Allgemeine Berichte | 24.11.2017

Plattform P befasst sich mit aktuellen Themen rund um den Priesterdienst

Die Gemeinschaft stärken

Mindestens zweimal jährlich treffen sich die Priester bei einer Vollversammlung. Privat

Tier. Am Anfang stand die Erkenntnis: „Wir sind zu wenig vernetzt.“ Daran erinnert sich Clemens Kiefer gut. Kiefer ist Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Idar-Rhaunen-Bundenbach. Aus Unterstützungskursen für Priester, die das Bistum in den vergangenen Jahren angeboten hatte, sei die Idee für die „Plattform P“ – das „P“ steht für „Priester“ – entstanden. Im Sommer 2014 ist die Plattform gestartet. Kiefer gehört der Steuerungsgruppe an. Das erste und wichtigste Ziel sei, das Presbyterium, die Gemeinschaft der Priester, zu stärken. Von den knapp 300 Priestern im aktiven Dienst des Bistum sind etwa 120 Mitglieder der Plattform und damit bei den Versammlungen stimmberechtigt. Man habe sich bewusst an die Priester im aktiven Dienst gewandt, halte aber auch Kontakt zu den Ruheständlern. Dass auch viele jüngere Priester dabei sind, freut Clemens Grünebach, Pfarrer in Hermeskeil und ebenfalls Mitglied der Steuerungsgruppe „Wir sprechen hier über die Themen von heute und morgen.“ Dazu gehören natürlich auch die Synode und ihre Umsetzung. „Wir sind nicht nur gut gemischt nach Alter, sondern auch was unsere Einstellungen angeht. Da gibt es auch schon mal Diskussionen pro und contra Synodenumsetzung. Wir können offen reden“, betont Kiefer. Die Priester stehen untereinander über Mail in Kontakt, mindestens zweimal jährlich treffen sie sich zu einer Vollversammlung oder thematischen Veranstaltungen. Im November ist der Jesuit Pater Stefan Kiechle zu Gast und gibt im Geiste des Ignatius von Loyola Impulse für das Priestersein heute. Schon Ignatius habe zu seiner Zeit gefragt, was Seelsorge heiße und was die Menschen brauchten. Kiechle rät den Priestern, immer wieder die Gottesfrage zu stellen, damit die Menschen überhaupt darauf kommen, „Gott in allen Dingen zu suchen“, wie Ignatius sage. „Gebt Antwort auf die Frage nach eurer Hoffnung“ ermutigt er mit den Worten des Heiligen Petrus die Priester. „In seinem Vortrag hat Pater Kiechle angesprochen, was er bei den Priestern derzeit wahrnimmt: eine Verunsicherung, die theologisch, biografisch und auch pastoral ist“, resümiert Grünebach den Impuls. Davon ausgehend habe Kiechle Impulse und Hinweise entwickelt, wie ein Priester heute gut leben könne. Den Mitgliedern der Steuerungsgruppe – dazu gehören noch Thomas Darscheid (Neuwied), Peter Dörrenbächer (Bad Neuenahr-Ahrweiler), Engelbert Felten (Trier), Joachim Fey (Bendorf) und Jonas Weller (Trier) – ist es wichtig, über „Themen, die gerade ‚dran‘ sind“, zu sprechen. Außerdem versteht sich die Plattform ähnlich wie ein Berufsverband. „Wir wollen füreinander da sein. Wenn Mitbrüder Unterstützung brauchen, etwa bei Gesprächen mit der Bistumsleitung, können wir Begleitung anbieten“, sagt Kiefer. „Und wir stehen im Austausch mit den anderen pastoralen Berufsgruppen.“ Die Plattform P ist nicht zu verwechseln mit dem Priesterrat, der ein Beratungsgremium des Bischofs ist und dessen Vertreter aus dem Presbyterium gewählt werden. „Wir sind unabhängig vom Bischof – aber nicht in Opposition zu ihm!“ betont Kiefer. Bischof Ackermann sei über die Aktivitäten der Plattform informiert, erhalte alle Mails. „Einmal im Jahr gibt es einen Austausch mit ihm, dem Generalvikar und dem Priesterreferenten“, sagt Grünebach. Letztlich sei es ein gemeinsames Ringen, nur auf unterschiedlichen Ebenen, über das priesterliche Leben mit all seinen Facetten.

Pressemitteilung der BischöflichenPressetelle Trier

Mindestens zweimal jährlich treffen sich die Priester bei einer Vollversammlung. Foto: Privat

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