Allgemeine Berichte | 04.09.2018

Wacholderwacht Osteifel - Landwirtschaftliche Fakultät der Universität Bonn

Ehrenamtliches Engagement am Weiselstein

Agrarstudenten der Uni Bonn und Viertklässler der Regenbogenschule Schalkenbach tragen zum Erhalt der Wacholderheide bei

Die Teilnehmer während der Mittagspause im Waldgut Schirmau.

Schalkenbach. Als Lern- und Begegnungsort der nicht alltäglichen Art durfte eine Gruppe von rund 30 Studenten der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Bonn die Wacholderheide auf dem Weiselstein bei Schalkenbach jetzt bereits zum neunten Mal erleben.

Das Besondere: Die rund 30 Teilnehmer/innen kommen von vier unterschiedlichen Kontinenten! Darunter Studenten aus Nigeria, Ghana, Äthiopien, Ruanda, Somalia, Kenia, Pakistan, Indien, Myanmar, Nepal, Türkei, Vietnam, Rumänien, Mexiko, Guatemala und Iran.

Die Studenten haben allesamt bereits einen Bachelorabschluss in der Tasche. Jetzt gilt es den Masterabschluss zu machen, einige promovieren bereits. Die Tagesexkursion in die Eifel bot bei angenehmen spätsommerlichen Wetterbedingungen hervorragende Einblicke in die Praxis. „Neben der Pflege der Wacholderheide steht das friedliche und freundschaftliche Miteinander der unterschiedlichen Nationalitäten im Fokus“, zeigte sich Initiator Peter Krebs begeistert.

Bereits zum zweiten Mal bekamen die Studenten Unterstützung der benachbarten Grundschule aus Schalkenbach. Vulkanparkführer Peter Krebs hatte die Grundschüler bereits mit zahlreichen Informationen über den Wachholder, seine Herkunft und die Notwendigkeit der Arbeit versorgt. Am Aktionstag setzten die Viertklässler gemeinsam mit den Studenten auf einer Wiese am Waldgut Schirmau, unweit des Aussichtsturms, neue Wacholderpflanzen.

Bemerkenswert war die Zusammenarbeit zwischen Studenten und Grundschülern. Obwohl sich die Verständigung untereinander teilweise als nicht so einfach herausstellte, funktionierte die Arbeit im Team reibungslos und noch mehr, es herrschte eine solche Harmonie, als würden sich die Teilnehmer schon länger kennen. Mittags traf man sich mit kommunalen Vertretern zu einem stärkenden Mittagessen in idyllischer Atmosphäre des Waldguts Schirmaus. Martina Liemersdorf und Team hatten dort bereits zweierlei leckere deftige Eintöpfe aus regionalen, jahreszeitlich passenden Produkten vorbereitet. Elisabeth Dahr, Beigeordnete der Verbandsgemeinde Brohltal, Toni Harst, Ortsbürgermeister von Schalkenbach - zu welchem das Idyll Waldgut Schirmau zählt - sowie Joachim Schneider, Ortsbürgermeister von Dedenbach, würdigten die jungen Menschen für das außergewöhnliche Engagement und den gemeinschaftlichen Einsatz.

Die Bonner Gäste lobten zum Ende des abwechslungsreichen Tages vor allem Peter Krebs, der wiederholt die Kontakte vermittelt hatte und den Tag durch Spenden der Kommunen realisieren konnte. Der „Nationale Geopark Laacher See“ gehört zu den bedeutenden Kulturlandschaften der Osteifel, durch den tatkräftigen Einsatz der Studenten konnte dem Weiselstein wieder Luft verschafft werden, der zur Erhaltung des Biotops beiträgt. Die Wacholderwacht wie auch die Bonner Fakultät möchten die Zusammenarbeit durch weitere Aktionen vertiefen und zum Erhalt der herrlichen Landschaft beitragen.

Die Wacholderwacht Osteifel ist eine Gruppe von Männern und Frauen, die sich ehrenamtlich als Wanderführer zur Verfügung stellen und Auskunft geben können über die Besonderheit und Einmaligkeit der Heidevegetation sowie zu den Grenzen und zum Erfolg der laufenden Naturschutzmaßnahmen und vielem mehr. Kontakt: Gerhard Krämer, Tel. (0 26 55) 18 35.

Die Teilnehmer während der Mittagspause im Waldgut Schirmau.

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