Allgemeine Berichte | 07.09.2021

Kommunaler Kindergarten „Regenbogen“ in Antweiler

Die Hilfsbereitschaft für Kinder kennt keine Ortsgrenzen

Bürgerhaus in Wiesemscheid wurde zum Kindergarten

Die Kinder der Kindertagesstätte Regenbogen sind dankbar für die Hilfsbereitschaft. Foto: privat

Antweiler. Bereits am Tag der Katastrophe zeichnete sich ab, dass die Kindertagesstätte Regenbogen in Antweiler in der nächsten Zeit wohl nicht mehr die Zufluchtsstelle für die Kinder sein konnte, die sie zuvor war.

Vielmehr war es nun nötig, die Räumlichkeiten für jeden Hilfesuchenden offen zu halten und als zentrale Anlaufstelle für alle Menschen aufzubauen.

So diente sie unter anderem dem Roten Kreuz als Stützpunkt, um schnelle medizinische Hilfe leisten zu können oder als Lebensmittellager für alle Betroffenen.

Ein Kindergartenbetrieb inmitten der Notlage schien an dieser Stelle zunächst unmöglich.

Doch wohin sollten nun die Kinder? Auch sie waren unmittelbar betroffen und standen mit ihren Familien vor riesigen Herausforderungen, die es nun inmitten der ganzen Situation zu bewältigen galt. Sie benötigten dringend einen Ort, an dem sie unterkommen konnten, um das Geschehene erst einmal sacken lassen zu können.

Bereits am darauffolgenden Wochenende kam die Kindertagesstätte in Kontakt mit der Ortsgemeinde Wiesemscheid.

Ohne großes Zögern wurde direkt gehandelt und der Ortsbürgermeister von Wiesemscheid, Andreas Bauer, bot den Kindern und Erziehern der Kindertagesstätte in Antweiler das Bürgerhaus der Gemeinde als Unterkunft an.

Vielen helfenden Händen ist der schnelle Umzug zu verdanken und die Kinder hatten hier einen sicheren Hafen, um Abstand vom Erlebten nehmen zu können und die Möglichkeit einen einigermaßen „normalen Alltag“ zu erleben.

Sie wurden von jedem einzelnen herzlich in der Gemeinde aufgenommen und erhielten Hilfe, wo immer diese benötigt wurde.

Von großzügigen Materialspenden aus der ganzen Umgebung bis hin zu Umbaumaßnahmen durch die ansässige Schreinerei, die das Treppenhaus des Bürgerhauses umgehend für den Kleinkindbereich absicherte, wurde der Kita ein unfassbares Maß an Hilfsbereitschaft entgegengebracht.

Schnell füllte sich das Bürgerhaus mit Kindern, die hier wieder zusammen spielen, toben und lachen konnten. Etwas das besonders in dieser Zeit so wichtig für die Kinder war und auch immer noch ist. Nicht nur die Betreuung der Kinder der Kindertagesstätte Antweiler konnte auf diese Weise hier gesichert werden, sondern auch Kinder anderer Einrichtungen, wie der Kita Schuld oder Adenau, fanden hier eine Anlaufstelle.

Nach ein paar Wochen stabilisierte sich der Zustand in Antweiler etwas und die eigentlichen Räumlichkeiten der Kita wurden nicht mehr anderweitig benötigt.

Wieder einmal stand der Umzug der Einrichtung bevor, der dank vieler Helfer wieder sehr gut gelungen ist.

Alle Kinder sind froh, wieder gut in ihrem eigentlichen Kindergarten angekommen zu sein. An die Kindergartengruppe in Wiesemscheid denken sie jedoch noch öfter zurück und erzählen gerne davon.

Die Kinder der Kindertagesstätte Regenbogen sind dankbar für die Hilfsbereitschaft. Foto: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dienstleistungen
Image
Imageanzeige Dauerauftrag 07/2025
Titelanzeige
Blaulichtfest in Grafschaft-Ringen, 11. – 12.07.26
Blaulichtfest in Grafschaft-Ringen, 11. – 12.07.26
10 Jahre HSH Heizung Sanitär Herschbach in Bad Neuenahr-Ahrweiler
Anzeige Alles für die Schule
Empfohlene Artikel
In der Ahrhut war einiges los.  Fotos: DU
20

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Nicht nur aber ganz besonders zu den verschiedenen Jahreszeiten werden die Innenstädte von Bad Neuenahr und Ahrweiler bunt. Am vergangenen Wochenende war dies erneut beim verkaufsoffenen Aktionswochenende „Sommerbunt“ der Fall. Wie es für dieses von der Gewerbegemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler in enger Kooperation mit Stadt und Ahrtal-Tourismus veranstaltete Event längst...

Weiterlesen

Zum Abschlus bekam jeder ein kleines gehäkeltes „Wir“.
50

Rheinbrohl. Auch in der Kindertagesstätte CASA VIVIDA gibt es schon einmal Streit, Schimpfwörter und körperliche Auseinandersetzungen. Das hat die Mitarbeiterinnen motiviert, sich mit den Kindern intensiv mit den Themen Konfliktlösungen, Freundschaft, Zusammenhalt, gegenseitigem Respekt und der Stärkung des „Wir-Gefühls“ zu beschäftigen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
schmusen mit Pflegemama
1438

Mayen. Sultan kam bereits im Februar 2026 in unser Tierheim, nachdem er in Mendig umherstreunte und sich niemand für den stattlichen weißen Kater verantwortlich fühlte. Damals war Sultan unkastriert, nicht gekennzeichnet und hatte eine schlimme Augenentzündung, die auf seine nicht behandelten Rolllider zurückzuführen war.

Von Tierschutzverein Mayen U.U. e.V. Frau Sybill Limba aus Mayen

Weiterlesen

Die Ramersbacher Straße in Ahrweiler.  Foto: ROB
1341

Auch an weiteren Stellen wird intensiv an der Infrastruktur gearbeitet

07.07.: Wiederaufbau in Ahrweiler: Ramersbacher Straße wird für ein Jahr gesperrt

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Noch bis Ende Juli ist die Verbindung zwischen der St.-Pius-Straße und der Eifelstraße im Stadtteil Bachem vollständig für den Verkehr gesperrt. Dort werden derzeit die Anschlussarbeiten der neuen Bachemer Brücke an die angrenzenden Straßen durchgeführt. Gleichzeitig wird der Kreuzungsbereich umgestaltet, um die künftige Verkehrsführung zu verbessern und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Weiterlesen

Die Ahr in Bad Neuenahr am Morgen nach der Flut.  Foto: ROB
783

Fünf Jahre sind vergangen, seitdem in der Ahrflut 135 Menschen im Alter von 4 Monaten bis 97 Jahren ums Leben kamen. Über 700 Personen wurden verletzt. Gar nicht zu reden von den Schicksalen und Tragödien, die bis heute auf die Ahrflut zurückzuführen sind (z. B. Suizide, über die keiner berichtet).

Weiterlesen