Allgemeine Berichte | 21.06.2017

Fachoberschule Adenau besuchte die Schlachtfelder von Verdun

Die Sinnlosigkeit des Sterbens

Die Schülerinnen und Schüler vor dem Beinhaus von Douaumont in Verdun. privat

Adenau. Im Rahmen eines Projekts zur Friedenserziehung führte die Fachoberschule Adenau eine Exkursion zu den Schlachtfeldern des Ersten Weltkrieges nach Verdun durch. Als Erstes erfolgte die Besichtigung der Festung Douaumont. In den kalten und feuchten Gängen der Festung konnten die Schülerinnen und Schüler Eindrücke von den Lebensbedingungen der Soldaten vor 100 Jahren sammeln. Besonders beeindruckend waren die Gedenkstätte für 679 deutsche Soldaten, die am 8. Mai 1916 bei einer Explosion in der Festung umkamen und das Ehrenmal für 21 französische Soldaten, die bei einem Artillerietreffer in den Kasematten des Forts getötet wurden. Da diese Soldaten nicht geborgen werden konnten, liegen ihre sterblichen Überreste immer noch in den Mauern der Festung begraben. Anschließend stand ein Besuch im Memorial de Verdun auf dem Programm. Dieses neu eröffnete Museum versucht, einen Eindruck von den Kämpfen und dem sinnlosen Sterben vor Verdun zu vermitteln. Danach ging es durch das im Krieg zerstörte Dorf Fleury. Fleury ist eines von neun Dörfern, die völlig zerstört und auch nach dem Krieg nicht wieder aufgebaut wurden. Dort war aufgrund der Munitionsreste, des Giftgases und der vielen Toten der Boden so belastet, dass eine landwirtschaftliche Nutzung ausgeschlossen war. Auch wenn dort heute Bäume wachsen kann man immer noch die Spuren des Krieges wahrnehmen.

Das Beinhaus von Douaumont und der französische Soldatenfriedhof bildeten den Abschluss der Besichtigungen. Auf dem Soldatenfriedhof sind 15.000 französische Gefallene begraben. Im Beinhaus hat man in großen Kavernen Opfer beigesetzt, die aufgrund der andauernden Granateneinschläge nicht mehr zu identifizieren waren. Hier ruhen die sterblichen Überreste von rund 130.000 Deutschen und Franzosen, die während der Kämpfe um Verdun gefallen sind.

Im Gewölbe des Beinhauses sind die Namen von gefallenen französischen Soldaten auf Steinplatten eingraviert. Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich betroffen als sie entdeckten, dass viele der Opfer nur wenige Jahre älter als sie selbst gewesen sind. Mehrere Inschriften für bei den Kämpfen gefallene Brüder verstärkten diese Betroffenheit. Auf der Rückfahrt nach Adenau wurde dann die Bedeutung des Friedens für die heutige Generation thematisiert. Die Sinnlosigkeit des Sterbens bei Verdun machte die Teilnehmer der Exkursion sehr nachdenklich. Die Fachoberschule findet größte Anerkennung für die Kreissparkasse Ahrweiler und die Volksbank RheinAhrEifel für die finanzielle Unterstützung der Fahrt.

In dieser Gedenkstätte liegen etliche deutsche und französische Gefallene.

In dieser Gedenkstätte liegen etliche deutsche und französische Gefallene.

Die Schülerinnen und Schüler vor dem Beinhaus von Douaumont in Verdun. Foto: privat

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