Allgemeine Berichte | 03.04.2025, 10:19 Uhr

Dorfrandreinigung 2025: Topp-Vorlage für 2026

Die Aktion von Villiper Heimatverein und Jugendhaus fand rund 70 Helfer

Viele Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich an der Dorfrandreinigung. Foto: privat
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Villip. Rund 70 Teilnehmer, darunter 18 Geflüchtete aus dem Villiper Campus, nutzten den vorösterlichen Sonnen-Samstag zu einer grundlegenden Säuberung der Wege und Spielplätze in und um die drei Villiper Dörfer Villip, Villiprott und Holzem sowie zu einigen gezielten Pflanzungen. Zum Ergebnis und zur guten Stimmung trugen diesmal neben Eltern mit ihren Kindern und zahlreichen Naturfreunden, die auch übers Jahr verteilt auf eigene Faust die Wegränder vom Müll befreien, 15 Mitglieder der Jugendfeuerwehr um Aaron Hoffmann und Julia Kreuz bei, Mitglieder der Nachhaltigkeitsinitiative um Sabine Killmann und Caroline Gärtner-Pollack sowie Mütter der KG Gemütlichkeit Rot-Weiss Villip um Carina Schmitz bei.

Was für die einzelnen Sammlergruppen zum lustigen Spaziergang mit Zangen, Säcken und Eimern für die reiche „Beute“ an Flaschen wurde, konnte sich dabei auf die jetzt schon zum dritten Mal bewährte gemeinsame Organisation dieses Gemeinschaftserlebnisses stützen durch den Jugendhaus-Verein, insbesondere um die Jugendfachkraft Hannah Forster mit Jana Zenk und Fabian Pickartz, und seitens der Mitglieder des Heimatvereins. So sorgten Albert Schmitz, Günter Breuer und Tobias Teichner, die mit ihren Traktorgespannen zusammen mir Reiner Saam (Villiprotter Dorfgemeinschaft) für den Abtransport der vielen gefüllten Säcke, Autoreifen, Radkappen, weggeworfenen Grills, von Betonfundamenten, Resten eines Gewächshauses und vielen anderen „verlorenen“ Gegenständen aus der Landschaft. Wobei die Villiper Sammelgruppen und das Holzemer Team um Teichner, Eva Meurer und Nina Militiaidis die Wege bis zum und zum Berkumer Einkaufszentrum Ehrenmal gesäubert haben.

Massenhaft Zigarettenkippen ein Ärgernis

Besonders ärgerlich waren für die Mitglieder der Jugendfeuerwehr, „die nicht verstanden haben, warum so viel Müll, vor allem Zigarettenstummel, einfach in der Landschaft geworfen und nicht fachgerecht werden. Dies sorgte unter den jugendlichen teils für Entsetzen“ so Aaron Hoffmann, der für seine Gruppe resümierte: „Durch das Sammeln konnte Bewusstsein für Umweltverschmutzung und für den Klimaschutz geschaffen werden. Insgesamt hatten wir einen tollen Tag!“

280 Brötchenhälften undsieben gespendete Kuchen

Gevespert und geklönt wurde nach vollbrachter Arbeit im und um das Villiper Jugendhaus sowie am Rödder Dorftreff, wo Ruth und Rudolf Sindermann mit Bärbel Groffot vom Erzählcafé-Kreis den Service übernommen hatten. Dabei wurden insgesamt gut 280 Brötchenhälften und sieben gespendete Kuchen ausgegeben. Für Hakim, einen seit eineinhalb Jahren in Deutschland lebenden jungen Afghanen, hieß es allerdings wegen des Ramadan bis zum Abend auf Speis und Trank zu warten. Was ihm nicht leichtgefallen sein dürfte, hatte er doch zuvor mit den beiden Ukrainern Vlad und Andri nicht nur bei der Bepflanzung des großen Beets im Bürgersteig gegenüber der Treppe zur Kirche unter der Anleitung von Jutta von der Gönner und Ulrich Feyerabend mitgewirkt, sondern auch beim Graben der Pflanzlöcher für die beiden Eichen im steilen Hang am Kirchplatz kräftig mitgebuddelt.

Zwei Eichen für JakobBach und Graf Strasoldo

Gepflanzt wurden die beiden Bäume dann von Mitgliedern des Villiper Ortsausschusses und des Rats: Albert Schmitz, Tobias Teichner, Mira Schwarzenberger, Ulf Hausmanns, Sabine Killmann und Anna Lena Bosch. Mit den beiden Bäumen geehrt werden zwei der den Ort Villip und die junge Gemeinde Wachtberg prägenden Politiker, die den Menschen sehr nahe waren: der Villiper Bürgermeister Jakob (Köbes) Bach (SPD) und Franz Karl Graf Strasoldo (langjähriger CDU-Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender des Villiper Heimatvereins).

Verrottete Amtsblätter und „kack“-frische Hundebeutel

Wie fast in jedem Jahr sorgten im Übrigen vor allem ganze Packen verrottender, nicht ausgelieferte Exemplare des Wachtberger Amtsblatts und in die Landschaft geworfene, gefüllte Hundebeutel für Verärgerung und Ekel. Letzteres gilt ganz besonders für Villiprott, wo nach dem seit Wochen geäußerten Unmut von Spaziergängern und umweltbewussten Hundebesitzern immer mehr Kotbeutel am Weg und auf den Äckern „deponiert“ werden. Gut kam dagegen die Ankündigung eines führenden Erdbeerbauern an, die von ihm bewirtschafteten Flächen und angrenzenden Wegeränder vom Müll befreien zu wollen.

Mit Dank und gutenVorsätzen 2026 im Blick

Norbert Schulten, den früheren Rektor der Villiper Grundschule und heutigen Vorsitzenden des Jugendhaus-Vereins, und den Heimatvereinsvorsitzenden Ulf Hausmanns verbanden am Ende der gelungenen Aktion den Dank an alle Mitwirkenden mit der Zusage: „Das machen wir im kommenden Jahr ganz genauso wieder.“ Als Hit aus dem letzten Jahr hatte sic das Anpflanzen von Kartoffeln und Salat in den beiden Hochbeeten am Jugendhaus erwiesen, die regelmäßig zur Bereicherung der Speisekarte für die Jugendlichen beiträgt und natürlich wiederholt wurde. Überlegt wird jetzt, die ganze Aktion um das Anfertigen von Vogelkästen zu ergänzen und – in Abstimmung mit der Gemeinde, die auch diesmal die Aktion nachhaltig unterstützt hat, - besprayte Bushaltestellen zu übermalen.

Viele Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich an der Dorfrandreinigung. Foto: privat

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