Bischof besucht Meckenheim
Die Sternsinger- Brunnen in Indien
Meckenheim. Sie bringen jedes Jahr nicht nur den Segen in die Meckenheimer Häuser, sondern sorgen auch für Brunnenbohrungen im fernen Indien: die Sternsinger. Für diesen selbstlosen Einsatz erhalten sie, aber auch die Spender, eine besondere Anerkennung. Bischof Ephrem von der Diözese Chanda im tiefsten Indien möchte sich in der Heiligen Messe am 12. Juni, 9.30 Uhr, in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer und in einer sich anschließenden Begegnung für die großzügige Hilfe bedanken. Dazu sind insbesondere alle Sternsinger, Begleiter und Ehemalige eingeladen.
Als vor 26 Jahren der indische Pater James Kuriserry, der mehrere Jahre in Meckenheim als Kaplan tätig war, wieder in sein Heimatland zurückkehrte, wurde ihm der Erlös der alljährlichen Sternsinger-Sammlungen für seine dortige Arbeit zugesichert. Das war eine Sternstunde! Weder Pater James noch die Meckenheimer Gemeinde haben damals geahnt, wie großzügig die Spenden und wie umfangreich die damit finanzierten Hilfsprojekte einmal sein würden. Besonders in diesem Jahr, wo weite Teile Indiens von einer Hitzewelle und lebensbedrohender Wasserknappheit betroffen sind, zeigt sich, wie wichtig die im Auftrag von Pater James gebohrten tiefen Brunnen in einem Slum, und in dessen dörflicher Umgebung geworden sind. Hauptprojekt von Pater James ist immer noch die Förderung der in vielen Kasten benachteiligten Mädchen, also schulische Förderung, medizinische Hilfen, jährliches Einkleiden von mehr als 80 Schützlingen und so manche individuell abgestimmte Unterstützung. In diesen Tagen werden das 99. und das 100. Einfachhaus von Familien bezogen, die zuvor in primitiven Laubhütten gehaust haben, wo sie Wind und Wetter, Gluthitze und Monsunregen ausgesetzt waren und stets eine Bedrohung durch wilde Großtiere bestand. Auch diese absolut wetterfesten Häuser wurden von den Sternsinger-Spenden mitfinanziert.
