Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust an der Realschule plus und FOS Untermosel
Durch Erinnern lernen und warnen
Kobern-Gondorf. Schüler der zehnten Klasse eröffneten im Mehrzweckraum der Realschule plus und FOS Untermosel die Ausstellung „Kinder und Jugendliche-Opfer im Nationalsozialismus“. In einer Gedenkstunde begrüßten Schulleiter Ralf Heuft, die Schülersprecher und Bürgermeister Martin Dötsch die Gäste. In ihren Ansprachen mahnten sie, dass jeder achte junge Erwachsene keine Kenntnisse mehr über den Holocaust habe.
Um 11 Uhr wurde in einer Gedenkminute mit der gesamten Schülerschaft der Opfer der Shoah gedacht. Warum musste etwa die vierjährige Bela Forst aus Brodenbach sterben? Sie, ihre Familie und weitere Kinder von der Untermosel wurden Opfer des brutalen totalitären Regimes zwischen 1933 und 1945. Dass der Rassenwahn auch vor den Jüngsten keinen Halt machte, zeigen die Schüler eindrücklich auf Plakaten, die sie in einem Projekt für die Ausstellung erarbeitet hatten. „Auschwitz ist nicht plötzlich vom Himmel gefallen“, sagte Schülersprecherin Erika Cano Manolache in der Gedenkstunde. Angesichts wiedererstarkender rechter Gruppierungen wollen die Schüler mit ihrer Arbeit ein warnendes Zeichen setzen.
Auf über 30 Plakaten informieren die Schüler über eine dunkle Zeit in der deutschen Geschichte.
