Allgemeine Berichte | 28.02.2018

Kreisverwaltung und Mehrgenerationenhaus Neuwied boten interessantes Seminar

Durch Musik Kontakt zu Menschen mit Demenz

Landrat Achim Hallerbach (l.), Beatrix Röder-Simon (5. v.l.), Kerstin Kronenberger-Schäfer (7. v.r.), der Leiter der katholischen Familienbildungsstätte Nils Zimmermann (1. v.r.) erwarten mit Spannung, was sich in der Schatzkiste zum Thema verbirgt. privat

Neuwied. Unter dem Titel „Musik als Schlüssel“ haben die Kreisverwaltung Neuwied sowie das Mehrgenerationenhaus Neuwied ein Seminar für Pflege- und Betreuungskräfte sowie Angehörige von Menschen mit Demenz angeboten. Unter Leitung der Musikgeragogin Kerstin Kronenberg-Schäfer wurde das interessante Tagesseminar angeboten. Erfreut zeigte sich Landrat Achim Hallerbach über die große Resonanz. „Das Thema Demenz hat einen hohen Stellenwert und wird durch die Arbeit der Psychiatriekoordinationsstelle der Kreisverwaltung Neuwied unterstützt“, so Landrat Hallerbach. „Mit der Ausbildung zur Musikgeragogik in der Landesmusikakademie in Engers wird ein wichtiges Angebot geschaffen, um die Versorgung von Menschen mit Demenz nachhaltig zu verbessern“. Die Leiterin des Mehrgenerationenhauses Neuwied, Beatrix Röder-Simon war erfreut über die hohe Resonanz auf das Seminar auf das Seminarangebot. Weitere vergleichbare Seminare sind in Planung.

Mit dem Zitat von Franz von Assisi „Schon ein kleines Lied kann viel Dunkel erhellen“ begann die Musikgeragogin Kronenberg-Schäfer aus Mainz ihre Ausführungen zum Thema. Am Beispiel der eigenen Erfahrungen beim Erlernen von und Umgang mit Musik konnten die Teilnehmerinnen ausführen welche biografischen Erfahrungen sie mit Musik gemacht haben. In einem Koffer, der sogenannten Schatzkiste, konnten die Teilnehmerinnen Gegenstände rund ums Thema Musik auswählen und über ihre persönlichen Assoziationen berichten. In einem theoretischen Teil wurde darüber hinaus ausgeführt, wie wichtig die Biografiearbeit bei Menschen mit Demenz zum Thema Musik ist. Anschließend konnten die Teilnehmerinnen über ihre Erfahrungen beim Einsatz von Musik im Umgang mit Menschen mit Demenz berichten.

Ein erstaunliches Phänomen ist, dass selbst Menschen mit einer schweren Demenz in der Lage sind, Lieder aus ihrer Kindheit und Jugend mitzusingen. Folge ist ein positives Lebensgefühl, dass Erleben von Gemeinschaft und auch die Bestätigung, gemeinsam mit anderen etwas Gutes und Wichtiges zu tun.

Wichtige Erfahrung des Seminars war es, dass Musik und Gesang die Kommunikation auch mit Menschen mit Demenz erleichtert. Spannungen und Konflikte können abgebaut und Lebensgefühl und Lebensqualität positiv verstärkt werden. Gefördert wurde das Seminar von der Landeszentrale für Gesundheitsförderung Rheinland-Pfalz sowie der Psychiatriekoordinationsstelle des Landkreises Neuwied. Alle Veranstaltungstermine rund um das Thema Versorgung von Menschen mit Demenz gibt es im Internet im Veranstaltungskalender auf der Seite www.psychiatrie-neuwied.de.

Landrat Achim Hallerbach (l.), Beatrix Röder-Simon (5. v.l.), Kerstin Kronenberger-Schäfer (7. v.r.), der Leiter der katholischen Familienbildungsstätte Nils Zimmermann (1. v.r.) erwarten mit Spannung, was sich in der Schatzkiste zum Thema verbirgt. Foto: privat

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