Allgemeine Berichte | 22.03.2019

36.000 Euro für die Müllkinder von Kairo

Die Hilfe wird weiterhin dringend benötigt

Verein unterstützt seit mehr als 20 Jahren koptische Ordensgemeinschaft

Schwester Maria, Generaloberin der Daughters of St. Mary und Leiterin des Salam Centers, erläutert Therese Schneider und Magdalena Mellinghoff (von rechts) die Baupläne.Foto: Heribert Frieling

Kairo/Neuwied. Vor mehr als 20 Jahren hat es im St. Elisabeth-Krankenhaus angefangen, und zwar als Projekt im Rahmen des Leitbildprozesses, der damals in der Marienhaus Unternehmensgruppe angestoßen worden war. In Neuwied gab es ein paar Mitarbeiter, die weit über den Tellerrand des eigenen Hauses hinaus schauten und die Müllkinder von Kairo in den Blick nahmen – die Menschen, große wie kleine, die in für Mitteleuropäer unvorstellbaren Verhältnissen buchstäblich im und vom Müll lebten. Aus diesem Projekt ging 2001 der gleichnamige Verein hervor, der seither die koptische Ordensgemeinschaft der Daughters of St. Mary finanziell unterstützt, die sich im Müllgebiet von Ezbet El Nakl (und das liegt wie die anderen sechs Müllgebiete mitten in der Stadt Kairo) um die medizinische Versorgung der Bevölkerung kümmert, im Salam Center zudem viel soziale Arbeit leistet und eine Schule betreibt, die einen ausgezeichneten Ruf genießt.

Bei ihrem Besuch im vergangenen Jahr waren die Mitglieder des Vereins beeindruckt, dass im Salam Center als Ersatz für das alte Ambulanzgebäude eine komplett neue Klinik entsteht, die modernsten Standards entsprechen soll. Da stellte sich der Vorsitzenden Therese Schneider, die gleichzeitig Oberin des Marienhaus Klinikums Bendorf-Neuwied-Waldbreitbach ist, und ihren Mitstreitern die Frage, ob der Verein seine Mission nicht erfüllt habe und ob die Daughters of St. Mary und die vielen Frauen und Männer, die für sie arbeiten und hervorragende Arbeit leisten, in Zukunft nicht auch ohne finanzielle Hilfe aus Neuwied auskommen könnten.

Das wollten die Neuwieder Anfang März auch mit Schwester Maria, der Leiterin des Salam Centers und Generaloberin der Ordensgemeinschaft der Daughters of St. Mary, diskutieren. Ließen sich bei ihrem Besuch im Salam Center allerdings überzeugen, dass ihre Hilfe weiterhin dringend benötigt wird. Denn das Gerippe des neuen Krankenhauses steht zwar, das Gebäude kann aber nicht fertiggestellt werden, weil den Schwestern schlicht das Geld fehlt. Etwa 16 Millionen Ägyptische Pfund (das sind rund 800.000 Euro) soll das nach den Berechnungen der Architekten kosten. Und die kann die koptische Ordensgemeinschaft aus eigenen Kräften nicht aufbringen. – Die 36.000 Euro, die die Vereinsmitglieder diesmal dabei hatten, sind ein erster Baustein dafür.

In dieser Klinik wird auch eine Krankenpflegeschule eingerichtet werden. Das liegt den Neuwiedern besonders am Herzen; denn diese Schule ist für eine qualitativ gute Patientenversorgung unverzichtbar und zugleich wichtig, weil sie jungen Menschen eine gute Ausbildung bietet und damit beste Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt eröffnet.

Wer den Verein Die Müllkinder von Kairo e.V. unterstützen möchte, kann dies tun mit einer Spende auf das Konto IBAN: DE57 5745 0120 0026 2122 58.

Schwester Maria, Generaloberin der Daughters of St. Mary und Leiterin des Salam Centers, erläutert Therese Schneider und Magdalena Mellinghoff (von rechts) die Baupläne.Foto: Heribert Frieling

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