Allgemeine Berichte | 25.04.2018

30. Trinationaler Schulaustausch in Wachtberg

Drei Nationen feierten Jubiläum

180 Teilnehmer genossen vier Tage lang ganz neue Erfahrungen

Die Kinder dreier Nationen und ihre Lehrer waren beim Bunten Abend bester Laune.CEW

Wachtberg. 30 Jahre Schulaustausch und noch längere Städtepartnerschaften feierten 180 deutsche, französische und italienische Austauschteilnehmer ausgiebig im Henseler Hof in Niederbachem. Die Schulleiterin der Schule am Wald in Adendorf, Martina Linten, hatte den Austausch der Grundschüler organisiert und so die Basis für gegenseitiges Kennenlernen geschaffen. Seit nunmehr 30 Jahren besuchen sich Grundschüler, Jugendliche und Erwachsene aus La Villedieu du Clain und Wachtberg gegenseitig. Bei vielen Familien sind im Laufe der Jahre länderübergreifende Freundschaften entstanden. Seit zehn Jahren sind auch die Italiener aus der Partnerstadt Bernareggio dabei. So bringen drei Nationen in den Tagen der Begegnung ihre Kultur zu uns und lernen unsere Kultur kennen.

Verständigungsprobleme gibt es in dieser Zeit eher selten. Die Kinder seien noch in einem Alter, in dem sie auch ohne Sprache miteinander zurechtkämen und spielten, erklärte Bernadette Conraths, die Vorsitzende des Vereins. Interessant war es für die Grundschüler festzustellen, dass es in der anderen Nation manches Spiel gibt, das sie selbst auch kennen, wenn auch manchmal in kleinen Abwandlungen. Die Erwachsenen halfen sich in der Kommunikation gegenseitig, manchmal mit Vokabeln, manchmal einfach mit Händen und Füßen, was gelegentlich Erheiterung und gute Laune mit sich brachte.

Ganz im Sinne des gegenseitigen Austauschs war der Bunte Abend gestaltet. Die Karnevalsgesellschaft Grün-Gelb Fritzdorf führte den Besuchern typische Gardetänze vor, während das deutschlandweit erfolgreiche Duo J.E.M.-Session aus Wachtberg sein neues Hip-Hop-Programm vorführte. Anschließend zeigten die italienischen Gäste passend kostümiert Szenen aus dem alten Rom. Die Franzosen hatten quasi einen tänzerischen Überblick über die Jahrhunderte ihres Landes im Gepäck. Geschickt tanzten sie einen typischen, im Mittelalter üblichen Tanz. Es folgte ein Tanz aus dem 20. Jahrhundert, gefolgt von Discotänzen der heutigen Zeit.

Während ihres Aufenthalts war für die Gäste ein ausgewogenes Programm zusammengestellt worden. Nach der abendlichen Ankunft am Donnerstag und der Begrüßung im Schulzentrum in Berkum lernten sich Besucher und Gastgeberfamilien kennen. Am nächsten Tag trafen sich die Kinder in der Adendorfer beziehungsweise Berkumer Grundschule, um anschließend gemeinsam in eine Kletterhalle zu fahren. Nach einem Picknick machten sich alle auf den Weg ins Museum König, wo eine Führung für die Kids organisiert war. Die Erwachsenen genossen an diesem Tag eine Stadtführung durch Bonn mit anschließender Panoramafahrt über den Rhein. Der Samstag gehörte einzig den Gastfamilien zusammen mit ihren Gästen, bis sich alle um 19 Uhr zum Bunten Abend in Niederbachem zusammenfanden.

Das Hip-Hop-Duo J.E.M.-Session (links Emma Quantius, rechts Joana Bungert) heizte mit einem neuen Programm ein.

Das Hip-Hop-Duo J.E.M.-Session (links Emma Quantius, rechts Joana Bungert) heizte mit einem neuen Programm ein. Foto: Petra Reuter

Die Römer waren los bei der Vorstellung in Niederbachem.

Die Römer waren los bei der Vorstellung in Niederbachem. Foto: Petra Reuter

Die Kinder dreier Nationen und ihre Lehrer waren beim Bunten Abend bester Laune.Foto: CEW Foto: Petra Reuter

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