Generalappell der Stadtsoldaten Rheinbach
Die „Höhner“ und das „Domhätzje“ gratulierten musikalisch zum 50-jährigen Bestehen des Kinder-Corps
In der vollbesetzten Stadthalle präsentierten die Stadtsoldaten Rheinbach ein großartiges Programm mit jeder Menge Tanz, Musik und Spaß - Uniformen wurden auf ihre Sessionstauglichkeit hin kontrolliert
Rheinbach.Mit einem sehenswerten Programm warteten die Stadtsoldaten Rheinbach bei ihrem Generalappell in der vollbesetzten Stadthalle auf. Galt es doch, das 50-jährige Bestehen des Kinder-Corps der Rheinbacher Stadtsoldaten zu feiern, das 1972 gegründet wurde. Höhepunkt des Abends war der Auftritt der Kölner Kultband „Die Höhner“, die in diesem Jahr ebenfalls ihren 50. Geburtstag feiern dürfen. Die ganze Bühne war voll, als die Nachwuchsjecken in der Uniform des Stadtsoldaten-Kinder-Corps Aufstellung genommen hatten. Der Vorstand hatte die karnevalslose Zeit genutzt, um aus einer überschaubaren Gruppe, die im Jahr 2019 aus lediglich acht Kindern bestand, trotz schwieriger Bedingungen ein prachtvolles Kinder-Corps auf die Beine zu stellen, das in der Region seinesgleichen sucht. Doch damit nicht genug, wurden im vergangenen Jahr alle Kinder des Kinder-Corps komplett mit den traditionellen Uniformen der Stadtsoldaten eingekleidet, wofür Kommandant Willi Hohn noch einmal den zahlreichen Sponsoren dankte. Sein Dank galt auch den Betreuern der Nachwuchstruppe, Biggi Tiedemann, Nicole Lieven, Sebastian Gröbel und Ingrid Lieven. Tanzlehrerin Marion Schurz hatte zudem den ersten gemeinsamen Gardetanz einstudiert, der an diesem Abend unter dem donnernden Applaus des Publikums präsentiert wurde.
Rheinbacher Kinderprinzenpaar präsentiert
Präsentiert wurde auch das neue Rheinbacher Kinderprinzenpaar Florian I. (Breuer) und Lina I. (Mertens), das erst am Nachmittag offiziell proklamiert worden war. Kinderprinz Florian I. (Breuer) ist zehn Jahre alt und wurde in Bonn geboren. Er geht in die vierte Klasse der Grundschule. In Kürze zieht er aber mit seiner Mutter und seinem Bruder Niklas nach Euskirchen-Kirchheim. Ebenso wie seine Mutter und sein Bruder ist Florian Mitglied bei den Rheinbacher Stadtsoldaten. Sein Hobby ist außerdem die Jugendfeuerwehr, und natürlich ist er Fan des ersten 1. FC Köln. Er tritt übrigens in die Fußstapfen seines Großvaters Rolf Wendel, der 1977 Prinz in Kirchheim war. Kinderprinzessin Lina I. (Mertens) ist elf Jahre alt und wurde in Euskirchen geboren. Sie lebt mit ihren Eltern und ihren Geschwistern Pia und Jonas in Odendorf und geht in die sechste Klasse des Städtischen Gymnasiums Rheinbach. Ebenso wie ihre Schwester und ihre Mutter Anja und Opa Erwin ist sie aktiv bei den Rheinbacher Stadtsoldaten und ihre Hobbys sind Ballett, sich mit Freunden zu treffen und der Garde Tanz bei den Stadtsoldaten. Begleitet werden die beiden in der Session von Biggi und Eric Tiedemann.
Wilfried Eichen hatte ganze Arbeit geleistet
Traditionell nahmen Oberzeugwartin Filiz Kilinç und Zeugwartin Tanja Feyder die Uniformen der Stadtsoldaten noch einmal kritisch in Augenschein und entschieden, ob sie der Belastung der kommenden Session gewachsen sind. Kommandant und Sitzungspräsident Willi Hohn war jedenfalls ob der tollen Leistungen seiner „Untergebenen“ hellauf begeistert. Zumal der zweite Vorsitzende und Garant des Vereins, Wilfried Eichen, wieder ein großartiges Programm zusammengestellt hatte. Mitten im Publikum stieg das „Domhätzje Nadine“ (Nadine Fiegen) auf Tische und Bänke und brachte so den Saal mit ihrem tollen Auftritt zum Kochen. In großartiger Manier wirbelte die Showtanzgruppe „High Energy“ über die Bühne, und das Tanzcorps Rot-Weiß Bechen begeisterte mit seiner Akrobatik. Die Gro-Rhei-Ka-Prinzengarde Rheinbach durfte natürlich nicht fehlen, und das Kölner Reitercorps „Jan von Werth“ sorgte für ein riesiges Getümmel auf der Bühne, als sie mit ihrem kompletten Corps in die Stadthalle einmarschierten. Die Band „Druckluft“ brachte das närrische Publikum auf die richtige Temperatur. Absoluter Höhepunkt des Abends war jedoch weit nach Mitternacht der Auftritt der Kölner Kultband „Die Höhner“ mit ihren karnevalistischen Evergreens „Ich bin ene Räuber“, „Viva Colonia“ oder „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ das Dach der Stadthalle abheben ließen. Und das, obwohl sie selbst in diesem Jahr ihr 50. Bühnenjubiläum feiern können.
JOST
„Domhätzje Nadine“ mischte sich unter das Publikum beim Generalappell der Stadtsoldaten Rheinbach.
