Eifelmuseum wurde um Abteilung „Eifelmaler“ ergänzt
Die Maler Fritz von Wille und Heinrich Thiel kommen ins Museum
Digitale Gemäldeausstellung geplant
Mayen. Neue Zugänge kann das Eifelmuseum freudig vermelden. In die Gemäldesammlung des Museums kamen nun Bilder der beiden “Eifelmaler„ Fritz von Wille und Heinrich Thiel.
Dank einer großzügigen Spende konnte ein Erwerb der Bilder durch den Geschichts- & Altertumsverein ermöglicht werden.
Kaum ein Museum in der Eifel kommt ohne sie aus: die „Eifel-Malerei“. Unter Eifelmaler versteht man heute Maler, die entweder ganz oder teilweise in der Eifel gelebt haben. Zu ihnen zählt man aber auch solche Künstler, die hierher kamen und Land und Leute mit dem Pinsel auf Leinwand festhielten. Die Eifelmalerei ist schon lange zu einem festen Genre geworden. Seit dem Jahr 2000 gibt es gar einen Förderverein „Maler der Eifel„“, der in Gemünd ein besonderes KunstForumEifel ins Leben rief. Seit 2016 bereitet eine “Forschungsgruppe Eifelmaler„ ein enzyklopädisches Werk vor, das schon jetzt über 1.500 Maler zählt.
Die Eifelmalerei zählt auch zu den Schwerpunkten der Sammlung am Eifelmuseum. Im Netzwerk der vielfältigen Aktivitäten in der Eifel richtet das Museum seine Tätigkeit auf Maler aus, die ihre Motive im Osten der Eifel gefunden haben.
Künstler wie Curtius Schulten, Alfred Holler, Johannes von Metzler, Theodor F. Funck, Georg Hesse und Emil van Hauth, sind mit ihrem Bild von der Eifel hier ebenso zu sehen, wie die Landschafts- und Burgansichten eines Fritz von Wille (1860-1941).
Er gilt als der Eifelmaler schlechthin. Wie kaum ein anderer hat er die Eifeler Kulturlandschaft gemalt. Nunmehr konnte für das Museum ein Bild erworben werden, das die schon lange untergegangene, einst aber charakteristische Heidelandschaft zeigt. Auch die schon beachtliche Sammlung des Mayener Malers Heinrich Thiel (1899-1993) konnte um ein weiteres Bild ergänzt werden: Ein großformatiges Gemälde der Genovevaburg in Abendstimmung nennt das Museum nun sein Eigen.
Die „neuen“ Bilder fügen sich hervorragend in die Sammlung ein. Dass ein Erwerb der Bilder überhaupt möglich wurde, verdankt der GAV wieder einmal der Unterstützung der Reichskronen Apotheke Dr. Schlags, die schon zum wiederholten Mal dem Eifelmuseum beim Aufbau seiner kunsthistorischen Sammlung finanziell unterstützt hat.
Nicht alles kann in aktuellen Ausstellungen gezeigt werden. Das Meiste befindet sich in Magazinen, wird dort pfleglich erhalten und wartet darauf, anlässlich besonderer Anlässe und Ausstellungen gezeigt zu werden.
Aber auch hinter den Kulissen bedürfen die Kunstobjekte der Pflege und Erschließung. Derzeit wird im Alten Arresthaus die Kunstsammlung komplett neu aufgenommen und restauriert. Mittelfristiges Ziel wird es sein, auch die derzeit nicht zugänglichen Werke auf geeigneten Plattformen und Portalen online zugänglich zu machen.
Angesichts der allenthalben riesigen Bestände in den Magazinen der Museen wird dem digitalen Museum zukünftig eine eigene Bedeutung zu kommen. Hierfür will sich das Eifelmuseum derzeit rüsten.
In seinem Bild einer Heide- und Waldlandschaft von 1929 hat Fritz von Wille einen für die Eifel damals typischen Landschaftsausschnitt mit dem Pinsel festgehalten.
