Allgemeine Berichte | 15.03.2016

Schüler des Wilhelm-Remy-Gymnasiums engagieren sich

Diskriminierung die „Rote Karte“ zeigen

Im zweiten Halbjahr stehen viele Aktionen zum Thema Diskriminierung und Rassismus an. privat

Bendorf. Verantwortung übernehmen für das Klima an der eigenen Schule - mit diesem Anspruch startete die Schülervertretung des Wilhelm-Remy-Gymnasiums Bendorf in das aktuelle Schuljahr.

Ein besonderer Fokus liegt im zweiten Halbjahr auf der Arbeit gegen Diskriminierungen jeder Art. Mit regelmäßigen Mitmachaktionen, bei denen beispielsweise alle Schülerinnen und Schüler aufgefordert waren, ihre Antwort zur Frage „Was ist deutsch?“ auf ein Plakat zu schreiben, bereitete die SV mit den Schülersprechern Svenja Ebner und Luca Lichtenthäler die Schulgemeinschaft auf das vor, was in den nächsten Wochen folgen wird.

„Wir planen, dass unsere Schule noch vor den Sommerferien zur ‚Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage‘ wird“, erklärte Lichtenthäler den Anspruch der Schülerinnen und Schüler. Schulen im Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verpflichten sich, Diskriminierung aufgrund der Religion, der sozialen Herkunft, des Geschlechts, körperlicher Merkmale, der politischen Weltanschauung und der sexuellen Orientierung zu thematisieren und ihr durch Aufklärung entgegenzuwirken. Bundesweit sind bereits 2.000 Schulen Teil des Netzwerks.

Gemeinsam mit der Schulleitung, dem Kollegium sowie der Elternvertretung planen die Schüler auch weitere Aktionen. So wird im Juni die Ausstellung „Tatort RLP“ für zwei Wochen am Wilhelm-Remy-Gymnasium Bendorf gastieren, die aktuelle Formen des Rechtsradikalismus in Rheinland-Pfalz aufarbeitet. Weiterhin plant die SV im Juli einen Projekttag mit dem Thema „Stark gegen Diskriminierung“, an dem alle Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums gemeinsam mit dem Kollegium und externen Partnern unterschiedlichste Aspekte des Themenbereichs Diskriminierung bearbeiten sollen.

Johannes Arnold, stellvertretender Schulleiter, begrüßt die Initiative von Schülern und Lehrern des WRG, an dem bereits seit über 30 Jahren die Integration körperlich beeinträchtigter Schülerinnen und Schüler zum Kernauftrag gehört. Er sieht die Initiative der Schülerschaft als Konsequenz des pädagogischen Selbstverständnisses der Schule, deren Leitbild unter dem Motto „Vielfalt leben“ steht. Arnold erklärte dazu: „Durch zahlreiche Bausteine schaffen wir ein Lernumfeld, das zu sozialem Engagement, Toleranz und Akzeptanz beiträgt und den Schulmitgliedern vielfältige Erfahrungsmöglichkeiten bietet. In vielen unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Aktivitäten werden auch europäische Werte transportiert. Sie spielen bei der Ausbildung von interkulturellen Kompetenzen und der Demokratieerziehung an unserer Schule eine wichtige Rolle. Das Engagement gegen Rassismus und Diskriminierung passt daher gut zu den gelebten Grundwerten am Wilhelm-Remy-Gymnasium Bendorf.“

Im zweiten Halbjahr stehen viele Aktionen zum Thema Diskriminierung und Rassismus an. Foto: privat

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