Allgemeine Berichte | 09.11.2021

Gelungene Alarmübung von Feuerwehr und DRK

Die Reichsburg Cochem in Flammen

In den historischen Gemäuern der Cochemer Reichsburg führten Feuerwehr und DRK eine gemeinsame Großübung durch.Fotos: TE

Cochem. Bei Dunkelheit in roten Feuerschein gehüllt und mit dichten Rauchschwaden aus der Nebelkanone umgeben, präsentierte sich die städtische Reichsburg gegen 19 Uhr am Abend. Just zu diesem Zeitpunkt heulten dann auch die Sirenen in Cochem, Klotten und Bruttig-Fankel und alarmierten hier insgesamt 61 Einsatzkräfte der jeweiligen Feuerwehren zu einer gemeinsamen Großübung. Für eine geheime Planung dieser konzertierten Aktion, an der auch das DRK mit 20 Sanitätern und Führungskräften beteiligt war, hatten Cochems Wehrführer Günter Hammes, sein Stellvertreter Christof Lieder, sowie Wehrleiter Jörg Hirschen im Vorfeld verantwortlich gezeichnet. So waren neben allen Löschzügen der Cochemer Feuerwehr mitsamt ihrem Fuhrpark, auch diverse Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Klotten sowie der Floriansjünger aus Bruttig-Fankel-Beilstein vertreten. Deren gemeinsame Aufgabe war es zunächst, eine Löschwasserversorgung mit Entnahme aus der Mosel bis hin zur Reichsburg zu installieren. Dabei galt es eine Strecke von 600 m mit B-Schläuchen in eine Höhe von 80 m quer durch die Stadt zu verlegen, was den Einsatzkräften in knapp 40 Minuten gelang. Eine in der Oberstadt (Gymnasium) zwischengeschaltete Verstärkerpumpe stellte den Wasserzufluss bis zum HLF (Hilfeleistungsfahrzeug) als Verteiler auf der Burg sicher. Unter der Leitung und kritischen Betrachtung der siebenköpfigen FFW-Führungsstaffel der Verbandsgemeinde Cochem, zeigten die jeweils eingeteilten Einsatzkräfte das gewünschte Engagement, was laut Wehrführer Hammes letztlich zum erhofften Übungsziel führte. Selbst der Einsatz des großen Drehleiterfahrzeugs konnte als erfolgreich bezeichnet werden, obwohl die beengten Wege und Möglichkeiten innerhalb der Reichsburg für alle eingesetzten Großfahrzeuge und deren Fahrer doch eine echte Herausforderung darstellten. Auch der Einsatz der Atemschutzträger in den verqualmten Räumlichkeiten mit gleichzeitiger Bergung von verletzten Personen gelang, bevor diese zwecks Notfallversorgung den DRK-Profis übergeben wurden. Rund zwei Stunden dauerte der Großeinsatz von Feuerwehr und DRK, ehe Wehrleiter Günter Hammes ein durchaus positives Fazit ziehen konnte. „Natürlich treten bei solchen Übungen auch kleine Mängel auf, die es gilt in Zukunft abzustellen“, sagte Hammes und er fuhr fort: „Beim anschließenden gemeinsamen Meeting werden wir den gesamten Einsatzablauf noch einmal detailliert analysieren, um eventuelle Veränderungen bzw. zusätzliche Verbesserungen vorzunehmen. Verbandsbürgermeister Wolfgang Lambertz, der sich ebenso wie Stadtbürgermeister Walter Schmitz vor Ort ein Bild vom Einsatzgeschehen machte, sprach abschließend von einem Szenario, das für alle Beteiligten eine große und bisher, in dieser Form, nicht dagewesene Herausforderung bedeutete. Gleichzeitig zollte er seinen Respekt gegenüber allen, die die technisch wie körperlich hohen Anforderungen gemeistert hätten. „Wir wussten vorher, dass es aufgrund der besonderen Umstände keine einfache Übung werden würde, und nach Auswertung wird es wohl Anpassungen/Verbesserungen geben“, so Lambertz. TE

Im Anschluss erhielten die Verletzten durch die Sanitäter des DRK eine Erstversorgung vor Ort.

Im Anschluss erhielten die Verletzten durch die Sanitäter des DRK eine Erstversorgung vor Ort.

