Allgemeine Berichte | 13.08.2018

Apollinariskirche in Remagen verehrt die Kopfreliquie des ersten Bischofs von Ravenna

Die größte Pilgergruppe

Urmitz/Rhein Kolpingsfamilie aus den Rheindörfern besuchte Wallfahrtskirche

Die größte Besuchergruppe: Kolpinger aus den Rheindörfern und Mülheim. Oswald Senner

Region. Die katholische Gemeinschaft der gekreuzigten und auferstandenen Liebe auf dem Apollinarisberg in Remagen, eine aus den Niederlanden kommende gemischte Ordensgemeinschaft aus Frauen und Männern, lädt seit 2007 die Kolpingsfamilien zur Wallfahrt im Juli ein, denn am 20. Juli feiert die katholische Kirche das Hochfest des Heiligen.

Neben vielen anderen Kolpingsfamilien aus dem Gebietsverband Koblenz stellte die Kolpingsfamilie aus den Rheindörfern, die mit dem großen Bus anreiste und die der Urmitzer Kolpinger Werner Britz seit Jahren fürsorglich organisiert, eindeutig die größte Gruppe. Die Besucher der beeindruckenden Apollinariskirche ließen sich von den Gesängen der Ordensgemeinschaft, die man nicht im Gotteslob findet, berieseln. „Die Freude am Herrn ist meine Stärke“, war das Motto des Gottesdienstes mit Kolping-Diözesanpräses Thomas Gerber, weiteren Präsides, Seelsorgern, Ordensangehörigen und zehn Kolping-Bannerabordnungen. Vor und nach der Feier des Gottesdienstes war eine Begegnung im Klostergarten angesagt. Für Leib und Seele und Gespräche war, dank der Unterstützung vieler ehrenamtlicher Helfer, wieder bestens gesorgt. Die von außen und innen sehenswerte Wallfahrtskirche kann allgemein als eine der bedeutendsten Kirchenneubauten des 19. Jahrhunderts bezeichnet werden.

Im Innern beeindrucken großformatige Freskenmalereien von Künstlern aus der Düsseldorfer Malerschule im sogenannten Nazarenerstil. Sie zieren die Wände aus dem Leben Jesu, Mariens und des hl. Apollinaris. Der größte Schatz der Wallfahrtskirche in Remagen ist das Haupt des hl. Apollinaris, das hier verehrt wird und mit dem man sich segnen lassen kann. Apollinaris wurde, der Überlieferung nach, von Petrus persönlich zum Bischof von Ravenna in Italien geweiht, gründete die erste christliche Gemeinde und blieb dort 20 Jahre Bischof.

Er starb als Märtyrer. Ihm zu Ehren wurde die erste Apollinariskirche in Classe, einem Vorort von Ravenna, erbaut. Classe war im ersten Jahrhundert die bedeutendste Hafenstadt des römischen Imperiums an der Adria. Seine Gebeine ruhten in Classe bis zum Jahre 856 und wurden schließlich in die neue Apollinariskirche nach Ravenna überführt.

Beide Apollinariskirchen in Classe und Ravenna zeichnen sich durch einmalige und sehenswerte Mosaikdarstellungen aus. Im Jahre 1164 brachte der Kölner Erzbischof und Erzkanzler von Dassel als Kriegsbeute die Reliquien der Heiligen Drei Könige und des Heiligen Apollinaris mit an den Rhein. Bekanntlich sind diese Reliquien heute im Kölner Dom beziehungsweise in Remagen zu finden.

Die größte Besuchergruppe: Kolpinger aus den Rheindörfern und Mülheim. Foto: Oswald Senner

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