Allgemeine Berichte | 19.01.2015

Kameradschaftsabend der Freiwilligen Feuerwehr Rheinbach

„Die Feuerwehr ist die günstigste Beruhigungspille“

Zahlreiche Ernennungen, Ehrungen und Beförderungen wurden vorgenommen – Zahl der Aktiven geht zurück

Seit 25 Jahren sind diese Kameraden in der Rheinbacher Feuerwehr aktiv.

Rheinbach. „Unsere Feuerwehr ist die allergünstigste Beruhigungspille – denn weil es sie gibt, können wir alle gut schlafen“, lobte Bürgermeister Stefan Raetz beim Kameradschaftsabend der Freiwilligen Feuerwehr Rheinbach deren ehrenamtlichen Einsatz rund um die Uhr. Doch während die Bürger ruhig schliefen, müsse die Feuerwehr stets hellwach sein. Leider werde dies von vielen nicht als Ehrenamt angesehen, „es ist aber eins, dazu noch ein solches, dass viele Stunden freiwilliger Arbeit erfordert.“

Die Basis sei die Jugendfeuerwehr, die in den Rheinbacher Löschgruppen sehr gut funktioniere. 2015 werde für die Rheinbacher Feuerwehr ein interessantes Jahr, denn die Feuerwehrgerätehäuser in Wormersdorf, Oberdrees, Queckenberg und Ramershoven würden aller Voraussicht nach fertiggestellt, „auch dank der ehrenamtlichen Arbeit der Feuerwehrkameraden.“ Vielleicht könne man auch schon mit den Planungen für den Umbau des Feuerwehrgerätehauses in Neukirchen starten.

Zu 289 Einsätzen ausgerückt

Wehrleiter Laurenz Kreuser ging in seinem Bericht auf das vergangene Jahr ein. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr seien zu insgesamt 289 Einsätzen ausgerückt, ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr mit 315 Einsätzen. Hinzu kamen noch 39 Brandsicherheitswachen und 49 Brandschauen. Gleich zweimal sei man darüber hinaus zu überörtlichen Einsätzen gerufen worden, denn am Pfingstmontag habe das Sturmtief „Ela“ das Ruhrgebiet in Schrecken versetzt. Im Rahmen der Alarmierung der IV. Einsatzbereitschaft des Regierungsbezirkes Köln seien tatkräftige Einheiten der Rheinbacher Feuerwehr zur Unterstützung der Kameraden in Düsseldorf und in Essen entsandt worden. „Wir machen das gerne, denn man weiß nie, ob nicht irgendwann einmal Rheinbach betroffen sein wird – und dann sind wir froh, wenn wir Hilfe von außen bekommen“, erklärte Kreuser.

Die Anzahl der Mitglieder sei ebenfalls zurückgegangen auf insgesamt 487 (Vorjahr 495), wovon 291 Aktive und 113 Jugendfeuerwehrleute sind. Dazu kommen 83 Mitglieder der Ehrenabteilung. Am Ende des Jahres hätten allerdings die Löschgruppen von Niederdrees und Queckenberg nicht über die vorgeschriebene Personalreserve von 26 Personen verfügt. Dafür seien tagsüber bei der Stadtverwaltung Rheinbach 31 Feuerwehrleute verfügbar, darunter auch zahlreiche Einsatzkräfte aus benachbarten Feuerwehren, die ihre Bereitschaft zur tatkräftigen Mithilfe in Rheinbach erklärten. Dadurch habe sich die Ausrückestärke während der Hauptarbeitszeit unter der Woche erheblich verbessert. Deshalb stehe zur schnellen Erkundung von Einsatzstellen auch jederzeit ein Feuerwehreinsatzfahrzeug am Rathaus bereit. Erfreulich sei es auch, dass die Rheinbacher Wehr derzeit über 147 Atemschutzgeräteträger verfüge, was die Vorschriften um 41,2 Prozent übertreffe.

Hervorragende Jugendarbeit in den Löschgruppen

Alles in allem leisteten die Kameraden 24.106 ehrenamtliche Stunden ab (Vorjahr 25.405), die Jugendfeuerwehr steuerte weitere 11.650 Stunden bei. Ohnehin werde in den Rheinbacher Löschgruppen eine hervorragende Jugendarbeit geleistet, welche den Weg für die spätere Übernahme in den aktiven Dienst ebene. Mittlerweile werde auch die Brandschutzerziehung in den Schulen und Kindergärten ausgebaut, im vergangenen Jahr seien 60 Stunden zum Thema Brandschutz unterrichtet worden.

Die Vertreter der Rheinbacher Kommunalpolitik hätten mit ihren Entscheidungen stets die Bedürfnisse der Feuerwehr im Auge gehabt und die Ausstattung um die notwendigen Dinge ergänzt. „Hierbei zeigt sich stets, dass die Feuerwehr ein hohes Ansehen genießt“, freute sich Kreuser. So sei im vergangenen Jahr der Kommandowagen für den A-Dienst neu angeschafft und mit den Baumaßnahmen in vier Feuerwehrgerätehäuser begonnen worden.

Neue Führungskräfte wurden ernannt

Ein halbes Dutzend neuer Führungskräfte wurde im Rahmen des Kameradschaftsabends ernannt und mit den notwendigen Ernennungsurkunden ausgezeichnet. Neuer Löschzugführer des Löschzuges II ist Edgar Kroymann, sein Stellvertreter ist jetzt Jörg Kirchhartz. Löschgruppenführer der Löschgruppe Rheinbach II ist jetzt Axel Sermann, sein Stellvertreter ist Sven Grebenstein. Zum neuen Löschgruppenführer in Neukirchen wurde Markus Nolden, zu seinem Stellvertreter Patrick Schopp ernannt, beide derzeit noch kommissarisch. Neuer Artenschutzgerätewart wurde schließlich Ralf Müller.

Weiter ging es mit Ehrungen. Für 50 Jahre Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr Rheinbach wurden Hubert Clemens (Rheinbach), Hans Kirchhartz (Queckenberg) und Heinrich Honert (Neukirchen) ausgezeichnet. Seit 35 Jahren dabei sind Volker Kiep (Rheinbach) und Frank Kutsch (Hilberath), und 25-jähriges Jubiläum feierten Andreas Harms (Rheinbach), Dirk Plaschka und Marco Koprivnjak (beide Neukirchen), Alexander Mandt und Stefan Minten (beide Ramershoven), Jürgen Prinz (Flerzheim) und Dirk Mertens (Wormersdorf). Nachdem dann auch noch eine ganze Reihe von Beförderungen gebührend gewürdigt worden waren, startete ein karnevalistisches Begleitprogramm, zu dem die Karnevalsgesellschaften der Glasmetropole ihre Beiträge leisteten.

Seit 25 Jahren sind diese Kameraden in der Rheinbacher Feuerwehr aktiv.
„Die Feuerwehr ist die günstigste Beruhigungspille“

Für 50 Jahre Mitgliedschaft in der Rheinbacher Feuerwehr wurden Hubert Clemens, Hans Kirchhartz und Heinrich Honert ausgezeichnet.

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