderttal bestehen Defizite in der Mobilfunk- und auch der Sprechfunkversorgung.  Foto: privat
191

Bürgermeister Wolfgang Lambertz spricht von einer unzumutbarer Situation:

Cochem: Hotelbrand offenbart gravierende Mängel

Cochem/Landkern. Der Brand im Hotel Weißmühle am vergangenen Mittwoch hat erneut erhebliche Defizite in der Mobilfunk- und auch der Sprechfunkversorgung im Enderttal offengelegt. Insbesondere für die eingesetzten Rettungskräfte führte die unzureichende Netzabdeckung zu erheblichen Kommunikationsproblemen und einem erhöhten Koordinationsaufwand.

Weiterlesen

Anke Kern hat das Ehrenamt im Blut.  Foto: privat
10

Anke Kerns vielfältiges Engagement trägt wesentlich zum Zusammenhalt in Stebach bei

HeimatHelden: Anke Kern aus Stebach hat ein Herz für die Gemeinschaft

Kreis Neuwied/Stebach. In der BLICK aktuell-Reihe „HeimatHelden“ werden Menschen vorgestellt, die sich in besonderer Weise für ihr Umfeld einsetzen. Eine von ihnen ist Anke Kern aus Stebach, die sich seit vielen Jahren mit großem persönlichen Einsatz in das Dorfleben einbringt.

Weiterlesen

Jörg Schweiss
Titelanzeige
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
  WÄRMEPUMPE ÖL/GASHEIZUNG
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten- Modernisieren
Aushilfskraft (w/m/d)
Sachbearbeiter/in (w/m/d)
Anzeige Tag der offenen Tür am Zeiberberg
Anzeige Lagerverkauf
Sonderseite Geschäftsführungswechsel
Anzeige Beratertage Schlafexperte
130 Jahre freiwillige Feuerwehr Bad Neuenahr und Tag der offenen Tür, 19.04.26