Allgemeine Berichte | 05.10.2016

Gründung des Vereins der „Freunde und Förderer des Willy-Brandt-Forums“

Ehemaliger Bundes-Verteidigungsminister Rudolf Scharping war zu Gast

Nach der Verabschiedung einer Vereinssatzung übernahm er den Vorsitz im Vorstand

Der erste SPD-Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und ehemalige Bundesminister der Verteidigung, Rudolf Scharping war zur Gründung des Vereins der „Freunde und Förderer des Willy-Brandt-Forums“ nach Unkel gekommen, um nach der Verabschiedung einer Vereinssatzung den Vorsitz im Vorstand zu übernehmen.DL

Unkel. Nur einen Tag, nachdem das Willy-Brandt-Forum im Rheinhotel Schult mit dem Multimedia-Vortrag „ Im Reich der Nebelberge Uganda-Ruanda-Südsudan“ von Heinrich Geuther seine mehrjährige Veranstaltungsreihe gestartet hatte, die an Arbeit und Ziele der Nord-Süd-Kommission erinnert, konnte der Vorsitzende Christoph Charlier in der Gedenkstätte am Willy-Brandt-Platz hohen Besuch begrüßen. Der erste SPD-Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und ehemalige Bundesminister der Verteidigung, Rudolf Scharping war zur Gründung des Vereins der „Freunde und Förderer des Willy-Brandt-Forums“ nach Unkel gekommen, um nach der Verabschiedung einer Vereinssatzung den Vorsitz im Vorstand zu übernehmen. Diesem gehören neben der früheren ÖTV-Vorsitzenden und ehemaligen EU-Kommissarin, Monika Wulf-Mathies, der langjährige Generalsekretär des Deutschen Bauernverbands, Helmut Born, die Rechtsanwaltsfachangestellte Brunhild Charlier-Krupp, die Politologin Angelika Praus und der Bonner Kinderarzt Hanns Bölefahr an. Hinzu kommt die am Gründungstag verhinderten Wolfgang Roth, der frühere stellvertretende Juso-Vorsitzende und ehemalige Vorsitzende der Europäischen Strukturbank in Luxemburg, sowie Klaus Peter Lohest, Abteilungsleiter im rheinland-pfälzischen Integrationsministerium.

„Wir haben heute allen Grund, mit unserem Willy-Brandt-Wein anzustoßen. Denn mit der Gründung des Fördervereins ist die wirtschaftliche Zukunft der Bürgerstiftung Unkel Willy-Brandt-Forum (WBF) ist gesichert“, erklärte der WBF-Vorsitzende, der zusammen mit Geschäftsführer Rudolf Rupprath den neuen Verein vorstellte. Auch wenn das WBF ausschließlich durch den Einsatz seiner ehrenamtlichen Mitarbeiter geführt wird, kann es seinen Aufgaben nur gerecht werden, wenn es eben über den Förderverein zusätzlich zu seinen Einnahmen weitere regelmäßige Zuwendungen erhält.

„Unser vorrangiges Ziel ist es also das Forum finanziell zu unterstützen. aber auch ideell, um Willy Brandts politisches Wirken und seine Bedeutung für die Gegenwart wach zu halten. Allerdings ist es ungemein schwer ist, diesem außergewöhnlichen deutschen Weltbürger gerecht zu werden“, so Rudolf Scharping. Bereits bei einem Besuch in Unkel Anfang Juli hatte er sich bereit erklärt, den Vorsitz im Vorstand des Fördervereins zu übernehmen. Der Vorstand werde weitere Persönlichkeiten anspreche, sich dem Verein anzuschließen, aber auch eigene Veranstaltungen vor allem mit Blick auf Jugendlichen organisieren, erklärte er. Gerade jungen Menschen sollten angeregt werden, dass WBF zu besuchen. „Willy Brandt kann ja nicht nur auf seine Ostpolitik und innere Refomen reduziert werden. Als Präsident der Sozialistischen der Internationale und Vorsitzender der auf Anregung des damaligen Weltbankpräsidenten Robert McNamara 1977 ins Leben gerufenen ‚Unabhängigen Kommission für Internationale Entwicklungsfragen‘, besser bekannt als ‚Nord-Süd-Kommission‘, hat Willy Brandt nicht nur im ersten Nord-Süd-Bericht 1980, den er mit ‚Das Überleben sichern‘ überschrieben hatte, zum ersten Mal den Begriff ‚Globalisierung‘ im Zusammenhang mit einer Neuordnung der Weltwirtschaft benutzt, sondern auch auf immer noch bestehende Gefahren und Herausforderungen hingewiesen, die eine ‚Weltinnenpolitik‘ erfordern würde“, erinnerte Rudolf Scharping. Außerdem habe der große Sozialdemokrat einen wichtigen Beitrag geleistet, dass Deutschland und Frieden in einem Atemzug genannt werden könnten.

„Die Gründung eines Fördervereins ist schon langen im Gespräch und mit Rudolf Scharping haben wir eine Person gefunden, die den Karren ziehen kann“, bemühte Christoph Charlier einen Ausspruch von Herbert Wehner. Alle Vorstandsmitglieder seien bereit, sich zu engagieren. Mit Monika Wulf-Mathies, die schon viel in Bonn bewegt habe, aber auch mit Born verfüge der Verein über Leute, die über Kraft und notwendige Verbindungen verfügen würden, ihre Ideen auch umzusetzen. „Da ist Summs dahinter“, charakterisierte Christoph Charlier den Vorstand.

Gerade in über den Tag hinaus reichenden Ideen und Idealen Willy Brandts, wie in seinen von Monika Wulf Mathies hervorhobenen Werten Frieden und Demokratie, sehe er eine Möglichkeit, die Person Willy Brandt der jüngeren Generation näher zu bringen und etwas gegen die Politikverdrossenheit zu tun, hob Helmut Born hervor. „Das Unkeler WBF, eine überparteiliche Stiftung, ist längst ein Juwel für Unkel geworden, den die Freunde und Förderer noch intensiver funkeln lassen wollen“, beschrieb er das Ziel des Vereins. DL

Der erste SPD-Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und ehemalige Bundesminister der Verteidigung, Rudolf Scharping war zur Gründung des Vereins der „Freunde und Förderer des Willy-Brandt-Forums“ nach Unkel gekommen, um nach der Verabschiedung einer Vereinssatzung den Vorsitz im Vorstand zu übernehmen.Foto: DL

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