Allgemeine Berichte | 27.01.2016, 15:18 Uhr

Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“

Druckfrisches Programm für das erste Halbjahr

Auch ein Besuch der Kölner Synagoge ist wieder geplant. Synagogengemeinde Köln
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Rhein-Sieg-Kreis. Ob Führung, Lesung, Vortrag oder Exkursion – auch für das erste Halbjahr 2016 hat die Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“ wieder ein buntes und abwechslungsreiches Programm rund um jüdisches Leben und jüdische Geschichte zusammengestellt. Elf Termine umfasst das druckfrische Veranstaltungsheft.

Am 20. März referiert Dr. Franz Bertele in den Räumen der Gedenkstätte in Windeck-Rosbach. Als junger Konsul hat der Wachtberger in Kanada viele Zeitzeugen des Holocaust für fast alle großen Strafprozesse der 1960er-Jahre – Auschwitz, Majdanek, Treblinka etc. – vernommen. Der Vortrag des späteren deutschen Botschafters in Polen und Israel steht unter der Überschrift „50 Jahre erlebte deutsch-jüdisch-israelische Beziehungen“.

Die Schauspielerin Paula Quast und der Musiker Henry Altmann präsentieren am 11. Mai im Siegburger Stadtmuseum jüdische Märchen. Mit ihrem neu kreierten Programm begeben sie sich auf die Spur dieser besonderen Erzähltradition, in der sich Weisheit und Humor mit den Farben und der Fabulierfreude des Orients verbinden.

Mirna Funk liest am 19. Mai in der Hochschul- und Kreisbibliothek Bonn-Rhein-Sieg aus ihrem Buch „Winternähe“. Der Debütroman der Schriftstellerin, der mit dem Uwe-Johnson-Preis ausgezeichnet wurde, erzählt die Geschichte einer jungen deutschen Jüdin in Berlin und Tel Aviv.

Privatdozent Dr. Jürgen Nelles widmet sich am 22. Mai in der Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“ dem Thema „Kabarettisten unterm Hakenkreuz – Die Macht des Wortes gegen die Herrschaft der Macht“. Der Bild-Vortrag erinnert an bekannte und vergessene Kabarettisten, die in den dunkelsten Jahren der deutschen Geschichte mit der Waffe des Wortes Widerstand gegen die Nationalsozialisten geleistet haben. Mit dabei sein werden unter anderem Texte von Heinz Erhardt, Erich Kästner oder Kurt Tucholsky.

Aber auch die Vorträge „Jüdisches Curaçao“ von Dr. Alexander Alexander Schmalz bzw. „Geschichte des Zionismus“ von Dr. Carsten Schliwski oder der Stadtrundgang auf den Spuren jüdischer Geschäftsleute in Siegburg stehen in den kommenden Monaten auf der Agenda der Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“.

Darüber hinaus bietet das neue Programm natürlich ebenfalls wieder die klassischen – seit vielen Jahren etablierten – Programmpunkte wie den Besuch der Kölner Synagoge mit anschließendem Essen im koscheren Restaurant „Kantine Weiß“ oder die schon traditionellen Exkursionen.

Auf die einzelnen Veranstaltungen wird das Kreisarchiv jeweils gesondert – rechtzeitig zum Termin – aufmerksam machen. Teilweise sind die Teilnehmerzahlen begrenzt bzw. eine persönliche Anmeldung erforderlich.

Das aktuelle Programm ist bei der Geschäftsstelle der Gedenkstätte im Kreisarchiv unter Tel. (0 22 41) 13 29 28, per E-Mail an gedenkstaette@rhein-sieg-kreis.de oder unter der Postanschrift Kaiser-Wilhelm-Platz 1 in 53721 Siegburg erhältlich. Es kann außerdem auf der Homepage des Rhein-Sieg-Kreises unter www.rhein-sieg-kreis.de/gedenkstaette als PDF-Dokument heruntergeladen werden.

Pressemitteilung des

Rhein-Sieg-Kreises

Das aktuelle Programm der Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“ ist ab sofort erhältlich.

Das aktuelle Programm der Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“ ist ab sofort erhältlich.

Auch ein Besuch der Kölner Synagoge ist wieder geplant. Foto: Synagogengemeinde Köln

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