Vorhang auf für die Lichtspielbühne Rhein-Mosel
„Doppelt leben hält besser“
So ein Theater im Kaisersaal zu Rhens mit einer englischen Komödie
Rhens. Bisher verlief alles nach Plan für den Taxifahrer John Smith (Hannes Mager), beziehungsweise nach Stundenplan. Denn fast auf die Minute genau musste er sein Leben an zwei verschiedenen Adressen und mit zwei Ehefrauen - Barbara (Désirée Just) und Mary (Linda Matuschek) - einteilen. Ja, als Bigamist hatte er es zwar nicht leicht, aber trotzdem ein schönes Leben.
Bis zum Tag seines Unfalls. Da bricht sein ganzes Konstrukt zusammen, das Chaos hält Einzug in sein Leben. Er verstrickt sich in einem Geflecht aus Lügen, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint. Es tauchen zwei an und für sich harmlose Polizeibeamte auf - Inspektor Porterhouse (Pedro Hillen) und Inspektor Troughton (Mario Fuchs), die ihn aber mit Fragen löchern.
Ihr Erscheinen verdankt er seinen Gattinnen, die sich um ihn sorgen, da er nicht zur verabredeten Zeit nach Hause gekommen ist. Scheinbare Hilfe bekommt er von seinem Freund Stanley Gardner (Richard Ellis), den er in seine Probleme einweiht. Aber das Chaos wird immer perfekter, fantasievolle Ausreden und Lügen über Lügen scheinen kein Ende zu nehmen. Dann ist da auch noch die Presse: Mit allen Mitteln versucht Smith zu verhindern, dass ein Zeitungsreporter (Denny Blank) über seinen Unfall berichtet. Und zu all dem nervt noch der neugierige Nachbar Bobby Franklyn (Dominik Hoepfner).
Wie geht es aus? Ende gut - alles gut? Wie die Komödie endet, wird nicht verraten, denn es warten noch drei Vorstellungen der witzigen, flotten Komödie auf die Zuschauer und Zuschauerinnen: am Samstag, 16. April, um 19 Uhr, am Sonntag, 17. April, um 16 Uhr und am Samstag, 23. April, um 19 Uhr. Karten und Informationen unter www.lichtbuehne.de oder telefonisch unter (02 61) 28 73 83 91 sowie in der Tourist-Info Rhens.
Dann kann sich jeder selbst ein Bild vom chaotischen Leben des John Smith machen. Perfekt besetzt sind die Figuren mit dem achtköpfigen Theaterensemble in der Komödie des englischen Erfolgsautors Ray Cooney. Verstrickungen und Unwahrheiten führen zu Situationskomik, die kein Auge trocken lässt und dem Publikum entspannende Stunden beschert. Inszeniert wurde das Theaterstück von Désirée Just und Hannes Mager, Technik und PR übernahm Denny Blank, die Maske Linda Matuschek. Pedro Hillen und Richard Ellis waren für die Requisite verantwortlich, für das Bühnenbild und Layout Hannes Mager, bei den Kostümen legten Désirée Just und Dagmar Volk Hand an. Für die Mitglieder der Lichtspielbühne Rhein-Mosel stehen die Freude am Spiel und die Unterhaltung der Zuschauer an oberster Stelle. Mit ihrer ehrenamtlichen, professionellen Theaterarbeit möchten sie die Kulturarbeit in der Region fördern.
Bereits 2011 gründete sich das Theaterensemble, das sich dann 2015 im eingetragenen Verein zusammenschloss. Auf ihrem Spielplan stehen auch selbstverfasste Theaterstücke wie „Wer erschoss Noah Duprais?“, das in den Bestand des deutschen Theaterverlags aufgenommen wurde und erfolgreich landesweit aufgeführt wird. Die Lichtspielbühne Rhein-Mosel ist auf der Suche nach neuen Vereinsmitgliedern, die ihre Arbeit unterstützen und fördern. Auch über neue Bühnengesichter, also Menschen, die Spaß am Theaterspielen haben, freuen sie sich. Dabei ist eine Bühnenerfahrung nicht zwingend nötig.
Auskunft gibt die Website des Vereins. Der Weg nach Rhens in den Kaisersaal lohnt sich auf jeden Fall - für ein paar amüsante Stunden und um zu erfahren, wie sich der Wahnsinn aufklärt. EP
John Smith fühlt sich nicht nur wegen seiner Verletzung unwohl und verstrickt sich immer mehr in Lügen und Ausreden.
Die lästigen Fragen und die Einmischung von Inspektor Porterhouse gefallen Mary gar nicht.
