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Arp Museum Bahnhof Rolandseck blickt auf Arps Plastiken

„Die Natur ist eine versteinerte Zauberstadt“

Ausstellung auf der Patronatsetage rückt das Handwerkliche in der Kunst in den Fokus

12.06.2019 - 14:13

Remagen-Rolandseck. Immer wieder wandelt sich im Arp Museum Bahnhof Rolandseck die Patronatsetage, die dem Bildhauer Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp gewidmet ist. Derzeit konzentriert sie sich unter dem Motto „Die Natur ist eine versteinerte Zauberstadt“ auf Hans Arp als Pionier der organischen Abstraktion und auf seine plastischen Werke ab 1930. Sie leiteten mit ihrer organischen Formensprache eine neue Ära der Bildhauerei ein. Die erste geknetete Figur, von der nur noch ein Foto erhalten blieb, entstand 1929.

„Inspiriert durch die naturhaften Wachstumsprozesse schafft Arp Archetypen des Lebendigen – Sinnbilder einer kontinuierlichen Wandlung der Formen“, betont Kuratorin Astrid von Asten. Ungezählte Künstler haben die Schöpfungen der Natur abgebildet, was Arp fern stand. Er verehrte die Natur. Doch für ihn galt: „Wir wollen nicht die Natur nachahmen. Wir wollen nicht abbilden. Wir wollen bilden. Wir wollen bilden, wie die Pflanze ihre Frucht bildet, und nicht abbilden. Wir wollen unmittelbar und nicht mittelbar bilden.“ Seine Hervorbringungen sollten sich gleichsam von innen, aus einem eigenen Naturprinzip heraus entwickeln.


Arbeitsprozess im Fokus


Der neue Ausstellungsakzent gilt nicht dem künstlerischen Ansatz, sondern dem Arbeitsprozess mit seinen handwerklichen Abläufen. Im Kabinett wird der Versuch unternommen, Arps Werkstatt anschaulich zu machen, seine handwerklichen Methoden sowie verschiedene Werkstoffe und die Rezeptionsgeschichte seines Werks. Dokumentarische Fotografien führen in die Ateliers des Künstlers und halten die Atmosphäre in Arps Werkstätten fest. Ein Regal mit den Arpschen Formfindungen im Atelier von Meudon hat das Museum inszeniert, indem es ein veritables gefülltes Regal vor das vergrößerte Foto setzte. Gipsmodelle und Werkzeuge, Gussverfahren und Gussformen werden gezeigt. Gips ermöglichte dem Künstler einen freien und unmittelbaren schöpferischen Prozess, wie etliche Exponate mit Bearbeitungsspuren in der Ausstellung erkennen lassen. Er nutzte das Material für Modellarbeiten wie auch für eigenständige Kunstwerke. Eine Punktiermaschine machte die vielfache Vergrößerung der Plastiken durch festgelegte Punkte möglich. Hans Arp überließ diese Arbeiten, wie viele überhaupt, seinen Assistenten.

Wer das Arp Museum kurz nach seiner Eröffnung Ende September 2007 besuchte, dem begegnete im Tunnel ein riesiger Kürbis aus dem Garten von Hans Arp in Ronco dei Fiori in Locarno, auf dessen Grund heute die Fondazione Marguerite Arp beheimatet ist. In der aktuellen Ausstellung stößt der Gast auf den Gipsguss und die Gussform des Kürbisses. „So wurde augenzwinkernd und nicht ohne Selbstironie ein Relikt aus dem nicht mehr bestehenden Garten Arps unvergänglich gemacht“, verlautet das Arp Museum.


Eine Handschrift


Im vorderen Ausstellungsbereich der Arp-Etage fällt eine Besonderheit ins Auge. Es sind Sockel, die wie gemacht erscheinen für die organisch geformten Plastiken des Meisters. Mit ihnen gehen seine Gestaltungen aus Gips, Bronze, Holz, Marmor, Zement oder Kalkstein eine Symbiose ein. Das darf nicht verwundern, da Arp die Sockel selbst entworfen hat. Es gibt sie in zweierlei Ausführungen. Sie besitzen eine plane Stand- und Stellfläche. Ansonsten sind sie gerundet und haben geschwungener Einbuchtungen. Gerne hätte Museumsdirektor Oliver Kornhoff die Arpschen Sockel bereits in der Sockel-Ausstellung 2010 gezeigt, aber das Geld für das Nachgießen fehlte. Das Arp Museum hat sie nun mit freundlicher Unterstützung der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Arp Museums Bahnhof Rolandseck eigens anfertigen lassen und stellt sie in diesem Umfang erstmals aus. Insgesamt gibt es sechs von ihnen im Museum. Die Vorlagen dafür finden sich im Bestand des Vereins Stiftung Arp, und die Sockel wurden in Beton bei Noack gegossen. Auch die massiven Gussformen sind mitausgestellt.

Die Ausstellung wird im Arp Museum Rolandseck bis 5. Januar 2020 zu sehen sein: dienstags bis sonntags 11 bis 18 Uhr. HG

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Heiner Kuhlmann:
Ist der Vorname des Täters bekannt? Danke.
juergen mueller:
Herr Schupp,wie kommen Sie darauf,dass man gerade Sie in einen direkten Vergleich mit den "Dosen-Politikern" gestellt habe?Seien Sie doch einfach nur froh,dass Ihr Konterfei nicht auf einer Dose war.Das hätte die Berechtigung zu einer Anzeige sein können.Meine Oma hat immer gesagt:"Getroffene Hunde bellen".Ich an Ihrer Stelle hätte mir nicht entgehen lassen,den ersten Ball zu werfen - nicht auf den Mann mit dem Schnorres,denn der ist ja tot. Machen sie doch lieber ernsthafte Politik,als diese anderen zu empfehlen und schauen sich einmal "Verstehen Sie Spaß" an.
Antje Schulz:
Der Kommentar von K. Schmidt muß richtig gestellt werden. Die AfD hatte bei der Kreistagswahl nicht rund 350.000 Wähler, sondern rund 350.000 Stimmen. Jeder Wähler konnte bei Kreistagswahl bis zu 50 Stimmen vergeben. Im Bundesdurchschnitt liegt die AfD momentan bei etwa 13 Prozent. Da sind 7,4 Prozent für die AfD bei der Kreistagswahl Mayen-Koblenz nunmal weiter unter Schnitt. Das heißt, daß die Wähler im Landkreis Mayen-Koblenz mit der Arbeit der AfD nicht besonders zufrieden sind, jedenfalls weit weniger als im Bundesdurchschnitt. Und das liegt auch an der schlechten Arbeit von Uwe Junge.
K. Schmidt:
Das Argument, alle Wahlen in der Konstitution sind vorher abgesprochen, soll deshalb nicht ziehen, weil auch die meisten anderen Beschlüsse vorher abgesprochen und somit nur noch abzunicken sind? Und Junge soll man einfach nicht ernst zunehmen? Als Vorsitzender der drittstärksten Landtagsfraktion? Leute, genau so hält man dieses politische Krankheitssymptom am Leben, genau so wird man die Afd nicht wieder los. Bekämpft sie doch endlich mit vernünftiger Politik, nicht mit solch dilettantischen Quengeleien. Selbst die 350.000 Wähler bei der Kreistagswahl hat die AfD sich nicht selbst gewonnen, sondern die haben die anderen Parteien verloren. Warum versucht denn keiner, die zurück zu gewinnen? Das lässt sich so auf alle Ebenen übertragen. Man kann es nicht verstehen.
Antje Schulz:
Uwe Junge ist kein ernst zu nehmender Politiker.
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