Allgemeine Berichte | 07.01.2026

Was tun, wenn die Bankkarte plötzlich nicht mehr zu finden ist?

Die drei wichtigsten Schritte nach dem Diebstahl einer Bankkarte

Symbolbild. Foto:pixabay.com

Ein Diebstahl kommt meist unerwartet und sorgt schnell für Stress und Unsicherheit. Er bedeutet nicht nur den Verlust persönlicher Gegenstände, sondern birgt auch finanzielle und digitale Risiken. In solchen Momenten fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Darauf kommt es jetzt an:

1. Schäden schnell stoppen

Nach einem Diebstahl zählt jede Minute. Zahlungskarten, Onlinebanking-Zugänge und die SIM-Karte sollten umgehend gesperrt werden, um Missbrauch zu verhindern und persönliche Daten zu schützen. Der Sperr-Notruf 116 116 ist dafür eine zentrale Anlaufstelle. In manchen Fällen ist zusätzlich die direkte Kontaktaufnahme mit dem Kreditinstitut oder dem Mobilfunkanbieter erforderlich. Außerdem empfiehlt es sich, wichtige Passwörter umgehend zu ändern, etwa für E-Mail-Konten oder soziale Netzwerke.

2. Diebstahl offiziell melden

Eine polizeiliche Anzeige ist Voraussetzung für viele Versicherungsansprüche und schützt gleichzeitig vor Identitätsmissbrauch durch gestohlene Ausweise. Betroffene sollten den Diebstahl bei der Polizei anzeigen, entweder online oder vor Ort. Der Verlust von Pass oder Personalausweis ist zudem der zuständigen Behörde zu melden, im Ausland dem deutschen Konsulat. Die eID-Funktion des Personalausweises lässt sich ebenfalls über den Sperr-Notruf 116 116 sperren.

3. Ersatz beschaffen und Alltag sichern

Neue Zahlungskarten, SIM-Karten und Identitätsdokumente stellen die Handlungsfähigkeit im Alltag wieder her. Ersatz für Karten wird über das jeweilige Kreditinstitut beantragt, eine neue SIM-Karte sowie gegebenenfalls ein Ersatzgerät über den Mobilfunkanbieter. Neue Ausweispapiere stellt das Bürgeramt aus, im Ausland übernimmt dies die deutsche Botschaft. Bei Zeitdruck kann auch ein vorläufiges Dokument beantragt werden.

Gut zu wissen: Für spätere Nachweise empfiehlt es sich, alle Vorgangsnummern, Belege und den gesamten Schriftverkehr sorgfältig aufzubewahren.

Tipps zum richtigen Umgang mit Karte und PIN hat die EURO Kartensysteme GmbH in Zusammenarbeit mit der Deutschen Kreditwirtschaft im Internetportal www.kartensicherheit.de zusammengestellt. Dort finden Verbraucherinnen und Verbraucher zahlreiche Informationen zu bargeldlosen Zahlungsmitteln sowie einen SOS-Infopass mit den wichtigsten Sperrnummern für den Notfall als Download. Pressemitteilung kartensicherheit.de

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