Unternehmergespräch der Verbandsgemeinde Montabaur
Die Digitalisierung wird die Welt weiter verändern
Montabaur. So viel scheint sicher, die Arbeit unserer Kinder und Kindeskinder wird sich erheblich verändern. Die Digitalisierung schreitet unaufhaltsam fort. Doch wie gehen Unternehmen mit dieser neuen Herausforderung um? Darum ging es im Kern beim 13. Unternehmergespräch der Verbandsgemeinde Montabaur, zu dem der Bürgermeister Edmund Schaaf die hiesigen Unternehmer in die neuen Räumlichkeiten der Firma Magmapool eingeladen hatte. Zum Thema „Zukunft der Digitalisierung – was kommt da noch auf uns zu“ referierte der Bundestagsabgeordnete Dr. Andreas Nick.
Das Unternehmergespräch war gut besucht. Nicht nur Unternehmer, sondern auch zahlreiche Bürgermeister und der Verbandsgemeinderat nutzten die zwanglose, lockere Atmosphäre zum gegenseitigen Austausch.
Nach der Begrüßung durch Edmund Schaaf stellten Dr. Detlev Fey und Helga Geller von Magmapool ihr Unternehmen kurz vor.
„Die Verbandsgemeinde Montabaur hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt.“ Schaaf ist sehr zufrieden, den Erfolg führt er zweifelsfrei auch auf die Unternehmen in der heimischen Wirtschaft zurück. Im Jahr 2000 lagen die Gewerbesteuereinnahmen bei acht Millionen Euro, im Jahr 2016 werden es über 40 Millionen werden. Viele weitere Unternehmen expandieren und gab es bereits mehrfach Innovationspreise auf Bundesebene, führte Schaaf aus.
Etwas Nachholbedarf sieht Schaaf bei der Netzwerkversorgung einzelner Unternehmen, von denen bislang nur wenige in die schnellen, den künftigen Anforderungen entsprechenden, Kommunikationswege investiert hätten.
Die Digitalisierung wird die Welt weiter verändern, davon ist Andreas Nick fest überzeugt. Während seiner Tätigkeit als Bundestagsabgeordneter habe er sich bei diversen Reisen, unter anderem nach Silicon Valley, ein Bild von den nahezu unerschöpflichen Möglichkeiten machen dürfen. Betroffen sieht Nick nahezu alle Branchen und erinnerte an viele revolutionäre Entdeckungen der letzten Zeit. „Noch vor wenigen Jahren ist das mobile Telefon und später das mobile Internet eine Kuriosität gewesen,“ so Nick, zum heutigen Zeitpunkt ist der Umgang mit beidem selbstverständlich. Die Entwicklung zeige Wege weg von Verbrennungsmotoren für Autos hin zu Elektromotoren, die mit künstlicher Intelligenz beispielsweise dem autonomen Fahren neue Impulse setzen. Telemedizin erlaube es, künftig Menschen auch über Entfernungen hinweg, ärztlich zu versorgen oder besser zu beobachten. Das bedeute im Einzelnen nicht nur bessere Vorsorge, sondern im Ernstfall auch schnellere Hilfe.
Allerdings müssen auch im Umgang mit der weiteren Digitalisierung feste Regeln eingehalten werden, ist sich Nick der Verantwortung bewusst, die Politik ist gefordert, diese auf den Weg zu bringen, damit sich die Menschen sicher fühlen.
Großartige musikalische Unterhaltung boten Sarah Pfaff und Marius Kaffine, unter anderem mit ihren Interpretationen von Udo Lindenbergs „Hinter dem Horizont geht’s weiter“ oder Elivis Presleys „In the ghetto“.
Foto: Picasa
