Mit Carl Cüppers und den „Ländchenslehrern“ in die „Stunde Null“
Drittes Berkumer Erzählcafé zu Wachtbergs „Dorfschulmeister“
Wachtberg-Berkum. Mit dem Thema „Wachtbergs Dorfschulmeister - mit Carl Cüppers und den Ländchenslehrern in die Stunde Null“ startet das dritte Berkumer Erzählcafé am Donnerstag (22. August 2024) um 15 Uhr im Restaurant des Berkumer CMS-Altenstift Limbach. Eingeladen ist jeder (bei freiem Eintritt – es geht ein Sparschwein rund), gleich ob er als Zuhörer oder Zeitzeuge mit Erinnerungen und vielleicht auch Fotos zum Gelingen beitragen mag. Mit Blick auf den Kuchen wird um Anmeldung unter 02 28-32 72 36 oder 01 77 3 57 03 24 (Ulf Hausmanns, Vors. des Villiper Heimatvereins) gebeten. Begleitet wird das Erzählcafé zudem vom Team der Sozialen Betreuung des Limbachstifts.
Zu den „Ländcheslehrern“
Nach den militärischen und vor allem gesellschaftlichen Verheerungen der Nazizeit wurde das Jahr 1945, in dem Carl Cüppers in Gimmersdorf seine erste Stelle als Junglehrer in der einklassigen Volksschule in Gimmersdorf antrat, in vielfältiger Hinsicht zu einem Neuanfang. Und so zog auch in viele Schulhäuser in den Wachtberger Dörfern, die zumeist als Ziegelsteinbauten aus preußischer Zeit eine gewisse Strenge und Klarheit atmeten, ein neuer Geist ein. Einige der jungen Lehrer scharten sich um den damals 25-jährigen Carl Cüppers, der nach der ersten Lehrerprüfung als Bordfunker an die Ostfront abgeschossen wurde und ein Auge verlor. Dem Kreis um Cüppers gehörten insbesondere Bernhard Weisgerber, Franz Josef Heiliger und Wendelin Antz sowie Friedrich Schreyer und Josef Klein und andere an. Sie erwarben sich als „Ländchenslehrer“ besondere Verdienste und wirkten auf viele weitere Lehrer und insbesondere auf ihre Schüler inspirierend wirkten.
Alles das ist reichlich Stoff für das 3. Berkumer Erzählcafé, dessen Teilnehmer von der neuen Leiterin des CMS Altenstifts Limbach, Janine Munsch, herzlich willkommen geheißen werden: „Wir freuen uns, dem Berkumer Erzählcafé mit unserem übrigens für jeden offenen Restaurant mit seinem tollen Blick hinüber zum Siebengebirge einen Raum geben zu können, an dem sich Wachtberger aus allen Orten mit den Bewohnern unserer Einrichtung zu interessanten Themen treffen können.“
