Konzert auf der Freiluftbühne der Kulturwerkstatt Remagen
Die „Sixties United“ sind unbezahlbar
In „Ehren ergraute Musiker“ trotzen Corona und dem Regen
Remagen. „Juhu, wir können spielen“, schrieb Bea Tradt im Vorfeld des Konzertes der „Sixties United“ in facebook und auf ihrer Homepage. Die umtriebige Sängerin, Moderatorin, DJ-Künstlerin und Gründerin der Band vor mehr als zehn Jahren ist ein Bündel von Energie und der Motor des musikalischen Dutzends, dass sich auf der Freiluftbühne der Kulturwerkstatt den Frust über die „kulturlose Zeit“, wie Bea formulierte, von der Seele spielte. Die Bonnerin, Anfang der Siebziger als Sängerin bei den Ur-Sunny Skiesi, entwickelte vor mehr als zehn Jahren die Idee, eine Zeitreise durch die 60er und 70er Jahre zu veranstalten und die unvergesslichen Beat- und Rocksongs dieser Zeit zu reanimieren. Und so standen sie auch auf der Bühne an der „Kulturwerkstatt“, jeder Hippie hätte seine helle Freude gehabt – Stirnband und Batikhemden waren Pflicht. Und das von Nah und Fern angereiste Publikum, wie Vorsitzender Rolf Plewa formulierte, musste es leider auf den Stühlen halten als die begeisternden Hits der 60er und 70er Jahre bis über den Marktplatz schallten. Die altbekannten Beat- und Rockmusiker aus der Region rocken die Bühne und Günther Grothaus, der jeden Fan an Mick Jagger erinnert, verstieg sich vor ausverkauftem Haus mit seiner rauchigen Stimme bis auf die Stufen der alten Römermauer. Die Band scheint unbezahlbar, von daher spenden sie ihre Gage auch grundsätzlich für einen guten Zweck. Ob der Kinder- und Jugendhospizdienst Bonn sich bedanken konnte, oder jetzt die „Kulturwerkstatt“, die ja auch wie alle Vereine sich den veränderten finanziellen Bedingungen unterwerfen muss, Kultur und Künstler helfen sich eben auch gegenseitig. Und das Publikum half mit. Regenschirme mussten her, als Bea mit „The Beat Goes On“ das Konzert eröffnete. Janis Joplin wäre stolz auf diese Formation gewesen, die in dieser Besetzung kaum Zeit zum Proben gehabt hat, was aber „Roll over Beethoven“ von den Beatles keinen Abbruch tat. Klar, wollte das musikfreudige Publikum bei „The house oft he rising sun“ von den „Animals“ oder bei „Stand by me“ von Willy de Ville gerne mitsingen. Trotz Abstand – Corona – nur Summen ist erlaubt. „Der Spaß, mit dem jedes Bandmitglied bei der Sache ist und den wir mit jedem Titel auf das Publikum übertragen, ist mit keiner Gage bezahlbar,“ dieser Spruch von Bea bewies sich, und das Publikum forderte die Veranstalter auf, diese Band erneut nach Remagen zu holen. Rolf Plewa versprach, diesen Wunsch an den Verein „Lebendiger Marktplatz“ weiter zu tragen, der im nächsten Jahr sein 10-Jähriges feiert und für den die „Kulturwerkstatt“ in diesem August „vertretungsweise“ eingesprungen ist. Für das treue Bandpublikum endete das Konzert noch einmal mit einem Highlight: Drafi Deutschers „Marmor, Stein und Eisen bricht“ ließ Uli an den Drums noch einmal zu Hochform auflaufen und der Dank galt Bea am Mikrophon, Volkmar an der Gitarre, F.D. an der Gitarre, Rainer am Bass, Jürgen am Bass, Bernd an den Tasten, Kiki am Sax, Uli an den Drums, Rowi am Mikro, Günther am Mikro und Ralf am Mikrofon. Ebenso Nils Piel an der Technik, der an diesem Abend bei den Wetterbedingungen Blut und Wasser schwitzen musste. Plätze für „Coverstreet“ am 29. August auf der Freiluftbühne sind über die Homepage der „Kulturwerkstatt“ noch zu haben. Der kommende Samstag mit den Travestiekünstlern von Violets & Roses ist bereits ausverkauft. -ab-
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