SFG Wershofen e.V. - Erste Runde der Segelflugliga
Die Thermik ruft
Bis Anfang September über insgesamt 19 Wochenend-Runden
Adenau. Nachdem auf den Flugplätzen Bad Neuenahr, Wershofen und der Breisiger Mönchsheide bereits an Ostern der Segelflugbetrieb eher zaghaft begann, starteten die AW-Flieger nun zur ersten Runde der Segelflugliga bei sommerlichem Wetter so richtig in die Flugsaison.
Bei den Wershofener Eifeladlern war es vor allem Fluglehrer Martin van der Mühlen, der die Punkte holte. Er fliegt in dieser Saison die ASH 25 EB28, einen Riesenvogel mit einer Flügelspannweite von 28 Metern. Mit Copilot Tom Hoffmann erreichte er bei einem Flug über 573 Kilometer durch Eifel und Ardennen eine Liga-Geschwindigkeit von 103 km/h.
Auch Vereinskamerad Gerhard Krautwig war flott unterwegs. Er kam in einem Flug quer durch Belgien mit seiner DG-808C/18m im Schnitt auf rund 90 Stundenkilometer. Norbert Mülligann als dritter im Bunde steuerte mit der DG-300 des Vereins 49 km/h bei. Die Segelfluggruppe Wershofen landete damit in der Auftaktrunde der Segelflugliga auf dem siebten Platz in der Landesliga Rheinland-Pfalz.
Auch in der Kreisstadt wurde intensiv geflogen: Peter Metzen (Ventus 2cT/18m) erzielte mit einem Flug ins Saarland einen Liga-Schnitt von 88 km/h, Thomas Marr (DG-600/18m) 66 Stundenkilometer und Ulrich Werner als dritter Starter des Luftsportvereins Bad Neuenahr auf Standard-Cirrus 48 km/h. Die Ahrtalsegler kamen damit auf den neunten Platz und liegen somit in der Landeswertung im Mittelfeld der insgesamt 18 Vereine, die in der ersten Liga-Runde Wertungsflüge absolvierten. Der Luftsportverein Mönchsheide Bad Breisig/Andernach ging mangels wertbarer Flüge an diesem Wochenende leider leer aus und blieb ohne Punkte.
Die Segelflugliga wird bis Anfang September über insgesamt 19 Wochenend-Runden ausgetragen. Alle drei Segelflugvereine im Kreis Ahrweiler starten in der Landesliga Rheinland-Pfalz. Außerdem erfolgt eine Wertung in der bundesweiten Quali-Liga, deren Top 7 am Ende der Saison in die 2. Bundesliga aufsteigen. Pro Runde kommen jeweils die drei Piloten eines Vereins zur Wertung, bei deren Flug über ein Zeitfenster von 150 Minuten die größte Strecke zurückgelegt und somit die höchste Schnittgeschwindigkeit erzielt wurde.
Der Verein mit der in Summe höchsten Schnittgeschwindigkeit wird mit 12 Punkten belohnt, die folgenden Platzierungen erhalten ähnlich der Formel 1 jeweils einen Zähler weniger, zumindest aber einen Trostpunkt, sofern sie einen wertbaren Flug vorweisen können. Erreicht ein Pilot seinen Startplatz nicht mehr oder benutzt ein Triebwerk zur Heimkehr, führt dies unweigerlich zu einem ungültigen Flug.
Die Neuenahrer Piloten standen bereits mehrfach kurz vor einem Aufstieg, scheiterten dann aber knapp.
Die folgenden viereinhalb Monate werden zeigen, ob dies den AW-Fliegern nun endlich gelingen wird.
