Allgemeine Berichte | 28.03.2018

Bücherstimmen von „Rheinbach liest“

„Eddie muss weg“, „Eva schläft“ und alle hören zu

WDR-Sprecher Regina Münch und Martin Groß zeigen bei einem bunten Literatur-Mix hohe Vorlesekunst

Die Sofagäste in der ersten Halbzeit waren Urte Seiffert und Stephan Faber.privat

Rheinbach. Bei den Bücherstimmen von „Rheinbach liest“ im ausverkauften Rheinbacher Glasmuseum zeigten die WDR-Sprecher Regina Münch und Martin Groß bei einem bunten Literatur-Mix hohe Vorlesekunst.

„Ich mag Abenteuer und Geschichten um historische Ereignisse“, sagt Urte Seiffert, Lehrerin an der Glasfachschule, freimütig und erklärt dann, was ihr an dem von der Kritik hochgelobten Roman „Nordwasser“ von Ian McGuire so gut gefällt: „Da ist alles drin, was uns Menschen ausmacht, auch das Schlechte.“ Die anschließende Lesung von Martin Groß aus dem WDR-Sprecherensemble ließ die 120 Zuhörer eintauchen in die Geschichte der Walfangcrew um den irischen Schiffsarzt Sumner.

Reigen der Buchempfehlungen

Der Buchtipp „Eddie muss weg“ von Katinka Buddenkotte des Heimertzheimer Grünen-Politikers und Aktivisten im „Freundeskreis Pallottistraße 1“, Stephan Faber, kam in Groß‘ Duett-Lesung mit Regina Münch besonders gut beim Publikum an.

Nach der Pause führte die Vorsitzende des Fördervereins der Musikschule, Vera Weiß, den Reigen der Buchempfehlungen fort. Ihr war kürzlich die bereits 2011 erschienene Südtiroler Familiengeschichte „Eva schläft“ von Francesca Melandri in die Hände gefallen und hat sie nicht mehr losgelassen. Die Lesung der ausgewählten Textstelle übernahm Regina Münch diesmal alleine.

Alle Gäste besprachen ihr Buch so pointiert, dass den beiden Moderatoren, Christel Engeland und Gerd Engel, die Arbeit leicht gemacht wurde und allen viel Zeit zum Plaudern blieb. Dieser Mix aus Literaturgespräch, Lesung und Talk macht den Charme der Veranstaltung aus.

Musik begeisterte das Publikum

Nicht zu vergessen die Musik zwischendurch. Die kam diesmal von Paul Tintelnot, 16, (Piano) und Sebastian Bartels, 17, (Schlagzeug) aus dem Pool der jungen Musikschultalente. Beide spielen bei den Tomburg Winds III und der Big Band der Musikschule Meckenheim-Rheinbach-Swisttal. Das Repertoire der beiden Schüler an diesem Abend bestand aus hinreißend dargebotenen Jazz-Variationen wie „Georgia“ und „How High the Moon“, die das Publikum immer wieder begeistert applaudieren liessen.

Ein besonderer Höhepunkt wurde das sogenannte „Bücher-Battle“ um den vierten Gast, Martin Kirchhartz, Musiklehrer am hiesigen SJG. Nicht nur, dass er seine Vorliebe für humorvolle Lyrik mit einem Heinz-Erhard-Gedicht unter Beweis stellte, er beantwortete auch die Frage, wie er zu seinem Musikstudium gekommen ist, in Form einer selbst geschriebenen Bluesballade („Was habt ihr mit mir gemacht?“).

Im vierten Anlauf gewonnen

Im vierten Anlauf gewann Engel im Team mit Regina Münch zum ersten Mal das Battle. Kirchhartz entschied sich nämlich für die von Engel empfohlene Wachtberger Anthologie humoristischer Lyrik aus dem Wettbewerb um den besten „Kugelschreiber“ 2018. Das von Engeland favorisierte „Nackt über Berlin“ von Axel Ranisch gelangte auf einen guten zweiten Platz und als Geschenk der Buchhandlung Kayser ebenfalls in die Jutetasche des jungen Lehrers.

Außerordentlich auch wieder die Leistung von Harvey Scherer (4events), der, unterstützt vom Rheinbach-liest-Team, den Ratssaal in kürzester Aufbauzeit mit einer gemütlichen Bühne sowie perfektem Licht und Ton ausgestattet hat. Die Bücherstimmen wurden wie in den Vorjahren gemeinsam mit dem Kulturamt der Stadt Rheinbach ausgerichtet und vom Waldhotel sowie der Firma Optik Schulz mit einer Veranstaltungsspende unterstützt, sodass, wie Christel Engeland bemerkte, „die Rheinbacher eine hochwertige Veranstaltung im erlesenen Ambiente zum Preis eines günstigen Taschenbuchs erhalten“ haben.

Pressemitteilung „Rheinbach liest“

Die Sofagäste in der ersten Halbzeit waren Urte Seiffert und Stephan Faber.Foto: privat

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