Allgemeine Berichte | 10.10.2018, 11:04 Uhr

Viel Neues beim Erntedank in Villiprott

Dorfgemeinschaft trotzt Nieselregen

Außergewöhnliches Angebot am historischen Forsthaus

Der noch junge Chor Röddermunde besteht seit Januar und sang passend zum Gottesdienst.Fotos: -CEW-
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Villiprott. Auch in diesem Jahr waren die Villiprotter dank der Bemühungen der engagierten Dorfgemeinschaft bestens auf das im Herbst gelegentlich widrige Wetter beim Erntedankfest vorbereitet. Große Pavillons waren über den Bänken und Tischen aufgestellt, damit man trotz Nieselregens, die vielfältigen Angebote und das gesellige Beisammensein, gut geschützt genießen konnte. Neben Kaffee, Kuchen und Weinverkauf gab es für die Liebhaber herzhafter Genüsse bei deftiger Erbsensuppe. Christian Schiffer hatte mit einigen Helfern bereits vier Tage vorher angefangen, die Feldküche aufzubauen, Material heranzuschaffen und schließlich eine hausgemachte Erbsensuppe, ohne konservierte Zutaten, vorzukochen. Das Ergebnis war so schmackhaft und beliebt, dass viele sich gerne eine zweite Portion aus der Gulaschkanone der Malteser holten. Gleich gegenüber hatten die Pfadfinder für Kinder aller Altersgruppen das klassische Dosenwerfen aufgebaut. „Wir wollen in Villiprott einen neuen Pfadfindertreff aufbauen und suchen interessierte Kinder“, erklärte Fjell Viehbah, der selbst bereits seid 13 Jahren bei den Pfadfindern ist. Der 16-jährige Linus Kaiser hatte sich 2011 zum Meckenheimer Stamm gesellt und findet vor allem die Wanderungen, Kanutouren und vielfältigen Gruppenaktionen der Pfadfinder toll. Ein typischer Erntedankstand, der seit vielen Jahren an der gleichen Stelle steht und nicht fehlen durfte, bot auch in diesem Jahr alles das, was herbstliche Küchen in Kombination mit handarbeitlichem Geschick hervorbringen. Regelmäßig verkauft hier eine Frauengruppe beim jährlichen Fest Plätzchen, Marmeladen, Essig und Öle, Backmischungen, Kränze und mehr. Der Reinerlös ist in jedem Jahr für die Ombilistiftung in Namibia bestimmt.

Erstmalig dabei war das Haus Hohenhonnef

Erstmals beim Fest dabei war das Haus Hohenhonnef, in dessen Obhut rund 100 Menschen mit geistigen Behinderungen in verschiedenen Gruppen leben und arbeiten. In einer Aktivwerkstatt kreieren 14 Mitarbeiter mit zwei Betreuern geschickt zusammengestellte Mosaike, Anhänger, Spiegel und Tiffanykunstwerke. Unter den handgemalten Postkarten aus der Werkstatt findet man nie etwas völlig Gleiches, jede Karte ist ein Unikat. Hübsche Unikate stellten auch die Gastkinder mit flächig-flachen Steinen und speziellen Stiften am Stand des Heimatvereins Villip her.

Unterschriftenaktion zum Bau einer Unterführungh

Ein besonderes Anliegen, das sie mit der Unterstützung des Heimatvereins Villip vorstellte, hatte die Interessensgemeinschaft Unterführung Villip–Villiprott. Bereits seit einiger Zeit engagieren sich hier Menschen der beiden ehemals zusammenhängenden Ortschaften, um eine sichere fußläufige Verbindung zwischen Villip und Villiprott herzustellen. Seit dem Bau der L158 nämlich sind beide Orte für Fußgänger geteilte Ortschaften, weil die Landstraße alle Verbindungswege quasi zerschneidet. Nur an wenigen Stellen, die gleichzeitig große Umwege bedeuten, kann man die viel befahrene Straße annähernd sicher überqueren. An der kürzesten Verbindung allerdings, die auch in früheren Zeiten als Fuß- und Viehweg diente, gibt es keine sichere Möglichkeit zu Überquerung. Eine weitere Ampel auf dieser Strecke würde zu weiteren Verkehrsstauungen führen. Deshalb sammelte die Interessensgemeinschaft Unterschriften für den baldigen Bau einer ausreichend dimensionierten Unterführung, die Mensch und Tier eine sichere Querung der Landstraße ermöglichen soll.

Dorfgemeinschaft trotzt Nieselregen

Foto: Petra Reuter

Petra Greiser hatte handgefertigte,klassische Sparstrümpfe im Angebot.

Petra Greiser hatte handgefertigte, klassische Sparstrümpfe im Angebot. Foto: Petra Reuter

Tobias Teichner zeigt, wo man sich die Unterführung wünscht.

Tobias Teichner zeigt, wo man sich die Unterführung wünscht. Foto: Petra Reuter

Der Erntedankaltar war reich bestückt.

Der Erntedankaltar war reich bestückt. Foto: Petra Reuter

Der noch junge Chor Röddermunde besteht seit Januar und sang passend zum Gottesdienst. Fotos: -CEW- Foto: Petra Reuter

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