Gute Stimmung beim Seniorenfest in Kempenich
Dorf, Verein und Miteinander machen das Alter unwichtig
Kempenich. Mehr als 100 ältere Mitbürger, darunter zahlreiche Bewohner der Marienburg, kamen auf Einladung der Kempenicher Ortsgemeinde zum Seniorenfest in die Leyberghalle, um gemeinsam einen geselligen Nachmittag bei Kaffee, Kuchen und netter Unterhaltung zu verbringen. Für Dekoration, Organisation, Bewirtung und gute Stimmung unter den Gästen sorgten, wie schon in den Vorjahren, die engagierten „Fidelen Möhnen Kempenich“ mit ihrer Vorsitzenden Brigitte Wehren und die Jungmöhnen des Vereins. Sie schlüpften zur Freude der Besucher in die blau-gelben Kostüme der „Minions“ und ließen mit einem Sketch die Kuppel-Show „Herzblatt“ wieder aufleben. Engagiert auch der Einsatz der Original Goldbach Musikanten, die direkt nach einem Konzert auf dem Zwibbelsmaat in Bad Breisig in Kempenich aufspielten. Für den Dirigenten Uli Arlt und die gut aufgelegten Musiker eine Ehrensache. Das Seniorenfest in Kempenich steht seit Jahren als fester Termin im gut gefüllten Auftrittskalender. Mit ihrem Medley aus Volksliedern und beliebten Schlagern trafen sie auch diesmal wieder den Geschmack des Publikums. Sehr zur Freude der Besucher beendeten sie ihren Auftritt mit dem Kempenicher Heimatlied, dessen Komponisten, den Apotheker Rudolf Boos, der eine oder andere unter den Besuchern noch persönlich kannte. Für Dominik Schmitz, den neuen Ortsbürgermeister, war der Seniorentag der erste offizielle Termin seiner Amtszeit.
Und der, so der 41-Jährige, liege ihm besonders am Herzen. Schmitz sprach den Organisatoren und Helfern, die das Fest organisiert und ermöglicht haben seine Anerkennung aus und freute sich sichtlich, dass so viele Mitbürgerinnen und Bürger der Einladung der Gemeinde gefolgt waren. Die Altersgrenze lag in diesem Jahr erstmals bei 67 statt 70 Jahren. Schmitz ermunterte die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger, das Alter nicht als Makel zu betrachten. Er erinnerte sich an seine Anfangsjahre als Sänger im MGV Kempenich, als Jüngster im Kreise der Älteren, der älteste bereits 94 Jahre alt. Ein wenig fehl habe er sich als „Youngster“ am „Runden Tisch“ im Vereinslokal „Deustesch Dieter“ gefühlt. Bis er erkannt hatte, wie gering die Rolle des Alters eigentlich war. „Da geht es nur noch um das Dorf, den Verein, das Miteinander. Und Genau das ist der Mehrwert, den eine Dorfgemeinschaft ausmacht. Keine Anonymität der Stadt, sondern ein Miteinander.“ Geschichten von früher, die die Kempenicher Dorfgemeinschaft lebendig halten, wurden denn auch an diesem Kempenicher Seniorentag wieder an allen Tischen ausgetauscht. Auch wenn diese nicht rund, sondern eckig und kantig waren.
Die Fidelen Möhnen hatten großen Anteil am Gelingen des Seniorentags.Fotos: BE
