Stimmungsvolle Kappensitzung der Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß Spay 1953
Die Jecken kamen aus allen Ecken
Spay. Es war am 19. Januar 2018, als Ortsbürgermeister Peter Heil nach zähem Ringen, dann aber doch „freizügig“ die Schlüssel der Spayer Narrenschar überließ. Eine Woche später trafen sich die Närrinnen und Narren in der Schottelhalle zur „größten Party am Rhein“. Viele Gäste folgten der Einladung der Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß 1953, die folgendermaßen lautete: „Wir rufen alle Jecken, kommt aus euren Ecken, und feiert mit uns ganz groß und bunt - in der Halle geht’s dann richtig rund.“
Gespannt wartete die Narrenschar auf die Programmpunkte des Abends, der Elferrat ließ sie wissen: „Wartet nur ab, es wird heute Abend richtig schön.“ Zunächst gab es die erste Ehrung: Heike Neust unterstützt ihren Verein seit 25 Jahren - eine tolle Leistung. Dann zog das Spayer Prinzenpaar samt Gefolge ein und wurde stürmisch gefeiert. Bernd I. und Petra I. sind bereit für die schönste Jahreszeit, das ließen sie alle Närrinnen und Narren wissen. Das Ehepaar Weingart ist seit 33 Jahren verheiratet, familiär närrisch vorbelastet und seit mehr als zwei Jahrzehnten karnevalistisch tätig: „Deshalb haben wir gedacht, jetzt wird das Prinzenpaar gemacht.“ Daraus resultiert ihr Beiname „von der närrischen Sippe“. Beide sind bei der KG Boxelöfter Spay aktiv. Es ist in Spay eine Besonderheit, dass es einige Vereine doppelt gibt, da es früher zwei Ortsteile gab: Ober- und Niederspay. Auch wenn es seit vielen Jahren eine Gemeinde ist, diese Tradition blieb erhalten, und die Spayer haben doppelt so viele Vergnügen in der fünften Jahreszeit. Das Prinzenpaar wird abwechselnd von den Ober- und den Niederspayer Karnevalsvereinen gestellt.
Nachdem das Prinzenpaar „Bernd I. und Petra I. von der närrischen Sippe“ die Narrenschar mit dem Boxelöfter Narrengruß „Salem Aleikum“ begrüßt hatte, stellten sie sich ausführlich vor. Dann erklang das Prinzenlied, zu dem das Paar mit flotter Sohle über die Bühne tanzte. Ein weiterer Tanz folgte, Funkenmariechen Franziska Reinhold wirbelte atemberaubend schnell über die Bühne und präsentierte ihren Solotanz, der alle begeisterte.
Das tat auch die nachfolgende Formation, die von der Mosel an den Rhein gekommen war. Die „Red Jackets“ aus Dieblich sind immer eine Garantie für eine spezielle Performance mit Top-Musik. Ihr Auftritt hatte das Motto „Razzia“, für ihre tolle Leistung bekamen sie einen nicht enden wollenden Applaus. „Renovieren ist einfach“ versuchte die erste Büttenrednerin des Abends, Manuela Schenk, dem Publikum weiszumachen, mit dem Fazit, dass vieles schief gehen kann und Handwerker doch bessere Arbeit leisten. Auch wenn ihre „Arbeit“ nicht von Erfolg gekrönt war, die Lacher hatte sie auf ihrer Seite.
So wie die vielen nachfolgenden Büttenredner des Abends, die von der Bühne Stimmung machten. Einer von ihnen hatte einen besonderen Auftritt, der auf dem offiziellen Programmblatt nicht aufgeführt war. 20 Jahre lang begeisterte Norbert Kuczera aus Siebenborn mit seinen Büttenreden die Narrenschar. Jetzt verkündete er: „Dä Nobbi geht in Fastnachtsrent.“ Zum letzten Mal präsentierte er an diesem Abend seine humorvollen, witzigen Reden, viele sogar auswendig. Zum letzten Mal erhielt er den Applaus des Publikums und die Ehrung durch den Elferrat.
Bis zum Ende der Kappensitzung hatten die Gäste noch oft das Vergnügen, hübsche Mädchen und knackige Jungs bei ihren Tänzen zu bewundern, denn zum Programm gehörten die Funkengarde, die Tanzgruppe Celine aus Brey und das Funkenballett. Zwischendurch hielt noch die örtliche Prominenz Einzug, unter ihnen der Ortsbürgermeister und die Obermöhn Reinhilde I. Power Lady mit Herz. Weit nach Mitternacht endete die Kappensitzung der KG Rot-Weiß Spay 1953 in einem großen Finale. Nun sind die Spayer eingestimmt auf die schönste Jahreszeit, denn bis Aschermittwoch wird noch viel passieren.
EP
Die Funkengarde war eine der Tanzgruppen, die von der Narrenschar bewundert werden konnte.
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