Allgemeine Berichte | 23.05.2016

Tag der offenen Tür mit Konzert und Hüpfburg in Hümmerich - Vier Kameraden für lange Mitgliedschaft geehrt

Die Drehleiter war der Star beim Feuerwehrwochenende

Die Kinder vergnügten sich beim Fest auf der gesperrten Straße vor dem Gerätehaus in der Hüpfburg.KER

Hümmerich. Die Feuerwehr hat hier eine lange Tradition. Es gab sie schon, als der Ort nur etwas über 200 Einwohner zählte. Mittlerweile sind daraus knapp 800 geworden und die Feuerwehr ist immer noch sehr aktiv. Am Wochenende feierte sie den Tag der offenen Tür. In dem Rahmen wurden Mitglieder für langjährige Zugehörigkeit geehrt. Auch hatten - wie in allen Wehren der Verbandsgemeinde Rengsdorf - am Samstag die Kinder des Ortes die Möglichkeit, am sogenannten „Bambini-Tag“ die Arbeit der Männer und Frauen in Blau und vor allem die interessanten Fahrzeuge in Rot kennenzulernen.

Zahlreiche Gäste

Wehrführer Frank Lehnert beschreibt das Fest am Samstagabend als „sehr gelungen“. Aufgrund der sommerlichen Temperaturen habe man fast keine Räumlichkeiten im Feuerwehrhaus gebraucht, weil sich viele Festgäste bis spät in die Nacht draußen im Freien aufhalten wollten. Viele Feuerwehrkameraden befreundeter Löschzüge hatten Abordnungen nach Hümmerich geschickt. Wehrführer Lehnert freute sich zum Beispiel über den Besuch aus Oberraden, Straßenhaus, Anhausen, Horhausen und Pleckhausen. Musikalisch ließen sich die Feuerwehrleute und ihre Gäste von einer Sieben-Mann-Kapelle unterhalten. Am Sonntag bereicherte der Löschzug Rengsdorf das Feuerwehrfest in Hümmerich. Die Truppe vom Hauptstandort der Verbandsgemeinde-Wehr hatte das Schmuckstück mitgebracht, die gerade neu angeschaffte 30-Meter-Drehleiter. Viele Besucher ließen sich diese neueste technische Errungenschaft und ihre Funktionsweise von den Fachleuten der Wehren erklären.

Etwas mehr als 20 aktive Kameraden zählt momentan die Feuerwehr Hümmerich. Vier bis sechs Einsätze pro Jahr haben diese zu leisten, berichtet Wehrführer Lehnert. Die A3 gehört zum Glück nicht dazu, sagt der örtliche Wehrchef. Allerdings die ICE-Strecke. Hier mussten die Feuerwehrkameraden leider schon viel zu häufig ausrücken, wenn sich auf der Strecke schreckliche Tragödien ereigneten, bei denen Menschen bewusst den Tod durch den Hochgeschwindigkeitszug suchten. Größere Löscheinsätze waren der Brand des Altenheims in unmittelbarer Nachbarschaft zum Feuerwehrgerätehaus. Oder das Feuer im nahe gelegenen Sägewerk Van Roje vor ein paar Jahren. Seit 2010 steht Frank Lehnert an der Spitze der Hümmericher Wehr. Die personelle Situation ist nicht schlecht. In den nächsten ein bis zwei Jahren können schon wieder ein paar Mitglieder der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst der Truppe übernommen werden. Es dürften aber ruhig noch ein paar mehr sein, die sich in den Dienst der guten Sache stellen. Lehnert hat das Gefühl, dass sich einige „Neubürger“ schwer tun, sich für eine Mitarbeit in der örtlichen Feuerwehr zu entscheiden. Als positives Beispiel nennt er einen Mitbürger aus dem Frankfurter Raum, der sich voriges Jahr ein Haus in Hümmerich kaufte und zeitgleich Mitglied in der Feuerwehr wurde.

Geschichte der Feuerwehr

Die Geschichte der Feuerwehr Hümmerich beginnt 1871. Damals erhielt die Pflichtwehr im entlegenen Hümmerich eine fahrbare Handdruck-Feuerspritze. Nach Fertigstellung der ersten Wasserleitung 1912 konnte nun zusätzlich der Wasserdruck aus dem Hochbehälter genutzt werden. Im März 1935 wurde die Pflichtwehr durch Gründung der Freiwilligen Feuerwehr abgelöst. In dieser Zeit versahen 17 Feuerwehrleute den Dienst. Erst im Mai 1964 wurde die Freiwillige Feuerwehr Hümmerich wieder gegründet. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Wehr mit einer Tragkraftspritze ausgerüstet und die fahrbare Handdruckspritze verkauft. Zum Transport von Spritze und Gerät stellten die Wehrleute ihre privaten Traktoren zur Verfügung.

Das weitestgehend in Eigenleistung erbaute neue Feuerwehrgerätehaus wurde 1970 anlässlich des Verbandsfeuerwehrfestes übergeben. 1971 wurde schließlich das alte Alarmhorn durch eine Dachsirene ersetzt. Den nächsten Schritt hin zu einer modernen Wehr tat man, als die Wehr 1978 Pressluftatmer und 1979 ein erstes Tragkraftspritzenfahrzeug erhielt. Mitte der 80er Jahre wurde das Gerätehaus durch einen Anbau erweitert und mit einer zentralen Gasheizung und sanitären Anlagen versehen. 1992 stellte eine Löschgruppe der Wehr bei der Abnahme für das Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Bronze ihr Können unter Beweis. Im Oktober 2004 wurde das in die Jahre gekommene TSF durch ein Löschgruppenfahrzeug 8/6 ersetzt.

Das TSF ist weiterhin in Kurtscheid als Fahrzeug der Jugendfeuerwehr in Verwendung. In den Jahren 2008 und 2009 wurden die beengten Verhältnisse im Feuerwehrhaus, die durch das deutlich größere Fahrzeug entstanden, beseitigt. Es wurde eine neue Fahrzeughalle an das bestehende Haus angebaut und auch dieses wurde grundlegend modernisiert. Durch die unmittelbare Nähe zur Neubaustrecke der ICE-Trasse gelangte die Hümmericher Ortswehr im nordwestlichen Winkel der Verbandsgemeinde Rengsdorf gegen Ende der 90er Jahre zu weiterer Bedeutung. Das Mitwirken bei der Ortsverschönerung, der Kinderweihnachtsfeier und dem Martinszug sind weitere Betätigungsfelder, neben den eigentlichen Pflichten.

Ehrung für langjährige Mitgliedschaft

Für 35-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr Hümmerich wurden geehrt Hans Wilhelm Kalbitzer, Heinz Dausenau und Arno Kambeck. Seit 25 Jahren dabei und immer noch aktiv ist Jörg Arians.

Das Team der Feuerwehr Rengsdorf stellte die nagelneue Drehleiter vor. Bisher war sie noch nicht im Einsatz.

Das Team der Feuerwehr Rengsdorf stellte die nagelneue Drehleiter vor. Bisher war sie noch nicht im Einsatz.

Am Bambinitag, der am Samstag in allen Wehren der Verbandsgemeinde Rengsdorf stattfand, konnten sich die Kinder mit der Arbeit und der Technik der Feuerwehr vertraut machen.

Am Bambinitag, der am Samstag in allen Wehren der Verbandsgemeinde Rengsdorf stattfand, konnten sich die Kinder mit der Arbeit und der Technik der Feuerwehr vertraut machen.

Die Kinder vergnügten sich beim Fest auf der gesperrten Straße vor dem Gerätehaus in der Hüpfburg.Fotos: KER

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