Freiwillige Feuerwehr Löschzug Rheinbreitbach
Dreikönigsfest im Gerätehaus
Michael Maihöfer und Rudof Haack verabschiedeten sich in die Alterswehr „Alter Ast mit jungem Trieb“
Rheinbreitbach. Zu seinem traditionellen Dreikönigsfest hatte der Löschzug von Rheinbreitbach am Wochenende und damit mit einiger Verspätung in das Gerätehaus eingeladen. Zu dem konnten die Wehrführer Ralf Horschel und René Mengo neben dem Chef der Wehr, Verbandsbürgermeister Karsten Fehr, der Unkeler Wehrleitung, Ulrich Rechmann und Ralf Wester, auch Ortsbürgermeister Wolfgang Gisevius sowie Ehrenwehrführer Hans Josef Fröhlich in der großen Fahrzeughalle begrüßen. Und natürlich waren auch die übrigen vier Löschzüge der VG mit großen Delegationen an die Grenze zu Nordrhein-Westfalen gekommen ebenso wie Vertreter von DRK um „Pflasterminister“ Jochim Salz und THW auch aus „Rheinbreitbach-Nord“, wie Ralf Horschel das benachbarte Bad Honnef bezeichnet.
In einer kurzweiligen Rede ließ der Wehrführer das zurückliegende Jahr Revue passieren, indem der 50 Quadratmeter große Anbau an das Gerätehaus fertiggestellt worden war. Den hatten die Rheinbreitbacher Feuerwehrleute in den zurückliegenden Jahren weitgehend in Eigenarbeit hochgezogen, so dass ihnen nun das Boot und die Regale mit sperrigen Gerätschaften in der großen Halle hinter den Fahrzeugen nicht mehr den Platz streitig machen. „Wir sind schon stolz, dass wir das auch Dank etlicher Spenden Rheinbreitbacher Firmen geschaffte haben, ohne die Verbandsgemeinde bis auf die Kosten für den Bauantrag finanziell belastet zu haben“, hatte René Mengo kurz vor Eröffnung des Dreikönigsfestes erklärt. Bei dem dankte Ralf Horschel all denjenigen, die den Löschzug finanziell, materiell und ideell unterstützt hatten. „Damit helfen Sie, dass wir Menschen in Not effektiv Hilfe leisten können“, so der Wehrführer, der abschließend dem Förderverein um Andreas Kroheck für die Ausrichtung des Festes dankte.
„Viele kleine Leute in vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern!“, zitierte Karsten Fehr ein afrikanische Sprichwort, das er als eine hervorragende Charakterisierung von ehrenamtlichem Tun oder Freiwilligenarbeit bezeichnete. Mitmenschlichkeit oder Gemeinsinn würden sich nicht verordnen oder einfordern lassen. Andererseits habe mitmenschliches Handeln einen höheren Wert als alles, was sich in Euro und Cent messen ließe. „Zuverlässig und kompetent gehen Sie alle in Ihrer eigentlich freien Zeit Ihrer selbst gewählten Verpflichtung nach. Und dafür möchten wir Ihnen heute danken, auch wenn für Sie freiwilliges Tun einfach zu Ihrem Leben dazugehört, Teil Ihres Alltags geworden ist“, hob der VG-Chef hervor, um sich dann kurz der Statistik zu widmen. So war der Rheinbreitbacher Löschzug in 2015 zu 17 Brandeinsätze und 14 Hilfeleistungen ausgerückt. Damit war er fast genau jedem dritten der 106 Einsatze aller der Löschzüge der VG beteiligt. „Hinzu kommen aber auch noch zahlreiche Übungen bei Fortbildungen und Einsätze sowie bei Veranstaltungen im Ort, ganz zu schweigen von Ihrem Engagement für den Anbau“, ergänzte Karsten Fehr, bevor er sich mit Ulrich Rechmann zu den Beförderungen überging.
Zunächst beförderte er Konrad Bursch und Jens Menden zwei Feuerwehrmann-Anwärter zu Feuerwehrmännern, die erst relativ spät zu der Gruppe gestoßen waren, zumindest im Vergleich zu dem Youngster unter den neuen Feuerwehrmännern, Jan Zagermann, der aus der Jugendwehr übernommen worden war. Bei dieser hatte auch der vierte im Bunde, Daniel Scheika in jungen Jahren kurz hereingeschnuppert, um erst achteinhalb Jahre nach seinem dortigen Austritt in die Feuerwehr einzutreten. Ebenfalls aus der Jugendwehr ist Daniel Korf, der zum Oberfeuerwehrmann befördert wurde, in die Truppe von Ralf Horschel gekommen. Die verstärken nun Florian Hammerschmidt als Löschmeister und Wilfried Prangenberg als Oberlöschmeister, sowie Andreas Nagel und Christian Schraaf, die zu Hauptlöschmeistern befördert wurden.
Außerdem überreichte Ulrich Rechmann dem Hauptfeuerwehrmann Sascha Fuchs für 25-jährige aktive, pflichttreue Tätigkeit bei der Feuerwehr das silberne Feuerwehr-Ehrenzeichen, während Karsten Fehr den verdienten Feuerwehrmann mit dem silbernen Floriantaler der VG auszeichnete.
Reich beschenkt wurde aber auch Oberfeuerwehrmann Rudolf Haack, der nach 47-jähriger Zugehörigkeit zum Rheinbreitbacher Löschzug in die Alters- und Ehrenabteilung entlassen wurde. Dieser Truppe „Alter Ast mit jungem Trieb“ gehört zudem auch seit dem Wochenende auch der Oberbrandmeister Michael Maihöfer, der bei vorjährigen Dreikönigsfest nach neuneinhalb-jähriger Zusammenarbeit mit Ralf Horschel als dessen Stellvertreter zurückgetreten war. „Beim VG-Feuerwehrtag in Orsberg bist du im Vorjahr noch mit dem Goldenen Feuerwehr-Ehrenzeichen ausgezeichnet worden. Jetzt musst du leider aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen in die Alterswehr eintreten“, dankte ihm der Wehrführer, bevor Andreas Kroheck nach Beendigung des offiziellen Teils das traditionelle Schätzspiel erläuterte, bei dem dieses Mal die Anzahl der Bierdeckel erraten werden musste, die in einem große Drahtkorb zu sehen waren. Dazu hatten die Gäste reichlich Zeit während sie sich mittels eines opulenten Büffets stärkten. Immerhin ging es für den Sieger um zwei Eintrittskarten für das Musical „Bodyguard“, während auf den zweitbesten Schützer ein Essen im Ad Sion wartete. Und selbst der „Verlierer“ des Dreier-Endspiels durfte sich noch auf einen großen „Fresskorb“ freuen. Bis es aber soweit war, konnte in der Fahrtzeughalle noch die angekratzte DFB-Lichtgestalt, Kaiser Franz, begrüßt werden ebenso wie Wolfgang Petri, bei dem Gott sei Dank ja nur der Himmel brennt, so dass der Löschzug nicht ausrücken musste, sondern weiter feiern konnte.
Für seinen langjährigen Einsatz im Löschzug wurde Michael Maihöfer auch von Bürgermeister Wolfgang Gisevius beschenkt.
