Allgemeine Berichte | 13.04.2016, 10:45 Uhr

Zweiter europaweiter Blitz-Marathon am Donnerstag, 21. April

Die Geschwindigkeit entscheidet über die Unfallfolgen

Verunglückte nach Unfällen mit überhöhter Geschwindigkeit im Blickpunkt

Die Geschwindigkeit entscheidet über die Unfallfolgen
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Bonn. Auch beim diesjährigen Blitz-Marathon ist die Reduzierung der Unfallopferzahlen in Nordrhein-Westfalen das erklärte Ziel der europaweiten Kampagne, denn überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit ist nach wie vor eine der häufigsten Unfallursachen. Die Bonner Polizei wurde im vergangenen Jahr zu 16.146 Verkehrsunfällen gerufen, dabei wurden 2.045 Personen leicht und 269 Personen schwer verletzt, zwölf Menschen kamen ums Leben. „Unabhängig von der Frage, wer den Verkehrsunfall verursacht hat, entscheidet die gefahrene Geschwindigkeit über die Unfallfolge“, so Alberto Coppola, der Leiter der Direktion Verkehr. In diesem Jahr wird der Blick der Kampagne speziell auf die Folgen für Menschen gerichtet sein, die Opfer solcher Unfälle mit überhöhter Geschwindigkeit geworden sind. Menschen, die alle im guten Glauben an die Verbindlichkeit von Verkehrsregeln, den gemeinsamen Verkehrsraum nutzten und verletzt, oder sogar getötet wurden. Und das kann jeden treffen - zur falschen Zeit am falschen Ort. „...nur ein paar km/h zu schnell und ich muss zahlen!“, das denkt sich vielleicht manch einer, der an einer der Kontrollstellen gemessen wird. Diese wenigen km/h können aber den Unterschied zwischen Leben und Tod oder der Schwere der Verletzung bedeuten - gerade auch für Fußgänger. Je höher die Geschwindigkeit, umso stärker die Wucht des Aufpralls. Bei 50 km/h überleben acht von zehn Fußgängern einen Verkehrsunfall - bei 65 km/h sterben acht von zehn Fußgängern. Und für manchen, der überlebt, ist danach nichts mehr, wie es war. Ein Augenblick, der Lebenspläne, Familien, Karrieren, Hobbies, einfach alles zerstören kann. „...aber ich bin sicher am Steuer, ich habe alles im Griff!“, auch solche Gedanken macht sich vielleicht ein anderer, der sich durch die Kontrollen bevormundet fühlt. Dort, wo man bei einer Fahrgeschwindigkeit von 30 km/h zum Stehen kommt, beginnt man bei Tempo 50 erst zu bremsen. Das ist kein Schicksal, das ist Physik. Das Ziel ist es, das Bewusstsein möglicher Folgen von Geschwindigkeitsverstößen für Unfallopfer zu schärfen; am 21. April wird die Polizei aus diesem Grund über einen solchen Unfall berichten, bei dem zwei Menschen schwer verletzt wurden.

Pressemitteilung der Polizei Bonn

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