Allgemeine Berichte | 21.06.2022

Kapelle St. Josef Walporzheim

Die Kapelle vor und nach der Flut

Anfang Juni 2021 war der Außenanstrich an der Kapelle fertig geworden. Die Vertreter des Kapellenverein und Dechant Jörg Meyrer freuten sich. Am 14/15 Juli 2021 kann dann die Flut und die Zerstörung.  Foto: privat

Walporzheim. Auf vielfachen Wunsch gibt der Vorsitzende des Freundeskreises der Kapelle St. Josef Walporzheim, Werner Schüller, den Sachstand in und um die Kapelle vor und nach der Flut bekannt.

Der Kapellenverein

Im Jahre 2017 wurde der Kapellenverein gegründet. Der Zweck des Vereins ist die Übernahme einer Patenschaft für die Kapelle St. Josef Walporzheim und damit verbunden die Förderung der Pflege, Unterhaltung und Betreuung des Gotteshauses sowie die Förderung und Durchführung von kirchlichen und kulturellen Veranstaltungen in und außerhalb der Kapelle und die Förderung der kirchlichen Gemeinschaft in Walporzheim. So steht es in der Satzung.

Somit hat sich der Verein zur Aufgabe gemacht Gottesdienste und Zusammenkünfte zu planen und durchzuführen, sowie für die Instandsetzung der Immobilie Kapelle zu sorgen.

Baumaßnahmen vor der Flut

Im Jahre 2019 stand die erste größere Baumaßnahme auf dem Plan des Kapellenvereines. Der Anstrich am Glockenturm der Kapelle war in die Jahre gekommen und musste erneuert werden. Dazu wurde ein Gerüst aufgebaut und die Malerarbeiten am Holz des Turms wurden durchgeführt. Eine weitere noch größere Maßnahme war der komplette Außenanstrich der Kapelle, sowie Ausbesserungen am Schieferdach und die Instandsetzung des Blitzableiters. Diese Arbeiten wurden im April und Mai 2021 mit einem Baugerüst durchgeführt. Ferner wurde in Eigenleistung die Sakristei innen gestrichen und ein großer Einbauschrank für Messdienerkleider, Priesterkleider usw. in Auftrag gegeben, welcher Ende Juni 2021 eingebaut wurde. Alle diese Maßnahmen wurden mit Geldmittel aus Mitgliederbeiträgen und Spenden finanziert.

Die Flut brachte Zerstörung

Dann kam die Flut am 14. /15. Juli 2021, die große Teile der Kapelle innen und außen zerstörte. Das Wasser stand im Innenraum der Kapelle ca. 2 m hoch. Aber es war nicht nur Wasser, mit dem Wasser war auch eine große Menge Schlamm gekommen. Der ganze Innenraum der Kapelle einschließlich Keller zeigte nach der Flut ein Bild der Zerstörung. Der Keller war geflutet und das dort gelagerte Material, sowie die Heizungsanlage und die dort gelagerte Weihnachtskrippe waren zerstört. Auf dem Boden der Kapelle und auch im Keller lag eine ca. 20 cm dicke Schlammschicht. Die Bänke waren von Schlamm sehr stark mitgenommen und verschmutzt. Der erst vor zwei Wochen aufgestellte Sakristei-Schrank im Wert von 4500 Euro war unbrauchbar geworden. Aber viel schlimmer war, dass alle Priesterkleider, Messdienerkleider, Kerzen usw. nicht mehr zu gebrauchen waren und entsorgt werden mussten. Die meisten Mitglieder des Vorstandes aus dem Kapellenverein, aber auch sonstige Mitglieder des Vereins, waren selbst von der Flut betroffen und konnten sich so am Anfang nicht um die Kapelle kümmern.

