Die schönsten Freundschaftsgeschichten
Die Geschichte von Angela und Julia
Zu unserer Blickarazzi-Aktion „Beste Freunde“ haben uns so viele Einsendungen erreicht, dass wir bis jetzt ausgewertet und ausgewählt haben. Fünf Geschichten sind uns besonders ans Herz gegangen. Diese möchten wir unseren Lesern nicht vorenthalten und bitten Sie/Euch nun mitzuentscheiden, wer die „Besten Freunde“ sind. In jeder Woche werden wir eine Geschichte veröffentlichen und am Ende dürfen Sie/Ihr dann mitentscheiden, wer die beiden Tage im Phantasialand gewinnt. Am Ende unserer Aktion werden wir alle Freundschaftspaare im Kurzporträt erneut vorstellen. In dieser Woche stellen wir Ihnen/Euch die Geschichte von Angela und Julia vor. Heute erzählt uns Sarah von der Freundschaft, die aus Arbeitskollegen entstand.
Die Geschichte unserer Freundschaft begann im Jahr 2006. An diesem Tag kam eine junge Frau Namens Julia in die Kindertagesstätte, in der ich seit einigen Jahren tätig bin, um sich dort auf eine zu besetzende Stelle zu bewerben. Wie üblich wurde sie zunächst einmal durch unsere Einrichtung geführt und kam während ihres Rundganges auch schließlich zuletzt in meiner Gruppe an. Wir schauten uns an, unterhielten uns kurz und mir war auf Anhieb klar, dass wir beide uns gut verstehen und bestimmt gut miteinander arbeiten würden. Nach ein paar Tagen erhielt Julia die Zusage für die Stelle und trat im November ihren Dienst an. Nach kürzester Zeit wurde ich in meinem ersten Eindruck bestätigt – wir arbeiteten Hand in Hand, verstanden uns gut und begannen damit, uns auch immer häufiger privat zu treffen.
Aus Arbeitskolleginnen wurden beste Freundinnen. Ein Blick genügt und wir wissen genau, was die andere denkt, sowohl dienstlich, als auch privat.
Auch wenn wir vom Grundsatz her zwei völlig verschiedene Charaktere sind, so sind wir doch vergleichbar mit einer guten Beziehung, in der ein Topf seinen dazugehörigen Deckel nach langer Zeit der Suche gefunden hat.
Von unseren Kolleginnen haben wir den liebevollen Spitznamen „die zwei Hasen“ bekommen, welche sich um das seelische, aber auch um das leibliche Wohl des anderen kümmern. Im täglichen Wechsel bereitete die eine der anderen in der dafür eigenst angefertigten „Hasendose“ das Frühstück zu. Und auch wenn wir uns auf der Arbeit schon fünf Tage die Woche sehen, so genießen wir es auch, die Wochenenden miteinander zu verbringen. Freizeitaktivitäten wie Wanderungen, Koch-und Grillaktionen, Weihnachts- und Jahrmarktbesuche, karnevalistische Aktivitäten, DVD- und Spieleabende, sowie ausgiebige Shoppingtrips mit anschließendem Eis essen in unserer Lieblingseisdiele, sind feste Bestandteile unseres Terminkalenders.
Als ich im Juni 2012 meine kirchliche Hochzeit feiern durfte, stand Julia als Trauzeugin an meiner Seite und sechs Wochen später, tauschten wir unsere Rollen und durften Julias Hochzeit feiern. Vom Aussuchen des Brautkleides, über die Planung und Durchführung der Jungesellinnenabschiede bis hin zum Beseitigen des Chaos nach dem Tag der Hochzeit, hat eine die andere stets begleitet und unterstützt.
Im Dezember 2012 erhielt ich dann einen Anruf von Julia. Nach einigen Tagen der Spekulationen meinerseits bestätigte sich meine Vermutung, dass Julia Nachwuchs erwarten würde. Lange Zeit war ich die erste Vertraute, bei der ihr kleines Geheimnis sicher aufbewahrt war. Im Juni 2013 begann dann für Julia die Zeit des Mutterschutzes und des Wartens auf die bevorstehende Geburt. Da wir uns nun nichtmehr jeden Tag sehen konnten, gingen unzählige Telefonate und Nachrichten durchs Land. Am 18. August war es dann endlich soweit und Colin erblickte das Licht der Welt. Seit diesem Tag ist es Julias stetiges Bestreben, mich bei jedem Treffen daran zu erinnern, wie sehr sich der kleine Colin doch über einen Spielgefährten freuen würde.
Seit diesem Tag im November 2006 sind nun schon fast acht Jahr vergangenen. In dieser Zeit haben wir gemeinsam viele Höhen und Tiefen erlebt. Wir haben zusammen gefeiert, getrauert, gelacht, geweint und diskutiert. Mal sehen wie die Reise und somit auch die Geschichte unserer Freundschaft weitergehen wird und welches Kapitel wir als Nächstes aufschlagen dürfen.
Angela S.
