Allgemeine Berichte | 28.12.2018

15 Jahre Klassik Live - Jubiläumstournee machte Halt in Niederzissen

„Die himmlische Nacht der Tenöre“ bot ein Klassik-Highlight

Standing Ovations war der Dank des Publikums für die Akteure des Konzerts. WK

Niederzissen. „Die himmlische Nacht der Tenöre“ versprach am 20. Dezember in der Pfarrkirche St. Germanus einen musikalischen Zauber der besonderen Art und entführte die Besucher in das Mutterland der großen Opernkomponisten und die Heimat berühmter Tenöre. Die Besucher dieses Konzertes wurden nicht enttäuscht.

Drei Opernsänger boten live von einem Streicherensemble begleitet ein Klassik-Highlight der besonderen Art.

Zum fünften Mal bereits in der Verbandsgemeinde Brohltal, nunmehr erstmals in der Pfarrkirche in Niederzissen, unternahmen die drei Tenöre Georgios Filadelfefs, Ivaylo Yovchev und Aleksandar Krunev, begleitet von einem vierköpfigen Kammerorchester und der charmanten Moderatorin Zoya Balkandhieva eine musikalische Reise in das Mutterland großer Opernkomponisten, nach Bella Italia. Sie sind allesamt Vollprofis mit festem Engagement an bulgarischen Opernhäusern und Philharmonien, die seit 15 Jahren ihrem Publikum „Die himmlische Nacht der Tenöre“ präsentieren und nunmehr auf ihrer Jubiläumstournee erneut im Brohltal Halt machten. In einem über zweieinhalbstündigen Programm servierten sie die temperamentvolle Leidenschaft und überschwängliche Freude als Charakteristika der italienischen Lebensart, die Komponisten wie Giuseppe Verdi, Ruggiero Leoncavallo, Ernesto De Curtis und Giacomo Puccini musikalisch zum Ausdruck brachten.

Die drei Tenöre interpretieren deren Werke stimmlich erstklassig. Die drei Mitglieder des ausgezeichneten Solistenensembles ergänzten sich hervorragend. Für eine begeisterte Zuhörerschaft sorgte die besonders weiche, helle und klare Stimme des Tenors Ivaylo Yovchev. Sein Kollege Georgios Filadelfefs ist ein wahres Multitalent, der gleichzeitig seine Karriere als Opernsänger und Konzertpianist weiterführt. Ihnen stand der Bariton Aleksandar Krunev nicht nach, dessen Stimmlage für etwas Kontrast sorgte, der aber die hohen Töne genauso sicher traf, wie die etwas tiefer liegenden.

In diesen Konzerten stehen nur die Musik, die Gesangsqualität und die exzellente Begleitung der vier bulgarischen Musikerinnen im Vordergrund. Neli Hazan (Violoncello), Evgenia Palazova (Violine), Milena Ivanova (Violine) und Valentina Vassileva-Filadelfefs (Piano) waren im Halbkreis hinter den Sängern postiert, sodass man ihnen beim Spielen zusehen konnte.

Nachdem das Kammerorchester mit der Arie von Johann Sebastian Bach ruhig und gediegen das Konzert eingeleitet hatten, sorgten die drei Tenöre mit dem feierlich und mit kräftiger Stimme vorgetragenen „Adeste fidelis“ für einen gelungenen Auftakt. Stimmgewaltig im Anschluss das „Ah, si ben mio“ aus Giuseppe Verdis Oper „Il trovatore“ von Georgios Filadelfefs, dem sich die Arie aus dem 3. Akt „E lucevan le stelle“ aus Giacomo Puccinis „Tosca“ von Ivaylo Yovchev anschloss. Sehr gefühlvoll, doch mit kräftiger Stimme, trug Aleksandar Krunev , das 1934 von Ernesto De Curtis komponierte „Non ti scordar di me“ („Vergissmeinnicht“) vor. Kontrastreich hierzu im Anschluss das „Adagio-Albinoni“ von Tommaso Albinoni, das vom Kammerorchester hervorragend dargeboten wurde.