Auch das große Drehleiterfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Cochem kam erfolgreich in der Burg zum Einsatz.

Auch das große Drehleiterfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Cochem kam erfolgreich in der Burg zum Einsatz.

Aus den verqualmten Räumen konnten durch schnelles Handeln alle Menschen zeitnah geborgen werden.

Aus den verqualmten Räumen konnten durch schnelles Handeln alle Menschen zeitnah geborgen werden.

Großeinsatz auf der Burg.

Großeinsatz auf der Burg.

In den historischen Gemäuern der Cochemer Reichsburg führten Feuerwehr und DRK eine gemeinsame Großübung durch.Fotos: TE

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
  • Andi-RLP: Hallo Herr oder Frau Bastian, Sie haben Recht, die Kommentarantwort von mir war falsch ausgedrückt. Das Wort "vertrauensvoll" steht natürlich im Bericht. Jedoch habe nicht ich den vertrauensvollen Abstimmungsprozess...
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Elke Zeise: Nur Schade das man als Nachbarin keine Information bekommt ob der Täter noch in U Haft ist oder wieder auf freiem Fuß ist. Habe Angst die Wohnung zu verlassen
Maifest in Dedenbach
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Sachbearbeiter/in (w/m/d)
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0253#
Empfohlene Artikel
Die Kreisverwaltung in Koblenz. Foto: ROB
142

Kreis MYK. Im Mai 2026 findet im Kreis Mayen-Koblenz die Bundeswehrübung „Gelber Merkur 2026“ unter der Leitung der Teilstreitkraft Cyber- und Informationsraum statt. Der Zeitraum dieser Übung erstreckt sich vom 8. bis 22. Mai, und die Aktivitäten sind nicht nur auf Standort- oder Truppenübungsplätze beschränkt. Die beteiligten Kräfte bewegen sich auch im öffentlichen Raum, was dazu führen kann, dass Schussgeräusche durch den Einsatz von Platzpatronen wahrnehmbar sind.

Weiterlesen

Symbolbild.  Foto: ROB
35

Remagen. Das Dienstgebiet der Polizeiinspektion Remagen umfasst die Städte Remagen und Sinzig sowie die Verbandsgemeinden Bad Breisig und größtenteils Brohltal. Auf einer Fläche von rund 200 Quadratkilometern werden mehr als 61.000 Einwohner betreut. Das Straßennetz beinhaltet neben innerörtlichen Verkehrsflächen etwa 60 Kilometer Bundesstraßen, über 100 Kilometer Landesstraßen sowie rund 60 Kilometer Kreisstraßen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Nadine Kreuser.  Foto: privat
49

In Ahrweiler gehört es fest dazu: das Maibaumstellen. Gemeinsam werden die großen geschmückten Bäume aufgerichtet – mit viel Vorbereitung, Muskelkraft und Gemeinschaftssinn. Gleichzeitig sieht man in diesen Tagen vor vielen Häusern kleinere Maibäume stehen. Sie werden meist ganz persönlich aufgestellt: als Zeichen der Zuneigung, der Verbundenheit oder einfach, um einem Menschen zu zeigen: Ich denke an dich.

Weiterlesen

Symbolbild.
43

Pkw touchiert Kind an einer Bushaltestelle

21.04.:Kind bei Unfall in Marienfels verletzt

Marienfels. Am Dienstag, dem 21. April 2026, kam es gegen 16:30 Uhr in der Römerstraße in Marienfels zu einem Verkehrsunfall an einer Bushaltestelle. Ein Kind wurde von einem vorbeifahrenden PKW leicht touchiert und erlitt dabei leichte Verletzungen.

Weiterlesen

Gesundheit im Blick
Kleinanzeigen
Heizölanzeige
Maifest in Gönnersdorf
Maifest in Gönnersdorf
Familienfest freiwillige Feuerwehr Ringen-Bölingen am 01.05.26
Stellenanzeige Kaufmännische/r Angestellte/r
Gesundheit im Blick
Gesundheit im Blick
Gesundheit im Blick // Anzeige Kinder
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Titelanzeige
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Pädagogische Fachkraft (w/m/d)
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0253#
Anzeige KW 17
100 Jahre Eifelverein Dernau