Der Tier-, Natur- und Artenschutz Siebengebirge informiert:
Die Brutzeit beginnt
Vorsicht beim Heckenschnitt von Anfang März bis Ende September
Bad Honnef. Mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen und steigenden Temperaturen im Februar beginnt die Brutzeit der heimischen Wildvögel. Die Tiere suchen nun intensiv nach geeigneten Brutplätzen in Bäumen, Sträuchern und Hecken. Gerade Hecken haben eine wichtige Bedeutung im Natur-Haushalt: Sie bieten einen natürlichen Lebensraum für zahlreiche nützliche Tiere und bilden zugleich auch ein günstiges Kleinklima im Garten. Sie filtern Staub, Schmutz und Abgase und wirken außerdem lärmdämpfend.
Je mehr unterschiedliche Tierarten sich in einer Hecke angesiedelt haben, umso wichtiger ist es, dass diese möglichst nicht gestört werden. Rotkehlchen, Grasmücke, Zaunkönig, Drossel, Heckenbraunelle, Grünfink und Dompfaff sind beispielsweise Hecken-/Buschbrüter. Der Legebeginn ist bereits in der ersten Märzhälfte. Einige unserer heimischen Wildvögel brüten zwei bis drei Mal pro Jahr, wobei sich die Brutzeit bis August hinzieht.
Deshalb dürfen in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September Hecken, Wallhecken, Gebüsche sowie Röhricht- und Schilfbestände weder abgeschnitten noch zerstört werden. Das legt auch das Landschaftsgesetz Nordrhein-Westfalen fest. Kleinere Formschnitte dürfen ganzjährig ausgeführt werden.
Auch die Kröten beginnen schon mit ihren Wanderungen zu den Laichgebieten, und die Igel sind aus ihrem Winterschlaf erwacht. Gerade diese beiden Tierarten sind auf unseren Straßen jetzt besonders gefährdet. Die Tierschützer bitten um Rücksicht und Aufmerksamkeit im Straßenverkehr.
Weitere Vereinsinformationen erhält man auch im Internet auf www.tierschutz-siebengebirge.de.
