Allgemeine Berichte | 31.01.2018

Bunter Abend der Ludendorfer Jonge

Die Apfelsinenfunken machten aus dem Wellblechpalast ein Tollhaus

Das Kölner Traditionscorps kam mit seinen orangefarbenen Uniformen in Bataillonsstärke

Sämtliche Karnevalsvereine und Tollitäten aus der Gemeinde Swisttal waren dabei. Das Mariechen durfte dabei natürlich nicht fehlen.

Ludendorf. Der Ludendorfer „Wellblechpalast“ ist von außen eher unscheinbar und auch von innen gemäß seiner eigentlichen Bestimmung als Maschinenhalle des Swisttaler Bauhofs kein Ausbund an Schönheit. Doch in der fünften Jahreszeit verwandelt sich das hässliche Entlein in einen prächtigen Schwan und sorgt für strahlende Gesichter bei allen Karnevalisten, die das Vergnügen haben, bei einer der drei alljährlichen Veranstaltungen der „Ludendorfer Jonge“ dabei sein zu dürfen.

Nach der Herrensitzung und der Damensitzung ist der Bunte Abend seit Jahren einer der Höhepunkte im Swisttaler Karnevalskalender. So war es auch in diesem Jahr, denn das ausgelassene Publikum im restlos ausverkauften „Wellblech“, der in diesem Jahr übrigens auch den Sessionsorden des Brauchtumsvereins ziert, ließ im wahrsten Sinn des Wortes die Wände wackeln bei einem karnevalistischen Programm der Extraklasse.

Von dem Augenblick an, in dem „Jonge“-Präsident Dirk Lüssem - von aller Welt nur liebevoll „der Lü“ genannt - die Bühne betrat und das Mikrofon ergriff, stand der Saal förmlich Kopf. Schließlich kennt der Vollblutkarnevalist praktisch jeden Jecken in der Region persönlich. So war es auch kein Wunder, dass sämtliche Swisttaler Karnevalsvereine gleich zu Beginn zur Musik der „Husarenbläser Dom Esch“ gemeinsam die Bühne eroberten, vorneweg die Tollitäten der langsam ihrem Höhepunkt entgegenstrebenden Karnevalssession.

Zum Jugendprinzenpaar aus Ollheim mit Prinz Kilian I. (Seyb) und Prinzessin Sina Ashley I. (Cichy) und dem Mädchen-Dreigestirn aus Morenhoven mit Prinzessin Eva I. (Schmitz), Bäuerin Tara (Düssel) und Jungfrau Lara (Scheben) gesellte sich auch das Jugenddreigestirn aus Dünstekoven mit Prinzessin Lina I. (Jirasek), Jungfrau Maike I. (Michels) und Bauer Sophia I. (Kirschbaum) sowie das Heimerzheimer Prinzenpaar Peter II. (Luppus) und Fadzlun I. (Sapandi). Da war der Jubel groß im Saal, unzählige Orden wurden ausgetauscht, und die Husarenbläser spielten dazu.

Mit toller Stimmungsmusik ging es weiter beim Auftritt der Gruppe „Die Labbesse“ im vierten Jahrzehnt ihres Bestehens, die in ihrem Sessionshit fordern: „Danz för mich.“ Das ließ sich die „Nippeser Bürgerwehr“ nicht zweimal sagen, die „Apfelsinenfunken“ mit ihrem Kommandanten Markus Lamprechts kamen in Bataillonsstärke in den Saal und stellten nach einem umjubelten Marsch durch die Zuschauerreihen fest, dass auf der Bühne bei weitem nicht genug Platz war für alle Mitglieder des gigantischen Kölner Traditionscorps. Und schon gar nicht für den Auftritt des Tanzpaars Christina Pohl und Patrick Karolus, das dennoch mit seiner genialen Darbietung das Publikum verzückte.

Dass auch rund um Frankfurt ordentlich in der fünften Jahreszeit gefeiert wird, dort allerdings als „Fassenacht“ nach Mainzer Art, bewies im Anschluss das „Heddemer Dreigestirn“ aus Frankfurt-Heddernheim mit einer sensationellen Musik-Parodie, bei der das Trio zu tanzenden Zwergen schrumpfte.

Es folgten weitere Auftritte der Musikgruppe „Fidele Kölsche“, die Show von „Linus“ erinnerte an Las Vegas, und die „Schlenderhaner Lumpe“ präsentierten sich als akrobatisches Tanzcorps. Die Gruppe „Altreucher“ weckte beim Publikum das „Heimatjeföhl“, bevor zum Schluss die Showband „De Bajaasch“ ihrem Wahlspruch folgte („Mir kumme mit alle Mann vorbei“) und ein kleines Inferno auf der Bühne veranstaltete. Es bildete zugleich einen perfekten Abschluss für einen rundum gelungenen Abend.

JOST

Die „Nippeser Bürgerwehr“ marschierte in Bataillonsstärke in den „Wellblechpalast“ ein. JOST

Die „Nippeser Bürgerwehr“ marschierte in Bataillonsstärke in den „Wellblechpalast“ ein. Fotos: JOST

Sämtliche Karnevalsvereine und Tollitäten aus der Gemeinde Swisttal waren dabei. Das Mariechen durfte dabei natürlich nicht fehlen.

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