Wasserprojekt mit U3-Kindern der Kita „Schillerstraße“
Die Welt und ihre Phänomene kennenlernen
Mülheim-Kärlich. Ein Projekt mit Kindern im Alter von ein bis drei Jahren über einen längeren Zeitraum zu verfolgen, scheint schwierig, ist aber möglich. Bei U3-Kindern erlebt man oft ein großes Interesse an Wasser, sei es beim Händewaschen, beim Trinken oder beim Spazierengehen, wo jede Pfütze für die Kinder ein Highlight ist. Aus diesem Grund entwickelte eine Berufspraktikantin, die sich im letzten Jahr ihrer Ausbildung zur Erzieherin befindet, gemeinsam mit den U3-Kindern der Kita „Schillerstraße“ ein Wasserprojekt.
Im Rahmen dessen wurden zunächst verschiedene, den Kindern vertraute Materialien in Berührung mit Wasser gebracht, bevor entschieden wurde, welche dieser Materialien genauer im Projekt erforscht werden sollten. Es wurde zum Beispiel untersucht, was mit Sand passiert, wenn dieser nass wird und wie sich der nasse Sand in den Händen anfühlt. Darüber hinaus färbten die Kinder gemeinsam mit der Berufspraktikantin Wasser bunt ein oder erforschten gemeinsam mit ihr die Pfützen. Kinder lieben genau diese Dinge, von denen Erwachsene viel zu oft sagen: „Nun lass aber die Matscherei sein!“ Aber warum? Dies liegt nicht nur daran, dass es den Kindern Spaß macht, sondern sie lernen durch solche Erfahrungen sehr viel über sich selbst und ihre Welt kennen. Wenn die Kinder mit Sand und Wasser „matschen“, wird ihre Feinmotorik gefördert und es wird greifen, kneten und formen geübt. Beim Springen in einer Pfütze sammeln die Kinder Erfahrungen darüber, wie hoch der Wasserstand in der Pfütze sein kann oder wie weit das Wasser spritzen kann. Hier werden so erste Naturphänomene von den Kindern erforscht und wertvolle Körper- und Sinneserfahrungen gesammelt. Die Eltern der Kinder wurden in dieser Zeit durch regelmäßige Aushänge stets über das Wasserprojekt informiert, welches alles in allem eine tolle Erfahrung sowohl für die Kinder als auch für die betreuende Berufspraktikantin war.
