Allgemeine Berichte | 05.03.2018

Beginn der touristischen Saison in Bendorf

„Die Seidenstraße“ – auf den Spuren Marco Polo‘s

Fotografien von Axel Hausberg & Metallkunst von Friedhelm Pankowski

Die Ausstellung „Die Seidenstraße“ ist noch bis 15. April im Schloss Sayn zu bewundern. GM

Bendorf. In der vergangenen Woche begann in Bendorf die touristische Saison mit der Öffnung der Tourist-Info im Schloss Sayn und dem Start der Ausstellung „Die Seidenstraße“ mit Fotografien von Axel Hausberg und Metallarbeiten von Friedhelm Pankowski im Rheinischen Eisenkunstguss-Museum in Bendorf-Sayn.

Der Service der Tourist-Info umfasst Prospektbestellungen, Auskünfte oder Führungen, die Buchung von Hotels oder Ferienwohnungen, die Planung eines kompletten Ausflugsprogramms, Reservierung von Museumsveranstaltungen und vieles mehr. Zusätzlich können Eintrittskarten, Theaterkarten sowie Konzertkarten für einige Veranstaltungen erworben werden. Die Tourist-Info ist geöffnet von März bis September täglich 10 bis 18 Uhr.

Vom 28. Februar bis 15. April stellt der Architekturfotograf Axel Hausberg eine Vielzahl von Fotografien zu dem Thema „Die Seidenstraße – auf den Spuren Alexander des Großen und Marco Polo’s“ aus und vermittelt mit dieser Ausstellung einen kleinen Einblick in die Geschichte und Kultur der Seidenstraße, die mit ihrer Hochzeit in der Antike ab dem 2. Jahrhundert als Netz von Karawanenstraßen Mittelasien mit China verband. Seine vielen Reisen führten ihn auch immer wieder nach Tadschikistan und Usbekistan. „In keinem anderen Land hat sich so viel von ihrem Mythos erhalten wie in Usbekistan“ so Hausberg bei seiner Rede zur Ausstellungseröffnung. „Ich möchte mich zunächst bedanken bei der Stadt Bendorf, die im Rahmen Ihrer Möglichkeiten mehr Kunst und Kultur fördert, als es heutzutage bei Städten und Gemeinden üblich ist und namentlich bei Frau Friedhofen und ihren Mitarbeiter, die durch Ihren unermüdlichen Einsatz dieses Museum zu einer Kulturstätte machen! Ganz besonders möchte ich der Familie zu Sayn-Wittgenstein-Sayn danken, die durch ihren persönlichen Einsatz dieses schöne Schloss wiedererstehen ließen und erhalten. Architektur wie dieses Schloss sind Kunst und Kulturgüter, die uns Menschen am stärksten prägen und unser Leben beeinflussen“, so Hausberg weiter.

Im Südosten von Usbekistan fand man in der Teschik-Tasch-Höhle 70.000 Jahre alte Knochen die beweisen, dass hier einst Neandertaler lebten. Seitdem hat das Gebiet in Zentralasien viele Veränderungen erfahren, die Geschichtsbücher gefüllt und regt unsere Phantasie bis heute an. Die Perser beherrschten das Gebiet bis Alexander der Große im 4. Jahrhundert Persien eroberte. Der Islam ist seit dem 8. Jahrhundert durch Eroberungen und Austausch durch Handel die vorherrschende und geschichtsformende Religion. Samanieden, Mongolen und Chinesen herrschten über die Völker und hinterließen Spuren ihrer Kultur – auch in den Gesichtern der Menschen. So sind unter anderem Fotos einer Oasenstadt zu sehen, die schon Marco Polo im 13. Jahrhundert beschrieb; Moscheen und Medresen, die unter den Herrschern Tamerlan und Ulugh Beg gebaut wurden und auch die Russisch-Sowjetische Herrschaft überstanden haben. Das Samaniden-Mausoleum ist das älteste erhaltene Bauwerk Zentralasiens, das um 907 erbaut wurde und starken Einfluss auf die nachfolgende islamische Baukunst ausübte.

Die ausdrucksstarken Fotografien von Axel Hausberg zeigen einen kleinen Ausschnitt aus Baukultur und Alltag einer neuen-alten Region Zentralasiens.

Dazu präsentiert der im Alten Pfarrhaus in Grafschaft-Nierendorf lebende Metallkünstler Friedhelm Pankowski beeindruckende künstlerische Metallarbeiten, unter anderem in Treibtechnik ausgeführt, eine Technik, die auch in Zentralasien eine lange Tradition besitzt.

Die Ausstellung ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet.

Bild des Fotografen Axel Hausberg ‚Usbekistan SamarkantMoschee 1‘ daneben Metallarbeit ‚Falkenauge‘.

Bild des Fotografen Axel Hausberg ‚Usbekistan Samarkant Moschee 1‘ daneben Metallarbeit ‚Falkenauge‘.

Kornelia Laubach von der Tourist-Info im Schloss Sayn.

Kornelia Laubach von der Tourist-Info im Schloss Sayn.

Die Ausstellung „Die Seidenstraße“ ist noch bis 15. April im Schloss Sayn zu bewundern. Fotos: GM

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