Kindergarten Quellenstraße, Heimerzheim - Besuch des Flughafens Köln-Bonn
Die „schlauen Füchse“ auf der Startbahn
Heimerzheim. Anfang April trafen die Kids des Kindergartens Quellenstraße - die „Schlauen Füchsen“ - am Köln-Bonn Airport, Terminal 1, Abflugebene B ein, um eine Führung durch den Flughafen zu unternehmen.
Bei der Ankunft wurden direkt die Kindergartentaschen durch den Scanner geführt, um den Inhalt zu kontrollieren: Bananen und Trinkflaschen wurden eindeutig erkannt. Die Kinder hatten großen Spaß daran, auf dem Bildschirm Metallobjekte und Formen zu identifizieren. Die Kinder wurden auch wie Gepäckstücke auf dem Laufband in kleinen Gruppen gewogen, was sich schnell zu einem Wettbewerb entwickelte. Aber dann kam endlich „Willi“ der Reiseleiter, der zuerst die Ausweise verteilte und den Kindern dann die Abflugtafel zeigte. Maschinen waren auf der Startbahn, es lohnte sich jetzt schnell durch die Kontrolle zu gehen, um die Flieger abheben zu sehen. Jacken und Taschen wurden in Körben gestapelt, durch den Scanner gerollt, die Kinder kamen einer nach dem anderen durch den Metalldetektor und manchmal piepte es ganz schön. Da musste die Sicherheitsdame nochmals mit dem Detektor am Körper entlang fahren, um festzustellen, dass die Schuhe Schuld waren. Schließlich durfte die Gruppe in den Bus auf dem Rollfeld einsteigen, denn von der Gruppe war keine Gefahr zu erwarten.
Willi entpuppte sich als erfahrener Bediensteter des Flughafens, der auf alle Fragen eine Antwort wusste. Zuerst wurde die Frachtzone angeschaut, vorbei am Hubschrauber des ADAC und am roten Notfallhubschrauber der Klinik Köln. Es warteten verschiedene Maschinen von UPS mit zwei Triebwerken, eins sogar mit drei Triebwerken (das 3. liegt seltsamerweise obendrauf), ein riesiger Jumbo, das zweitgrößte Flugzeug der Welt und Willi erklärte, dass ein Triebwerk das Wort für Motor bei Flugzeugen ist und dass die Frachtmaschinen keine Fenster haben, da nur Gegenstände transportiert werden. Willi lag am Herzen, dass die Kinder das richtige Wort für Flugzeugbenzin kannten und mehrmals ließ er ihnen sich das Wort „Kerosin“ in Erinnerung bringen.
Der Bus fuhr an die wichtige Feuerwehrwache des Flughafens, die Tore wurden geöffnet, damit die Kinder die riesigen hochmodernen und hocheffizienten Fahrzeuge sahen. Bei einem Unfall muss die Feuerwehr innerhalb von drei Minuten überall auf dem 10 km²-Gelände zur Stelle sein und hundert Feuerwehrmänner sind in Dauerbereitschaft. Es standen überall Fahrzeuge für das Enteisen der Trageflächen. Die Kinder konnten den ausfahrbaren Arm mit dem Korb über dem Fahrzeug gut erkennen. Willi erklärte, die Flügel müssen frei von Schnee und Eis sein, wenn eine Maschine startet. Ein Mann in dem Korb sprüht diese weg. Man fuhr auch an einer großen Halle vorbei, in der die Flugzeuge gewartet und repariert wurden und in der auch Privatmaschinen geparkt waren. Dann kam man in die Nähe eines hohen Turmes und Nele fragte : „Williiii...was ist das denn für ein Turm?“ Willi erklärte die Aufgaben der Fluglotsen für den reibungslosen Betrieb der Start- und Landebahnen. In der Ferne stand eine große Boeing und Willi erklärte, dies sei das Flugzeug der Bundeskanzlerin. Paul wusste genau, sie heißt Frau Merkel. Dann kam der Bus in die Passagierzone. Das Gelände war ein Wimmelplatz von Kartoffelkäferfahrzeugen, gelb und schwarz bemalt für ihre eigene Sicherheit, Follow-me-Autos, Push-Back-Fahrzeugen, und vor allem Maschinen aller Fluglinien: Air-Berlin, Air France, Ryanair, Germanwings, russische Maschinen... Wir hatten Glück, ein Flugzeug wurde gerade startklar gemacht: Der Cateringcontainer wurde beladen, und die Kinder wussten schon: Essen und Trinken werden von der Stewardess gebracht. Die Koffer der Passagiere waren auf dem Band und Männer mit Warnjacken verstauten sie im Frachtraum. Ein Tank-Lkw brachte Kerosin und Willi erklärte, der Tank der Maschine liegt in den Trageflächen. Es war klar, bald würden die Passagiere einsteigen. Die Gruppe sah Maschinen landen, die noch eine Geschwindigkeit von 200km/h hatten und andere starten die schon 300 km/h schnell waren. Ein Push-Back Fahrzeug schubste ein Flugzeug rückwärts aus seiner Parkposition und die Kinder zählten 25 Sekunden bis es rollte und abhob. Willi ließ auch die Kinder singen und natürlich schallte das Lied „Und ich flieg‘, flieg‘..“ von ganzem Herzen im Bus.
Dann war der Besuch zu Ende und die Kids bedankten sich herzlich bei Willi und dem Fahrer Oskar. Die Kinder waren von den Eindrücken überwältigt. Die Gruppe picknickte unter der Abflugtafel von Terminal B, nur um zu schauen, welche Destination jetzt zum Boarding rief. Liebe Eltern, die Kinder sind jetzt startbereit und kennen sich für die nächste Reise bestens aus.