Georgis Filadelfefs sang anschließend sehr einfühlsam von Wehmut bei dem „Mille cherubini in coro“ (Das Wiegenlied) aus der Feder Franz Schuberts, während Ivaylo Yovchev die 1911 für Enrico Caruso komponierte italienische Kanzone „Core n`grato“ von Salvatore Cardillo vortrug. 1904 komponierte Ruggiero Leoncavallo das „Mattinata“, das er Enrico Caruso widmete. Gekonnt wurde die flotte Weise mit kräftiger Stimme von Aleksandar Krunev gesungen.

Das Kammerorchester bewies danach mit seinem toll intonierten „Intermezzo sinfonico“ aus der Oper „Cavalleria Rusticana“ von Pietro Mascagni, welch großartige Musikerinnen an den Instrumenten saßen.

Johann Sebastian Bach hatte seinerzeit das „Ave Maria“ komponiert. Die rund 150 Jahre später entstandene Fassung von Charles Gounod trugen mit ruhiger und doch voller Stimme die drei Tenöre gemeinsam vor. Ebenso die traditionelle sizilianische Canzone „Passione“, die Ernesto Tagliaferri 1934 komponierte.

Nach einer kurzen Pause eröffnete das Kammerorchester ruhig und gehaltvoll mit dem „O mio babbino caro“ von Giacomo Puccini die zweite Konzerthälfte. Schwungvoll zeigten sich dann die drei Tenöre gemeinsam beim „La donna e mobile“ aus Giuseppe Verdis Meisterwerk „Rigoletto“ (O wie so trügerisch sind Weiberherzen), bevor Ivaylo Yovchev mit der italienischen Kanzone „Tu ca nun chiagne“ vom Liebeskummer eines Mannes erzählte. Im Duett erklang sodann aus den Kehlen von Aleksandar Krunev und Georgios Filadelfefs die flotte Weise „Dio che nell àlma“ aus der Oper „Don Carlos“ von Giuseppe Verdi. Das Kammerorchester präsentierte anschließend mit der „Barcarole“ aus der Oper „Hoffmanns Erzählungen“ von Jacques Offenbach einen „Ohrwurm“, bei dem viele Zuhörer mitsummten.

Sodann gab es die drei Tenöre stets als Trio zu hören. Zunächst sangen sie das russische Lied „Occhi chernye“ und als Kontrast hierzu mit viel Gefühl 1848 von Theodoro Cottrau komponierte „Santa Lucia“. Erneut bewies sodann das Kammerorchester mit dem „Csardas Monti“ von Vittorio Monti sein Können.

Dass die drei Tenöre nicht nur klassische Arien aus Oper und Operette beherrschen, bewiesen sie anschließend auch beim abschließenden, von Jose Maria Lacalle stammenden spanischen Lied „Amapola“, das sie volltönig erklingen ließen.

Standing Ovations und langanhaltender Applaus des Publikums für die Darbietungen der Künstler waren der Dank für ein großartiges Konzert, bei dem man die drei Tenöre nicht ohne Zugaben von der Bühne ließ.

Gerne kam man dem Wunsch nach, und so ließen sie gemeinsam das 1880 von Luigi Denza komponierte und weltweit bekannteste Volkslied „Funiculi, Funicula“ erklingen. Georgios Filadelfefs und Ivaylo Yovchev stimmten sodann in deutscher Sprache „Es ist ein Ros entsprungen“ an und forderten das Publikum zum mitsingen auf. Ihre Zugaben beendeten sie mit dem „O sole mio“ (von Di Capua), dem berühmtesten aller italienischen Lieder. Erneute Standing Ovations des Publikums für die Darbietungen der Künstler waren der Dank für ein tolles Musikerlebnis.

Beigeordneter Richard Keuler fasste den Dank der Verbandsgemeinde und es Publikums in Worten und überreichte als Dank für die Gäste vom Balkan Weinpräsente von der Ahr. Spontan bedankten sich die Akteure des Abends sodann mit einer weiteren Zugabe zur Zugabe und ließen nochmals das „O sole mio“ ertönen.

WK

„Die himmlische Nacht der Tenöre“ bot ein Klassik-Highlight

Begleitet wurden die drei Tenöre von einem großartigen Kammerorchester.

Begleitet wurden die drei Tenöre von einem großartigen Kammerorchester.

Standing Ovations war der Dank des Publikums für die Akteure des Konzerts. Fotos: WK

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