Gesprächskreis Ahrwein
Die Geschichte des Ahrweinbaues
Kreis Ahrweiler. Am Dienstag, 24. Oktober um 19 Uhr referieren der bekannte historische Geograph Dr. Jürgen Haffke und Paul Gieler in der Eventhalle der Dagernova Weinmanufaktur im zweiten Teil eines Vortrages über die Ahrweinbaugeschichte, die bis in die 1950er Jahre zurückführt und schildern den Ahrweinbau bis in die Gegenwart. Der beginnende Nachkriegstourismus war nur von kurzer Dauer. Bereits in den 1960er Jahren ging es dem Ahrweinbau schlecht. Die über 20 Winzergenossenschaften und eine Vielzahl von Weingütern machten sich gegenseitig Konkurrenz. Die Grundstückszersplitterung hatte sich in den letzten 100 Jahren noch verstärkt. Eine ökonomische Bearbeitung war einfach nicht mehr möglich. Widerstände gegen eine Flurbereinigung gingen vor allem von der älteren Generation aus. Letztlich gelang aber der Durchbruch. Berge wurden mit Bagger versetzt. Die Weinreben wurden nicht mehr am Einzelpfahl erzogen, sondern an modernen Drahtrahmen. Die Winzergenossenschaften schlossen sich durch Fusion zusammen. Die Gemeinsame Marktordnung der EU griff durch neue Weingesetze und Verordnungen tief in den Weinbau ein. Die Erkenntnis, mit der Natur zu arbeiten setzte sich durch. Ertrags- und Qualitätssteuerung waren zum Selbstverständnis der Winzer geworden. Letztlich führten die Gesamtheit der Maßnahmen und die hohe Leistung der Winzer zu einem heute national und international hochgeschätzten Ahrwein. Unter dem Thema „Ahrwein aktuell“ referieren im zweiten Teil des Abends zudem die Weinküfermeisterin Astrid Rickert und der Winzermeister Marc Linden. Die Einladung richtet sich an alle interessierten Winzer, Kunden und Gäste. Der Eintritt ist frei. Es empfiehlt sich aber, wegen des zu erwartenden Interesses frühzeitig zu erscheinen. Weitere Informationen erhalten Sie beim Ahrwein e.V., Hauptstraße 80, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Tel. (0 26 41) 9 17 10 oder unter der E-Mail Adresse: info@ahrwein.de.
