Gelungene Alarmübung von Feuerwehr und DRK
Die Reichsburg Cochem in Flammen
Cochem. Bei Dunkelheit in roten Feuerschein gehüllt und mit dichten Rauchschwaden aus der Nebelkanone umgeben, präsentierte sich die städtische Reichsburg gegen 19 Uhr am Abend. Just zu diesem Zeitpunkt heulten dann auch die Sirenen in Cochem, Klotten und Bruttig-Fankel und alarmierten hier insgesamt 61 Einsatzkräfte der jeweiligen Feuerwehren zu einer gemeinsamen Großübung. Für eine geheime Planung dieser konzertierten Aktion, an der auch das DRK mit 20 Sanitätern und Führungskräften beteiligt war, hatten Cochems Wehrführer Günter Hammes, sein Stellvertreter Christof Lieder, sowie Wehrleiter Jörg Hirschen im Vorfeld verantwortlich gezeichnet. So waren neben allen Löschzügen der Cochemer Feuerwehr mitsamt ihrem Fuhrpark, auch diverse Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Klotten sowie der Floriansjünger aus Bruttig-Fankel-Beilstein vertreten. Deren gemeinsame Aufgabe war es zunächst, eine Löschwasserversorgung mit Entnahme aus der Mosel bis hin zur Reichsburg zu installieren. Dabei galt es eine Strecke von 600 m mit B-Schläuchen in eine Höhe von 80 m quer durch die Stadt zu verlegen, was den Einsatzkräften in knapp 40 Minuten gelang. Eine in der Oberstadt (Gymnasium) zwischengeschaltete Verstärkerpumpe stellte den Wasserzufluss bis zum HLF (Hilfeleistungsfahrzeug) als Verteiler auf der Burg sicher. Unter der Leitung und kritischen Betrachtung der siebenköpfigen FFW-Führungsstaffel der Verbandsgemeinde Cochem, zeigten die jeweils eingeteilten Einsatzkräfte das gewünschte Engagement, was laut Wehrführer Hammes letztlich zum erhofften Übungsziel führte. Selbst der Einsatz des großen Drehleiterfahrzeugs konnte als erfolgreich bezeichnet werden, obwohl die beengten Wege und Möglichkeiten innerhalb der Reichsburg für alle eingesetzten Großfahrzeuge und deren Fahrer doch eine echte Herausforderung darstellten. Auch der Einsatz der Atemschutzträger in den verqualmten Räumlichkeiten mit gleichzeitiger Bergung von verletzten Personen gelang, bevor diese zwecks Notfallversorgung den DRK-Profis übergeben wurden. Rund zwei Stunden dauerte der Großeinsatz von Feuerwehr und DRK, ehe Wehrleiter Günter Hammes ein durchaus positives Fazit ziehen konnte. „Natürlich treten bei solchen Übungen auch kleine Mängel auf, die es gilt in Zukunft abzustellen“, sagte Hammes und er fuhr fort: „Beim anschließenden gemeinsamen Meeting werden wir den gesamten Einsatzablauf noch einmal detailliert analysieren, um eventuelle Veränderungen bzw. zusätzliche Verbesserungen vorzunehmen. Verbandsbürgermeister Wolfgang Lambertz, der sich ebenso wie Stadtbürgermeister Walter Schmitz vor Ort ein Bild vom Einsatzgeschehen machte, sprach abschließend von einem Szenario, das für alle Beteiligten eine große und bisher, in dieser Form, nicht dagewesene Herausforderung bedeutete. Gleichzeitig zollte er seinen Respekt gegenüber allen, die die technisch wie körperlich hohen Anforderungen gemeistert hätten. „Wir wussten vorher, dass es aufgrund der besonderen Umstände keine einfache Übung werden würde, und nach Auswertung wird es wohl Anpassungen/Verbesserungen geben“, so Lambertz. TE
Im Anschluss erhielten die Verletzten durch die Sanitäter des DRK eine Erstversorgung vor Ort.
Auch das große Drehleiterfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Cochem kam erfolgreich in der Burg zum Einsatz.
Aus den verqualmten Räumen konnten durch schnelles Handeln alle Menschen zeitnah geborgen werden.
Großeinsatz auf der Burg.
