Leserbrief zu den Glocken von Erpel
„Die Glocken gehören zu meinem Zuhause!“
Vielen Erpelern ist es bereits (negativ) aufgefallen: Nachts läuten unsere Kirchenglocken nicht mehr! Wie kann es bitte sein, dass man sich aktiv dafür entscheidet, in unmittelbare Nähe zu einer Kirche zu ziehen und dann gegen das Glockenläuten vorgeht?
Das kann ich nicht nur nicht verstehen, das will ich auch einfach nicht akzeptieren!
Vor ca. 30 Jahren bin ich selbst zugezogen. Und da war es für mich und meine Frau das Wichtigste, dass wir uns in das Dorfleben integrieren und nicht, dass wir es kaputt machen!
Ich weiß, besagte Person befindet sich dank des Landes-Immissionsschutzgesetzes im Recht; aber es ist doch unglaublich dieses Recht so auszuspielen. Die Glocken haben Jahrzehntelang geläutet und die Anwohner hat es gefreut! Zumal die Erpeler Kirche und ihre Glocken auch eine tolle geschichtliche Bedeutung für den Ort haben.
Ich bin einfach nur traurig, dass der Geschichte meiner selbst gewählten und geliebten Heimat der verdiente Respekt so verweigert wird.
Es bricht einem doch das Herz, wenn eine knapp 90 Jährige Bürgerin Klinken putzen gehen muss um Unterschriften zu sammeln, damit sie die Glocken wieder hören kann, die sie seit ihrer Kindheit begleiten. Herzlichen Dank an besagten Zugezogenen: So macht man sich Freunde!
Andreas Schwager, Erpel
