Evangelischen Kirchengemeinde Bad Neuenahr.
Drei Gottesdienste und acht Konfirmationen
Feierlichkeiten fanden in der evangelischen Friedenskirche in Ahrweiler und draußen im Wald statt
Kreis Ahrweiler. Corona hat viele Auswirkungen und Einschränkungen in aller Leben gebracht. Die Pandemie hat auch Auswirkungen auf die Feier der Konfirmationen in der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Neuenahr. In einem normalen Jahr finden Anfang Mai alle Konfirmationen statt. „In diesem Jahr haben wir die Konfirmationen auf den Frühling, den Sommer und den Herbst verteilt und dabei die Wünsche der Familien in die Terminauswahl miteinbezogen“, schildert Pfarrerin Elke Smidt-Kulla. Am Samstag, 26. Juni, hat die Gemeinde drei Konfirmationsgottesdienste nacheinander gefeiert und acht Jugendliche aus Bad Neuenahr-Ahrweiler, Grafschaft, Schalkenbach, Kalenborn und Heimersheim konfirmiert. Immer in ganz kleinen Gruppen, damit möglichst viele Angehörige, Pat*innen und Freunde beim Gottesdienst dabei sein konnten. Um 10 Uhr fand der Gottesdienst in der Friedenskirche statt mit der Konfirmation von Ann-Kathrin Oehrle und Finnja Hertrampf, um 12 Uhr im Bölinger Wald in der Grafschaft mit der Konfirmation von Charlotte Ziegler, Paul Heß und Jannis Bröcher und um 14 Uhr, auch auf der Lichtung im Bölinger Wald, mit der Konfirmation von Ben Zingsheim, Levin Kothmann und Christian Schmitt.
Die acht Konfirmand*innen hatten die Gottesdienste mit Pfarrerin Smidt-Kulla gemeinsam vorbereitet. Ihnen war wichtig, dass ihre Dankbarkeit und ihr Gefühl, behütet und begleitet zu sein im Gottesdienst vorkamen. So kamen als Titel für die Gottesdienste folgende Überschriften zustande: Um 10 Uhr: „Gott gibt uns Sicherheit und Schutz“, um 12 Uhr: „Danke, Gott, dass es mich gibt und du mich beschützt“, und um 14 Uhr: „Gott ist wie ein Rückgrat“. Die Jugendlichen schrieben mit viel Elan die Begrüßung und die Gebete für ihren Konfirmationsgottesdienst und suchten auch die Lesung aus. Bei der Konfirmation selber lasen sie dann die Texte und gestalteten ihre Konfirmation so zu großen Teilen mit. „Sie haben mit großer Ernsthaftigkeit den Gottesdienst mitgestaltet und sich mit ihren ganz eigenen Gedanken eingebracht“, sagte Pfarrerin Smidt-Kulla nach den Gottesdiensten.
Eine weitere Besonderheit gab es in diesem Jahr bei den Konfirmationen. Legte sonst die Pfarrerin den Jugendlichen die Hände zum Konfirmationssegen auf, machten das in diesem Jahr Pat*innen, Geschwister oder Vertraute der Konfirmand*innen, denn das coronabedingte Abstandsgebot betrifft auch diese Segensgeste. Die Pfarrerin sprach für jeden einzelnen Jugendlichen den Segen, und wer ihnen dazu die segnenden Hände auflegte, hatten die Jugendlichen sich vorher ausgesucht. „Segen ist nicht nur zum Hören. Segen hat Kraft und Energie, die von Gott kommt und über die aufgelegten Hände spürbarer wird. So entstanden sehr innige Segnungsmomente!“, erklärte Pfarrerin Smidt-Kulla. Musikalisch wurden die Gottesdienste von kleinen Musikgruppen begleitet. In der Friedenskirche sang eine Gruppe von sehr engagierten jugendlichen Mädchen, die langjährige Erfahrungen in der Kindermusicalgruppe gesammelt hatten. Bei den Gottesdiensten im Wald durfte die Gemeinde selbst auch singen, was viele Menschen sehr genossen. Dabei wurde sie von einer Delegation des Gospelchores der evangelischen Gemeinde unterstützt und begleitet. Im dritten Gottesdienst kam dann noch ein Sänger der Voiceboys dazu, dem Jungschor der Gemeinde, und begleitete einen Teil der Lieder beatboxend und auch mit Gesang.
Die Familien und die Gemeinde freuten sich sehr, dass in der evangelischen Friedenskirche in Ahrweiler und draußen im Wald Konfirmationen stattfinden konnten und feierten im Anschluss im Rahmen der Coronavorgaben im Familienkreis diesen besonderen Tag.
Im Bölinger Wald in der Grafschaft wurde die Konfirmation von Charlotte Ziegler, Paul Heß und Jannis Bröcher begangen.
Der Gottesdienst mit der Konfirmation von Ann-Kathrin Oehrle und Finnja Hertrampf wurde in der Friedenskirche gefeiert.
