Allgemeine Berichte | 08.01.2019

Festlicher Jahresanfang in der Apollinariskirche

„Die Freude am Herrn ist meine Stärke!“

Klein Apollinarisfest am 19. und 20. Januar

Die Apollinariskirche.  Guido Zimmer

Remagen. Das Festhalten an Traditionen wird teilweise belächelt, gleichzeitig aber in der heutigen so schnelllebigen Welt wieder häufiger bewusst gesucht. Das Fest Klein Apollinaris schaut gemessen an der 900 jährigen Klostergeschichte auf eine relativ kurze, knapp 200-jährige Zeitspanne zurück. Es erinnert an die Rückkehr der Reliquie am 25. Januar 1826 nach Remagen aus dem Exil in Düsseldorf. In diese lange Tradition stellt sich auch die „Gemeinschaft der gekreuzigten und auferstandenen Liebe“, welche die Gläubigen zur Teilnahme an der Klein Apollinaris-Feier am 19. und 20. Januar einlädt. Wie immer steht das Thema der letztjährigen großen Apollinariswallfahrt noch einmal im Mittelpunkt: „Die Freude am Herrn ist meine Stärke!“

Das Festprogramm

Die Feierlichkeiten beginnen am Samstag, 19. Januar, um 17 Uhr mit dem Rosenkranzgebet, gleichzeitig besteht Gelegenheit zur Beichte. Um 18 Uhr schließt sich dann die Heilige Messe mit der Erhebung des Hauptes aus dem Sarkophag an. Wer möchte, kann den Segen mit dem heiligen Haupt nach der Heiligen Messe empfangen. Im Anschluss sind alle in das Kloster eingeladen, um dort den Tag ausklingen zu lassen. Am Sonntag, 20. Januar, wird das Festwochenende mit dem Rosenkranzgebet um 9.45 Uhr fortgesetzt. Daran schließt sich um 10.30 Uhr die Heilige Messe an. Ebenfalls besteht wieder die Möglichkeit, nach dem Gottesdienst den Segen mit dem Haupt des hl Apollinaris zu erhalten. Um 15 Uhr beginnt die Pilgerandacht mit anschließender Segnung. Das Kloster empfängt nach der Messe beziehungsweise der Pilgerandacht die Gläubigen gerne in ihren Räumen. Um 17.30 Uhr endet Klein Apollinaris, und das Haupt wird wieder in die Krypta zurückgebracht, wo es bis zum 20. Juli, dem Beginn der großen Apollinariswallfahrt, verbleibt.

Weitere Informationen

Diese und weitere Informationen kann man der Homepage unter www.apollinariskirche.de entnehmen. Das Kirchenjahr hat schon vor einigen Wochen neu begonnen, für viele Menschen fängt jedoch erst mit dem Monat Januar ein neuer Zeitabschnitt an. Klein Apollinaris bietet mit der religiösen Feier des Hauptaufsetzens die Möglichkeit, einen spirituellen Impuls für das Jahr 2019 mitzunehmen.

Eintrag in der Klosterchronik der Franziskaner am 25. Januar 1919:

Das Klein-Apollinarisfest fiel in diesem Jahr auf einen Samstag. Die feierliche Erhebung des Hauptes durch R. P. Guardian Bernward morgens 6 Uhr wohnte die Kommunität bei. Ihr schlossen sich der Kirchenchor und die Messdiener an. Stille hl. Messen wurden von 6 Uhr an (Singmesse) bis 8 Uhr incl. gelesen. Um 9 Uhr zelebrierte Herr Pfarrer Knopp von hier das feierliche Hochamt, Pater Bernadinus und Pater Hermannjoseph ministrierten, Pater Gisbert hielt die Festpredigt. Am Morgen war die Kirche gut besucht, auch gingen ziemlich viele Leute zur hl. Beichte und Kommunion.

Bei der Schlussandacht, nachmittags ½ 4 Uhr war die Beteiligung weniger stark als am Morgen. Nach der feierlichen Komplet, die Pater Guardian mit den beiden Ministri Pater Bernardinus und Pater Hermannjoseph abhielt wurde die Apollinarislitanai gebetet, der Segen mit dem hl. Haupt erteilt und dieses dann wieder in Prozession zur Krypta gebracht. Von den Anwesenden nochmals verehrt, wurde es in der Tumba verschlossen. Gott gebe, dass bei der nächsten Erhebung am Apollinarisfeste im Juli wieder Friede und Ruhe im Lande herrscht und die Gläubigen sich wieder zahlreich wie früher aus nah und fern zur Verehrung unseres Heiligen einfinden. Bemerkung: Seit Ende 1918 waren amerikanische Soldaten mit Pferden im Apollinariskloster einquartiert, die das Klosterleben beeinträchtigen.

Heilige Messe 2017.  Klostergemeinschaft

Heilige Messe 2017. Foto: Klostergemeinschaft

Krypta mit Sarkophag. Klostergemeinschaft

Krypta mit Sarkophag. Foto: Klostergemeinschaft

Die Apollinariskirche. Foto: Guido Zimmer

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