Fleißiger Helfer kamen aus ganz Deutschland

Aber es kamen bald fleißige Helfer, die sofort mit Hand anlegten, die unbrauchbaren Sachen aus der Kapelle räumten, den Boden und die Bänke sowie den Altar vom Schlamm befreiten. In Höhe des Wasserstandes wurde der Putz abgeschlagen und Trockengeräte aufgestellt. Die Bänke wurden abgeholt mit dem Versprechen diese zu säubern und wieder herzurichten, zu lagern und wenn die Kapelle wieder fertig, ist zurückzubringen. Einige Vorstandsmitglieder haben die wertvollen Figuren und den Kreuzweg gesichert, welche auch teilweise beschädigt waren. Auch hier konnte eine Firma gefunden werden welche die Figuren wieder instand setzt. Auch der Weihnachtskrippe hat sich ein Restaurator angenommen, der sie wieder instand setzen möchte. Des Weiteren musste der vorhandene Holzboden herausgerissen werden und ebenfalls der komplette Estrich, weil eine Fußbodenheizung geplant war. Wieder kamen freundliche Helfer, die kostenlos die Fußbodenheizung einbauten, sowie den Estrich verlegten. Die beiden Treppenstufen die sie über den ganzen Altarraum erstrecken wurden wegen der Barrierefreiheit entfernt. Dort muss jetzt noch die Fußbodenheizung und der Estrich verlegt werden. Danach soll der Aufbau eines neuen Altars folgen. Das meiste von den oben angeführten Arbeiten wurde für die Kapelle kostenlos durchgeführt.

Es gibt noch viel zu tun

Aber es stehen noch einige Gewerke an wozu noch Geldmittel benötigt werden. Als nächstes sollen aus Gründen des Denkmalschutzes die Wände mit Lehmputz verputzt werden. Dazu kommen noch Fliesenarbeiten und die komplette Elektroanlage sowie die Instandsetzung der Sakristei. Für die Sakristei müssen wieder ggf. Schränke für Priesterkleider, Messdiener usw. wieder angeschafft werden. Durch Feuchtigkeit und Schmutz hat die Orgel auch sehr stark gelitten. Hier ist eine Generalüberholung erforderlich, bevor sie wieder bespielbar ist. Zuletzt stehen dann die Ausmalung im Inneren und die Renovierung der Fassade auf dem Plan. Das wird sich aber noch weit in das Jahr 2023 hinziehen. Bei allen Arbeiten steht der Verein eng mit den Fachleuten vom Bistum Trier und den Koordinatoren der Pfarrei zusammen. Es ist nicht bekanntt, ob über den Wiederaufbaufont Gelder erstattet werden. Aber die noch anstehenden Arbeiten wird es nicht zum Nulltarif geben.

Auf Spenden angewiesen

Daher ist der Verein auch weiterhin auf Spenden angewiesen. Wenn der komplette Estrich einschließlich Altarraum fertig ist, sollen auch wieder provisorische Gottesdienste in der Kapelle stattfinden. Das könnte nach jetziger Planung etwa ab September/ Oktober 2022 sein. Der geschäftsführende Vorstand hatte sich die Zuständigkeit schon früh aufgeteilt. So sind für die Instandsetzung der Immobilie Kapelle der stellvertretende Vorsitzende Edgar Flohe und der Kassierer Harald Knieps federführend zuständig. Sie haben seit der Flut alle Arbeiten mit geplant und koordiniert, sowie auch Handwerker besorgt und auch mit selbst Hand angelegt. Für die künftigen Gottesdienste und Zusammenkünfte in und außerhalb der Kapelle sind der Vorsitzende Werner Schüller und die Schriftführerin Andrea Witt Kopf federführend zuständig. Ihr Ziel ist es die Gottesdienste so schnell wie möglich wieder auf den Stand vor der Flut zu bringen. Spendenkonto:

Kath. Kirchengemeinde St. Laurentius

Freundeskreis der Kapelle St. Josef Walporzheim

IBAN: DE30 5775 1310 0000 2724 68

Ein Bild nach der Zerstörung, das Wasser stand über zwei Meter im Innenraum des Gotteshauses

Ein Bild nach der Zerstörung, das Wasser stand über zwei Meter im Innenraum des Gotteshauses

Anfang Juni 2021 war der Außenanstrich an der Kapelle fertig geworden. Die Vertreter des Kapellenverein und Dechant Jörg Meyrer freuten sich. Am 14/15 Juli 2021 kann dann die Flut und die Zerstörung. Foto: privat

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