Schlachtfestfreunde schlemmen für den guten Zweck
Drittes kulinarisches Treffen zieht über 200 Besucher an
Kleinmaischeid. Der mit Holz gefeuerte Kaminofen brannte und strahlte eine wohlige Wärme ab, die innen frisch renovierte Grillhütte war liebevoll herbstlich geschmückt und aus dem Garkessel strömte ein leckerer Geruch nach herzhaftem Essen: Am vergangenen Samstag blieben in Kleinmaischeid viele Herde kalt, man konnte sich das Kochen sparen.
Denn die Schlachtfestfreunde Kleinmaischeid hatten wieder einmal den Tisch gedeckt und die Töpfe gefüllt, damit jeder nach Herzenslust schlemmen konnte. Es gab Wellfleisch mit Sauerkraut und Püree, Fleischkäse, Hausmacher Blut- und Leberwurst, Schwartemagen und natürlich auch die schmackhafte Wurstsuppe. Die Gruppe der Schlachtfestfreunde gibt es seit drei Jahren, und seitdem wird auch im Oktober das Schlachtfest in der Grillhütte im Wald nah bei Kleinmaischeid gefeiert. Die Entstehung der Aktion erklärt ihr Initiator Thomas Engel: „Ich hatte mal die Idee, so etwas in Kleinmaischeid zu machen. Angefangen haben wir mit dem Kleinmaischeider Elferrat. Daraus hat sich eine kleine Gruppe entwickelt, daraus sind die Schlachtfestfreunde Kleinmaischeid entstanden.“ Ihre aktuell 13 Mitglieder geben sich in einheitlicher Clubtracht, bestickten T-Shirts und Fleece-Jacken, zu erkennen.
Das Fleisch für die Veranstaltung beziehen die Schlachtfestfreunde vom Thalhausener Metzger Ralf Siegel. In der Küche der Grillhütte wird es tellerfertig zubereitet von Küchenmeister Martin Schmidt und seinem Helfer Björn Eckert. Die beiden stehen bereits zum dritten Mal mit der Fleischgabel und dem großen Messer hinter dem Buffet und bereiten die Essensportionen vor. Eine Wurstsuppe bekam jeder Besucher des Festes gratis zum Essen dazu. Für den späteren Nachmittag wurden selbst gebackener Kuchen und frischer Kaffee serviert.
Das Fest erfreut sich großer Beliebtheit
Das Fest hat in der kurzen Zeit seines Bestehens ständig an Beliebtheit dazu gewonnen. Waren es anfangs noch um die 100 Besucher, zählt Thomas Engel jetzt schon 200 bis 250 Gäste im Laufe des Tages. Um 11 Uhr beginnt das Schlachtfest und es dauert meist bis 21 Uhr, bis die letzten Besucher den Rückweg ins heimatliche Kleinmaischeid oder einen der umliegenden Orte finden. Auch bis nach Großmaischeid, Thalhausen, Anhausen, Kausen und Stebach hat sich die Attraktivität des Kleinmaischeider Schlachtfestes herumgesprochen. Aufgrund des immer größer gewordenen Besucherandrangs haben die Schlachtfestfreunde in diesem Jahr zum ersten Mal den Gastbereich mit einem angebauten Zelt erweitert. Darin findet jetzt die Theke ihren Platz, an der das Bier aus dem Fass gezapft wird.
Küchenmeister Martin Schmidt legt größten Wert auf höchste Qualität der von ihm zubereiteten Speisen. Am Ende des Tages hat er, schätzt er, 120 Kilogramm Schweinefleisch verarbeitet.
Die Stücke werden ihm vorgegart von der Fleischerei Siegel angeliefert. Martin Schmidt gart sie dann noch eine weitere Stunde in siedendem, nicht kochendem Wasser im Garkessel. Dann ist das Fleisch noch fest, aber zart und äußerst schmackhaft.
Sobald die Schlachtfestfreunde mit ihrer Veranstaltung zum ersten Mal einen Überschuss erwirtschaftet haben, soll das Geld der Gemeinde Kleinmaischeid gespendet werden, sagt Thomas Engel. Vielleicht für den Kindergarten oder die Jugendarbeit. Fest steht jetzt schon, dass auch nächstes Jahr auf jeden Fall wieder ein Schlachtfest organisiert wird. Vorher müssen Thomas Engel und seine Freunde sich aber erst einmal wieder im Elferrat für den Kleinmaischeider Karneval ins Zeug legen.
