Pilgerwanderung der Matthiasbruderschaft Kobern-Gondorf
Die Freude war groß
Kobern-Gondorf.Die allgemeine Freude war groß, als nach zweijähriger coronabedingter Pause wiederum eine größere Gruppe zur traditionellen Pilgerwanderung nach Trier zum Grab des Apostels Matthias aufbrach. Auch wenn diesmal der gesamte Ablauf, wie Wegstrecke, Transport, Einkehr etwas anders ablief, fehlten nicht Begeisterung und Wille, an drei Tagen ca. 95 km zu bewältigen. Vermisst wurde jedoch allgemein die so gewohnte Beherbergung auf der Marienburg bei Bullay, die wegen anderweitiger Belegung kurzfristig wegfiel. Die Bahn brachte die Pilger dafür jeweils morgens zum Startplatz der Tagesetappe und abends zurück nach Kobern-Gondorf.
Nach einem Morgenimpuls im Pfarrheim in Kobern, gehalten von Dechant Scher, führte der Weg entlang der Mosel bis nach Cochem. Kaffeepause genossen wir auch diesmal wieder im Winzerhof Gietzen in Hatzenport, wo man ihnen seit Jahren Gastfreundschaft gewährt. Die Mittagspause schließt sich dann später jeweils in Treis an.
In Ürzig Bahnhof erfolgte der Start am zweiten Tag. Nach der Etappe über einen Teil des Moselsteiges, vorbei am Hochmoselübergang, zwischendurch immer wieder herrliche Ausblicke hinunter ins Moseltal oder hinauf über die Höhen des Hunsrücks und Eifel empfing uns Pilgerpater Albert in der Wallfahrtskirche in Klausen. Danach lagen noch ca. 5 km Wegstrecke vor den Pilgern zum Bahnhof in Salmtal.
Am dritten Tag begann die Tagesetappe am Bahnhof in Schweich. Der Pilgerweg bis Ehrang zwang uns mehrmals zu Umwegen: Schäden der Flutkatastrophe vom letzten Jahr waren noch allgegenwärtig. Dennoch erfreute die Gruppe die Mittagsrast im Pfarrzentrum. Reserven für den letzten Teil des Weges zur Matthiasbasilika in Trier wurden aktiviert.
Dort angekommen, empfing sie Pilgerpater Athanasius im Innenhof zum Einzug in die Basilika, ihr „Drei-Tagesziel“. Erfreulicherweise waren noch weitere Mitglieder der Bruderschaft angereist. Sie wollten miterleben, wie Neupilger in die Gemeinschaft aufgenommen wurden. Besondere Ehrung für 25 Jahre Pilgern nach Trier erging an drei Mitglieder, an ein Mitglied für zehn Jahre. Nach drei Tagen Fußweg, inzwischen in 30-jähriger Tradition der Bruderschaft, erlebte jeder Teilnehmer den Gottesdienst mit großer Dankbarkeit. Einhellige Meinung während der Heimfahrt: Ein besonderes Erlebnis, Wetter, Stimmung, Geselligkeit, alles bestens. Im nächsten Jahr, so Matthias will, sind sie wieder dabei.
