Allgemeine Berichte | 22.01.2018

BLICK aktuell präsentiert: 5. westerwälder mundART a capella-Festival

Die „cannibalischen“ Sänger und Friends geben großes a-cappella-Konzert

Kartenvorverkauf für das 5. Westerwälder Mundart-A-capella-Festival im Bürgerhaus von Wirges hat begonnen

Die 18 stimmgewaltigen Gesangsvirtuosen von „cannibale vocale“ freuen sich schon auf das Konzert mit „Friends“ am 10. März in Wirges. KER

Wirges. Thilo Daubach ist der Vorsitzende der Gesangsformation „cannibale vocale“. „Cannibale vocale“ ist seit 28 Jahren erfolgreich. Nun steht den 18 Vocalisten ein großes Ereignis bevor: Am 10. März organisieren sie das fünfte westerwälder Mundart A-Cappella-Festival. Im Bürgerhaus von Wirges sind alle Chorgattungen eingeladen, die für so ein Festival benötigt werden, sagt Frontman Thilo Daubach.

Angekündigt haben sich: You’N‘joy aus Lindenholzhausen, Dacapella aus Köln sowie zwei Chöre vom Musikgymnasium Montabaur, nämlich der preisgekrönte Mädchenchor „lafilia“ und die Gruppe „EXTRAChord“ – und natürlich der Gastgeber „cannibale vocale“.

Die „cannibalischen“ Sänger aus dem Westerwaldkreis sind seit 28 Jahren singend unterwegs, sagt ihr Vorsitzender. Das Festival veranstalten sie alle drei Jahre. Daubach: „Es soll ein musikalischer Anziehungspunkt sein und immer attraktiv für den Besucher bleiben. Deshalb findet es nur alle drei Jahre statt, da bleibt das Interesse groß.“ Das Festival findet an verschiedenen Orten statt, in Wirges zum ersten Mal; mehrmals schon in Heiligenroth, aber dort reicht der Platz nicht mehr aus. Benötigt werden große Veranstaltungsräumlichkeiten, denn mittlerweile werden regelmäßig bis zu 1.000 Besucher erwartet.

Harte Arbeit und eine ordentliche Prise Humor

Der Erfolg von „cannibale vocale“ als unterhaltsamer Gesangsgruppe ist kein Zufall, sondern Ergebnis konsequenter und ernsthafter Arbeit. Geprobt wird einmal wöchentlich zwei Stunden lang. Auch Slapstick-Einlagen wollen systematisch geprobt sein. Daubach weiter: „So richtig gut kommen wir an mit anspruchsvollem Gesang und dann zum Ende hin, wenn wir ein bisschen Klamauk machen! Dann ist der Text auch lustig und die Leute haben was zum Lachen. Aber unser Schwerpunkt liegt natürlich immer noch auf dem Singen und dem niveauvollen Gesang, dass die Harmonien und der Chorklang stimmen.“

Bis zu eineinhalb Stunden können „cannibale vocale“ ein Programm gestalten. Zehn bis zwölf Auftritte im Jahr sind keine Seltenheit. Es hat auch schon einige Konzertreisen gegeben, nach Prag, Wien, England und Frankreich. Auf Festivals und in großen Hotels sind die Westerwälder schon aufgetreten. Auch auf eine Teilnahme am Landeschorwettbewerb können die Männer stolz sein.

Aus einem Fastnachtsspaß wurde eine Institution

Die Gründung vor 28 Jahren hat mit der Fastnacht zu tun. Angefangen hat alles in Horbach. Da hatten ein paar junge Leute vom Männergesangverein beschlossen, auf der Karnevalsveranstaltung zu singen. Das kam so gut an, dass ein Weitermachen selbstverständlich war. Noch heute singen zwei Gründungsmitglieder bei „cannibale vocale“ mit. Viele, die dabei sind, singen auch noch in ihren heimischen Gesangvereinen oder im Kirchenchor. Die a-cappella-Gruppe ist quasi das Sahnehäubchen obendrauf.

Musikalisch gesehen hat der Chorleiter Fraser Gartshore seit zwei Jahren das Zepter in der Hand und motiviert die Truppe zu gesanglichen Höchstleistungen. Der Name „cannibale vocale“ geht zurück auf den von Goethe geschriebenen Klassiker „Faust“ und einen Ausspruch dort in Auerbachs Keller, der da heißt: „Uns ist ganz kannibalisch wohl, als wie fünfhundert Säuen.“ Er soll ein scherzhafter rhetorischer Seitenhieb sein auf die pseudoakademische lateinische Namensgebung vieler kleiner Ensembles in der Gesangswelt, aber gleichzeitig das Selbstverständnis der singenden Westerwälder ausdrücken, die sich in der Gruppe nämlich auch „kannibalisch“ wohl fühlen. Die Stimmen von „cannibale vocale“ sind: Thilo Daubach, Holger Bast, Christoph Ludwig und Guido Schneider (1. Tenor); Olaf Klein, Sascha Wagenbach, Michael Müller und Andreas Görg (2. Tenor); Dieter Müller, Uli Merl, Timothy J. Boulton und Stefan Kossak (1. Bass); Timo Krämer, Sebastian Schäfer, Gerd Dornoff und Carsten Ludwig (2. Bass).

Zum Repertoire gehören Stücke der bundesweit bis international bekannten A-Capella-Gruppen Maybebob und Wise Guys, genau wie diese mit „ein bisschen Comedy dazu“, sagt Thilo Daubach bescheiden. Fügt aber hinzu: „Das ist schon sehenswert!“ Das finden die vielen tausend Fans der Westerwälder Truppe auch.

Der Kartenvorverkauf für den 10. März läuft bereits

Einmal im Jahr lädt „cannibale vocale“ zu einem großen Benefizkonzert ein. Die komplette Gage wird gespendet für einen guten Zweck, bedürftige Kinder oder notleidende Familien. Die Eintrittskarten zum „5. westerwälder mundART a capella-Festival“ am 10. März ab 19.30 Uhr im Bürgerhaus von Wirges sind ab sofort erhältlich, entweder online auf der Homepage der Gruppe www.cannibale-vocale.de, oder bei folgenden Vorverkaufsstellen: Buchhandlung Reuffel, Touristikbüro Rathaus (beide Montabaur), Salon Ute in Holler, Buchhandlung „mein Buchhaus“ in Wirges sowie bei allen aktiven Sängern von „cannibale vocale“.

Die 18 stimmgewaltigen Gesangsvirtuosen von „cannibale vocale“ freuen sich schon auf das Konzert mit „Friends“ am 10. März in Wirges. Foto: KER

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