Allgemeine Berichte | 26.11.2018

Feierlichkeiten des DRK-Kreisverbandes Mayen-Koblenz anlässlich seines 125-jährigen Jubiläums

„Die machen einen tollen Job!“

Festakt in Mülheim-Kärlich mit prominenten Rednern – Präsidium um Bernhard Mauel wurde einstimmig wiedergewählt

Kreisverbandspräsident Bernhard Mauel (r.)und das Präsidium wurden wiedergewählt. Fotos: HEP

Kreis Mayen-Koblenz/Mülheim-Kärlich. Umstritten ist heute der Motor, den Rudolf Diesel vor 125 Jahren erfand. Unumstritten ist jedoch die im selben Jahr, 1893, erfolgte Gründung des DRK-Kreisverbandes Mayen-Koblenz. Und der feierte jetzt in der Mülheim-Kärlicher Rheinlandhalle das 125-jährige Bestehen. Damals hatten sich Mayener Bürger versammelt und einen Kreisverein gegründet, um verwundete und erkrankte Krieger zu pflegen, die Geburtsstunde des Roten Kreuzes im Landkreis. 1975 schlossen sich die DKR-Kreisverbände Mayen und Koblenz zu dem jetzigen Kreisverband Mayen-Koblenz zusammen, dessen Sitz noch immer in Mayen ist. Er zählt mit 28 Ortsverbänden mit zu den größten in Rheinland-Pfalz.

Kreisverbands-Präsident Bernhard Mauel sagte in seiner Begrüßungsrede mit Blick auf das Präsidium: „Wenn man so viele fähige Leute um sich hat, geht es einem Präsidenten gut.“ Er verwies darauf, dass der Kreisgeschäftsführer Bernhard Schneider mit seinem Koblenzer Kollegen über eine mögliche Zusammenlegung des Rettungsdienstes gesprochen hat. Unter den etwa 120 DRKlern aus etwa 15 Ortsverbänden waren als Gäste unter anderem die Landtagsabgeordneten Hedi Thelen und Josef Dötsch, der VG-Bürgermeister Thomas Przybylla und die Stadtbürgermeister Gerd Heim (Weißenthurm) und Uli Klöckner als Hausherr.

Kreisverband ist eine Erfolgsstory

Rainer Kaul, Präsident des DRK-Landesverbands, erläuterte mit beeindruckenden Zahlen: 16.000 Ehrenamtliche, 88.000 Fördermitglieder, 11.000 Hauptamtliche, davon 4.000 im Rettungsdienst in 125 Rettungswachen, die im Landesauftrag betrieben werden. Ferner hat der Landesverband acht GmbH mit 12 Krankenhäusern und Pflegeheimen.

„Im Bereich der Pflege ist verstärktes Engagement notwendig“, betonte Rainer Kaul, und weiter, „wichtig ist auch hier, das Ehrenamt mit einzubinden. So können beim Rettungsdienst auch Ehrenamtliche mitfahren.“ Bei Katastrophen oder auch bei Hochwasser seien die Ehrenamtlichen gefordert.

Der DRK-Landespräsident lobte den Kreisverband Mayen-Koblenz, der im Pflegedienst und bei Betreuung „tüchtig unterwegs“ sei. „Als viele Flüchtlinge kamen, war der Kreisverband ein starker Partner, ohne den die Kommunen es nicht geschafft hätten.

Rainer Kaul wandte sich gegen Spannungen zwischen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen: „Wir sind allen, die helfen, dankbar. Schön, dass hier auch viele jungen Leute eingebunden sind.“

Hans Imo, Vizepräsident des DRK-Bezirksverbands, fragte: „Was wäre, wenn es das DRK nicht gäbe? Einsätze bei Großveranstaltungen sind nur mit Kreisverbänden zu erfüllen, die gut aufgestellt sind, und das ist bei Mayen-Koblenz der Fall.“

Kreisbeigeordneter Rolf Schäfer betonte, dass der Landkreis das Engagement würdige und auch die Rahmenbedingungen schaffe: „Auf 19 Fahrzeuge und 122 Helfer für Notsituationen im Kreis können wir uns verlassen. Bereitschaftsleiter Frank Dreher und Kreisgeschäftsführer Bernhard Schneider haben dazu beigetragen, dass der Kreisverband eine Größe im Katastrophenschutz ist.“ Der Kreisbeigeordnete überreichte eine Urkunde und 150 Euro als Geburtstagsgeschenk.

Stadtbürgermeister Uli Klöckner lobte auch den DRK-Ortsverband Mülheim-Kärlich: „Die machen einen tollen Job, und wenn es mal einen Notfall gibt, dann bitte in Mülheim-Kärlich.“

Thomas Przybylla, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Weißenthurm, überbrachte die Grüße von 35.100 Einwohnern, die die gute Zusammenarbeit der DRK-Ortsvereine Weißenthurm, Mülheim-Kärlich und Urmitz mit dem Kreisverband schätzen.

Engagierte Jugendarbeit

Wie beim DRK Nachwuchs generiert werden kann, legte ein Team des Ortsvereins Niederwerth dar: Von den 95 Fördermitgliedern und 106 Mitgliedern sind 78 im Jugendrotkreuz – und das bei 1.300 Inselbewohnern. Notwendig, um adäquaten Nachwuchs zu generieren, seien engagierte Personen, die Kinder und Jugendliche bespaßen. Der Nachwuchs muss Teil des Ortsvereins sein, der Gemeinschaft erlebbar macht, Gruppenstunden anbietet, Auftritte in Printmedien und im Internet organisiert und ein Netzwerk mit anderen Vereinen, Schulen und Kitas nutzt.

Was das DRK-Bildungszentrum Mayen bietet, wurde ebenfalls dargelegt. Das sind unter anderem Seminare für Rettungs- und Notfallsanitäter, Erste-Hilfe-Kurse sogar für Kinder, Gesundheitsprogramme, Präventionsprojekte gegen Alkohol und Drogen in Schulen sowie Deeskalationstraining für Einsatzkräfte, die angegriffen werden.

Zum Schluss des öffentlichen Teils, bei dem auch zwei junge Instrumentalisten der Musikscheune Amadeus (Mülheim-Kärlich) spielten, stellte das Team Sozialer Service aus Mayen seine Arbeit vor.

Danach begann für die DRK-Mitglieder die Jahresversammlung, die alle fünf Jahre stattfindet. Folgender Vorstand wurde einstimmig wieder gewählt: Präsident Bernhard Mauel, Vizepräsidenten Mechthild Heil und Hans Imo, Schatzmeister Christoph Weitzel und Kreisbereitschaftsarzt Dr. Ludger Englisch.

Neuer Justiziar ist Rechtsanwalt Marco Ihrlich (34) aus Mülheim-Kärlich. Bei den weiteren Präsidiumsmitgliedern gab es mehr Kandidaten als satzungsgemäße Plätze, wobei Hagen Rauh neu und Melanie Dohr und Lothar Spitzley wieder gewählt wurden.

Neu sind die Kreisbereitschaftsleiter Peter Klöckner und Sandra Tschage sowie die Kreissozialdienstleiterin Uta Niemeier und die Jugendrotkreuzleiterin Linda Stein, deren Vorgänger planmäßig ausgeschieden sind. Alfred Hoff bleibt Rotkreuzbeauftragter. Verabschiedet wurden Christa Dressler (Leiterin Sozialdienst), Edith Weingart und Franz Dreher (Kreisbereitschaftsleiter) sowie Horst Nickenich (Justiziar). HEP

Zwei junge Instrumentalisten der MusikscheuneAmadeus spielten bei der DRK-Jubiläumsfeier.

Zwei junge Instrumentalisten der Musikscheune Amadeus spielten bei der DRK-Jubiläumsfeier.

Anhand des Baumes erklärtedas DRK-Team aus Niederwerth den Ortsverein.

Anhand des Baumes erklärte das DRK-Team aus Niederwerth den Ortsverein.

Bernhard Mauel (l.) dankte den Vortragenden, zudenen auch ein Team vom Bildungszentrum Mayen gehörte.

Bernhard Mauel (l.) dankte den Vortragenden, zu denen auch ein Team vom Bildungszentrum Mayen gehörte.

„Die machen einen tollen Job!“

Kreisverbandspräsident Bernhard Mauel (r.) und das Präsidium wurden wiedergewählt. Fotos: HEP

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